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ENTPUPPT – von Annika Rask

Suddas Buch über ihren LCHF Weg

obwohl ich mit zu den Ersten gezählt habe, die Suddas Buch in den Händen hielten, komme ich erst jetzt dazu, etwas darüber zu schreiben, schließlich musste ich es erst einmal lesen. Doch da lag das Problem, denn Zeit ist bei mir im Moment wirklich Mangelware, aber ich habe es endlich geschafft.

Wer von uns LCHF-lern kennt Sudda Sudda und ihren Blog nicht? Viele, die heute nach LCHF leben, haben durch ihren Blog zu LCHF gefunden. Sie ist sozusagen ein LCHF Urgestein der ersten Stunde in Deutschland und geht seit rund 5 Jahren ihren Weg. Diesen beschreibt sie recht anschaulich in ihrer kurzweiligen Art und Weise wie wir sie aus ihrem Blog kennen. Ich kann nur sagen liebe Annika, ein rundum gelungenes Werk, das eine hilfreiche Lektüre für alle darstellt, die sich für LCHF als Ernährungsform interessieren. Auch für diejenigen die abnehmen möchten gibst Du viele interessante Tipps und Hinweise. Hier hätte ich mir teilweise eine etwas deutlichere Sprache und Ausdrucksweise gewünscht, aber unsere Annika ist da eher die Frau der leiseren Töne, was ja nicht verkehrt ist. In vielen Passagen und Gedanken die sie beschreibt erkennt man sich wieder, hat immer wieder diese "stimmt, ist bei mir genauso" Momente. Was für mich persönlich ganz wichtig ist: Annika hat es vorgemacht, sie hat selbst rund 50 kg verloren. Auch wird in dem Buch recht deutlich, dass es nicht nur Höhen gibt, sondern auch Tiefen. Aber dazu gibt es natürlich viele nützliche Anregungen, wie man die Täler überwindet und sich immer wieder neu motiviert.

Was ich mir vielleicht auch gewünscht hätte, wären vielleicht ein paar mehr Rezepte oder Anleitungen gewesen, wie man LCHF mit natürlichen Lebensmitteln im Alltag umsetzt. Doch das hätte dann sicher den Rahmen gesprengt und der Focus liegt hier auf Suddas Weg und Erfolg. Ich denke das Buch wird vielen Mut machen und zeigen, was man mit LCHF erreichen kann, wenn man es konsequent umsetzt. Was ich gut finde ist auch, dass Sudda die Stolperfallen anspricht in die man tappen kann, gerade am Anfang! Auch die vorher / nachher Beispiele zeigen sehr eindrucksvoll, was man mit einer gesunden Ernährung erreichen kann.

Fazit: Ein sehr gelungenes Buch, kurzweilig und interessant geschrieben. Es macht nicht nur Spaß beim Lesen, sondern gibt viele hilfreiche Informationen für Menschen, die etwas verändern möchten an ihrer Ernährung und auch für die, die auf gesunde Art und Weise abnehmen wollen oder müssen.

Entpuppt findet ihr übrigens auch unter meinen Buchempfehlungen.

Suddas Blog findet ihr HIER
, wer ihn noch nicht kennt, sollte unbedingt mal reinschauen.

Bleibt mir nur noch dir zu gratulieren liebe Annika, ein rundum gelungenes Werk (was anderes habe ich von dir auch nicht erwartet). Aus eigener Erfahrung weiß ich wie viel Arbeit und schlaflose Nächte in solch einem Buch stecken. Ich wünsche dir daher allen Erfolg der Welt mit Entpuppt!

Hier findet ihr das Buch und könnt es auch gleich bestellen wenn ihr mögt:

Perpetuum mobile

Das Perpetuum mobile ist seit ewigen Zeiten der Wunschtraum der Menschheit: Eine Maschine die Arbeit verrichtet, ohne dass ihr Energie zugeführt wird oder zumindest wesentlich mehr Arbeit verrichtet, als sie an Energie verbraucht. Optimal wäre, dass diese Maschine einmal in Gang gesetzt immer weiter läuft, ohne dass sie weitere Energie benötigt. Dies wäre sicherlich eine tolle Sache, doch bisher ist es noch niemand gelungen, eine solche Maschiene zu bauen.

Anders sieht es hier bei der Evolution aus, denn beim Menschen hat die Natur dies anscheinend geschafft. War es doch Jahrtausende so, dass der Mensch Energie brauchte in Form von Lebensmitteln um leben zu können. Wurde in der Vergangenheit keine oder zuwenig Energie zugeführt, dann magerte der Mensch ab und ist langsam aber sicher verhungert. Hat er zuviel Energie zugeführt, so wurde diese als Vorrat für schlechte Zeiten in Form von Fett gespeichert. Die Speicherung der Energie war für die Menscheit überlebenswichtig, gab es doch nicht das ganze Jahr über ausreichend Lebensmittel, so dass die Versorgung mit Energie nicht immer gesichert war. Mit entsprechenden Fettreserven war es jedoch möglich auch Wochen oder Monate zu überleben, in denen das Nahrungsangebot eher knapp war. Heute haben wir diese Probleme nicht mehr. Nahrung und damit lebensnotwendige Energie gibt es das ganze Jahr über nicht nur ausreichend, sondern im Überfluss. Das Angebot ist so reichlich geworden, dass die Anzahl der übergewichtigen Menschen in den letzten Jahrzehnten stark gestiegen ist.

Doch nicht nur das, die Evolution hat es anscheinend endlich geschafft, ein menschliches Perpetuum mobile zu schaffen. Menschen also, die weniger Energie zuführen müssen, als sie verbrauchen. Dies wird zwar momentan noch als Stoffwechselkrankheit angesehen, doch in Wirklichkeit ist dies der Durchbruch der Evolution. Eine Reaktion auf die wachsende Bevölkerunszahl auf unserem Planeten und die Lösung schlechthin für das Problem Hunger. Leider kommen nur wenige Menschen bisher in den Genuss dieser Entwicklung, aber es ist zu erwarten, dass es in Zukunft immer mehr werden. Damit sind dann in absehbarer Zeit die Hungerprobleme auf unserem Planeten gelöst. Ihr glaubt das nicht? Ehrlich gesagt: Ich auch nicht! Denn bisher war es immer so, dass wenn weniger Energie zugeführt wurde als der Mensch verbraucht hat, dann hat er abgenommen. Wurde langfristig zuwenig Energie zugeführt, so führte dies in extremen Situationen unweigerlich zum Tode,

Doch die Zeiten scheinen sich geändert zu haben. Gerade in den letzten Jahren gibt es immer mehr Menschen die behaupten, dass sie zunehmen oder nicht abnehmen, obwohl sie weniger Energie zuführen, als sie verbrauchen. Wenn das stimmt (behauptet wird es jedenfalls unaufhörlich), dann haben diese Menschen keine Stoffwechselkrankheit, sondern das Perpetuum mobile erfunden. Es kann ja schließlich keine Krankheit sein, wenn der Stoffwechsel mehr Energie liefert, als ihm in Form von Nahrung zugeführt wird. Bei manchen scheint das so gut zu funktionieren, dass diese glücklichen Menschen nichts mehr essen müssen, ohne dass der Körper auf die eingelagerten Fettreserven zugreifen muss. Wenn man bedenkt, was diese glücklichen Menschen sparen, dadurch dass sie fast nichts oder nichts essen müssen um zu überleben, dann kann man richtig neidisch werden. Sie sparen nicht nur Geld, sondern auch viel Zeit! Sie müssen keine Zeit mit der Zubereitung von Nahrung oder mit Essen verplempern, sondern können sich wichtigeren Dingen widmen.

Man muss sich dieses Glück wirklich einmal vor Augen halten: Diese Menschen müssen nur einen Bruchteil der Energie zuführen in Form von Nahrung als sie täglich verbrauchen, ohne dass sie an Gewicht verlieren. Ich muss gestehen, dass mir das den blanken Neid ins Gesicht treibt. Ich gehöre leider zu denen, die von dieser Laune der Natur nicht betroffen sind. Ich muss ständig Energie zuführen um überleben zu können. Auch landet bei mir ein Überschuss an Energie sofort auf den Hüften. Allerdings hatte ich auch den Vorteil, dass ein Defizit an Energie langsam aber sicher dazu geführt hat, dass meine Fettreserven verbraucht wurden, und ich mittlerweile rund 54 kg an Gewicht verloren habe. Da stellt sich nun die Frage ob es ein Fluch oder Segen ist, wenn man solch einen „Perpetuum mobile Stoffwechel“ hat. Einerseits könnte man sich die Nahrung sparen und überlebt trotzdem, andererseits wird man sein Übergewicht nicht los nur weil der Körper kein Gramm Fett abbaut, obwohl man zuwenig oder gar keine Energie zuführt. Nun, diese Frage ist nicht einfach zu beantworten.

Oder stimmt das doch nicht mit dieser Stoffwechselkrankheit und diesem menschlichen Perpetuum mobile? Gibt es wirklich Menschen, die nichts abnehmen, obwohl sie ein Energiedefizit über Wochen und Monate haben? Entweder gibt es diese Menschen, dann gibt es auch das menschliche Perpetuum mobile. Oder aber es ist nicht möglich dass man kein Gewicht verliert obwohl man erheblich weniger Energie zuführt als man verbraucht, dann werden wir von denen, die dies behaupten lediglich verarscht dass sich die Balken biegen. Da stellt sich dann die Frage ob diejenigen die diese Behauptungen aufstellen nicht doch mehr Energie zuführen, als für eine Abnahme erforderlich wäre und sich selbst und uns alle belügen? Eine dritte Möglichkeit fällt mir beim besten Willen nicht ein. Ein Stoffwechsel der mehr Energie liefert, als ihm in Form von Nahrung zugeführt wird, hat es in der Geschichte der Menschheit noch nicht gegeben. Bisher musste immer die Energie die benötigt wurde auch in Form von Nahrung zugeführt werden.

Das menschliche Perpetuum mobile – ist es Wahrheit, Selbstbetrug oder eine riesige Verarsche? Die Frage lasse ich mal im Raum stehen …

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Ich bin der Chef!

Die Aussage „Ich bin der Chef“ klingt erst einmal sehr banal, aber sie beschreibt sehr treffend meine Situation. Wobei es richtig heißen müsste: „Ich bin wieder der Chef“, denn das war ich sehr lange Zeit nicht. Bevor ich zu LCHF gefunden hatte, war ich nicht mehr Herr über mein Gewicht und über mein Essverhalten. Gefangen in einem Teufelskreis aus Heißhunger und Fresssucht hatte ich quasi die Zügel abgegeben an den Zucker, die Kohlenhydrate und die Geschmacksverstärker.

Als ich vor über 2 Jahren mit LCHF begonnen habe, habe ich als erstes diese Übeltäter aus meiner Ernährung verbannt, denn ich hatte erkannt, dass sie die Ursache für meine Probleme waren. Heute kann ich sagen, dass dies das beste war, was ich tun konnte, denn diese Entscheidung hat mein Leben grundlegend verändert und den Grundstein für meinen Erfolg gelegt! Ich war wieder Herr der Lage, war den Heißhunger los, und kam raus aus diesem Teufelskreis. Heute ist es so, dass ich mein Gewicht wieder selbst bestimme, wieder Herr der Lage bin, und mit voller Überzeugung behaupten kann: Ich bin wieder der Chef! Weder der Zucker, noch die KH oder Geschmacksverstärker bestimmen mein Leben oder mein Essverhalten, sondern ich alleine bestimme wieder und bin weg von diesem zwanghaften Essen, obwohl man keinen Hunger bzw. Energiebedarf hat.

Das Geheimnis des Erfolges liegt einfach darin begründet, dass ich die Dinge, die nicht gut für mich sind, einfach aus meiner Ernährung gestrichen habe. Wenn man so will, habe ich die Ursache meines Problems beseitigt, und zwar restlos! Das was mich dick und krank gemacht hat, muss ich nicht mehr haben, deshalb konzentriere ich mich auf die vielen leckeren Dinge, die gesund sind und keinen Schaden anrichten. Dass dieser Weg für mich der richtige war zeigt die Tatsache, dass ich mein Wunschgewicht erreicht habe, und die Tatsache, dass ich meine Gesundheit wiedererlangt habe. Was aber noch viel wichtiger ist, ist der Umstand dass ich das Gewicht auch halte und nicht mehr in alte Muster zurückfalle und somit einen dauerhaften Erfolg errungen habe. Die Zügel werde ich auch in Zukunft nicht mehr aus der Hand geben, das ist sicher. LCHF hat mir die Kontrolle über mich selbst wiedergegeben, das war für mich eine einmalige Chance, die ich beim Schopf gepackt habe. Möglich war das aber nur mit richtigem LCHF, mit ausschließlich frischen, natürlichen Lebensmitteln. Nur die Tatsache, dass ich sowohl auf Zucker, Süßstoffe und Geschmacksverstärker vollständig verzichtet habe, hat es erst möglich gemacht, dass ich wieder Herr der Lage wurde. Mit Zuckerkuchen, Schokolade, Fertigprodukten und zuvielen KH wäre das nicht möglich gewesen und ich würde mich vermutlich immer noch in diesem Teufelskreis aus Heißhunger und Fressanfällen befinden. Und vermutlich hätte ich immer noch weit über 100 kg auf der Waage und würde mich fragen, warum ich nicht abnehme. Vielleicht würde ich dann auch wie früher eine Ausrede nach der anderen finden, warum ich nicht abnehme, wer weiß.

Wichtig war für mich, die Ursachen zu bekämpfen und auszumerzen, das war der Schlüssel zum langfristigen und dauerhaften Erfolg!

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60 – 80 – oder 100% LCHF?

Oft wird mir schon fast zum Vorwurf gemacht, dass ich LCHF zu 100% lebe. Und fast noch öfter wird betont, dass dies ja nicht nötig sei, und das jeder für sich selbst entscheiden könne, wie viel LCHF der einzelne denn nun leben möchte. Da ich das Gefühl nicht loswerde, dass da einiges durcheinander geraten könnte, möchte ich doch einmal ein paar Dinge klarstellen, nur um Missverständnisse zu vermeiden.

Ja, ich lebe 100% LCHF, und das hat nicht nur einen Grund. Doch da komme ich gleich noch im Detail zu.

Generell gibt es meiner Ansicht nach nur LCHF oder nicht LCHF, dazwischen gibt es erst einmal nichts. Das ist für mich vergleichbar wie schwanger oder nicht schwanger, ein wenig schwanger geht nicht, ebenso wie ein wenig tot sein nicht geht. Nur weil jemand nicht bereit ist sich zu 100% auf LCHF einzulassen, kann man LCHF nicht verbiegen, und für jeden passend machen. LCHF bleibt LCHF, da gibt es nichts zu rütteln oder zu interpretieren. Wieviel LCHF jemand nun leben möchte, das kann jeder für sich selbst entscheiden, niemand wird gezwungen, LCHF so wie ich zu 100% zu leben. Meint nun jemand, er lebt nur 70% LCHF ist das ja völlig in Ordnung. Nur sollte man dann so fair sein und sagen, ich lebe nur teilweise LCHF, und nicht behaupten das sei LCHF in Reinkultur. Die Regeln von LCHF verändern sich dadurch nämlich nicht, nur weil jemand sich nicht ganz darauf einlassen will.
LCHF besteht ausschließlich aus frischen, natürlichen Lebensmitteln. Dies ist nun einmal eine Tatsache. Fertigprodukte gehören definitiv nicht zu LCHF, erst recht nicht, wenn Zusatzstoffe, Geschmacksverstärker oder Süßstoffe enthalten sind. Natürlich hat jeder die Freiheit, Fertigprodukte zu verwenden, aus welchem Grund auch immer. Aber dadurch werden diese Produkte dann nicht LCHF konform, sondern der Betreffende lässt sich halt nur zu 60% oder 70% auf LCHF ein. Man kann nicht LCHF verbiegen und die Regeln aufweichen, nur weil manche nicht bereit sind, sich auf richtiges LCHF einzulassen.
Die Regeln von LCHF haben ja ihren Sinn. Nicht ohne Grund besteht LCHF ausschließlich aus frischen und naturbelassenen Lebensmittel. Nicht ohne Grund gehören Zucker, Süßstoffe und Geschmacksverstärker nicht zu LCHF. Und auf KH zu verzichten hat auch einen tieferen Sinn, gerade wenn man abnehmen möchte!

Falsch ist daher meiner Ansicht nach die Meinung, es gäbe für jeden ein maßgeschneidertes LCHF. Es gibt nur ein LCHF, und diese Regeln gelten für alle!

Richtig ist, dass jeder soviel LCHF leben kann, wie er es für sich persönlich umsetzen möchte. Wem 100% zu heftig sind (aus welchem Grund auch immer), der lebt halt nur soviel, wie er für richtig hält.

LCHF wird ja derzeit  leider (noch) überwiegend als Mittel zum Abnehmen gesehen, eher als Diät verstanden, als denn als Ernährungsweise. Aber gerade wenn man abnehmen möchte, dann gelten ein wenig andere Regeln, als wenn man LCHF lediglich als gesunde Ernährung lebt. Wer z.B. kein Übergewicht hat und noch dazu Sport treibt, der kann durchaus mit den KH etwas großzügiger sein als jemand, der 50 kg oder mehr abnehmen möchte. Daher ist richtig, dass jeder individuell entscheidet, wieviel LCHF er leben möchte. Die Regeln von LCHF werden deshalb aber nicht verändert oder aufgeweicht.

Warum lebe ich 100% LCHF?
Nun, das hat mehrere Gründe und ist nicht mit einem Satz erklärt. Als ich mit LCHF begonnen habe, war es für mich auch ein Mittel zum Zeck! Auch ich habe am Anfang gedacht, ich könne mir LCHF so zurechtlegen, wie es mir in den Kram passt. Doch da wurde ich sehr schnell eines besseren belehrt, denn es hat nicht funktioniert. Erst als ich LCHF zu 100% umgesetzt habe, kam bei mir der Erfolg! Glaubt bloß nicht, dass nicht auch ich zwischendurch versucht habe zu schummeln, die Erfahrungen habe ich auch gemacht. Nur habe ich immer wieder festgestellt, dass es keinen Sinn macht, weil es einfach nicht funktioniert hat, und mich nicht weitergebracht hat.
Es hat auch bei mir eine ganze Weile gedauert, bis ich mir eingestehen musste, dass ich Zuckersüchtig bin. Und es hat auch bei mir eine Weile gebraucht bis ich gemerkt und eingesehen habe, dass ich auch von jeglichen Süßstoffen die Finger lassen muss, wenn ich langfristigen und dauerhaften Erfolg haben will. Als ich das selbst erfahren hatte, habe ich verstanden, dass Zucker und jegliche Ersatzstoffe nicht gut für mich sind. Ich habe verstanden, dass mich diese Dinge dahin gebracht haben, wo ich war, und mir wurde klar, dass ich nur eine Chance hatte, wenn ich wie ein trockener Alkoholiker einen großen Bogen um den Alkohol machen muss, so muss ich in Zukunft einen großen Bogen um alles Süße machen. Und erst da habe ich verstanden, warum nicht nur Zucker nicht zu LCHF gehört, sondern auch alle Ersatzstoffe und Süßstoffe. Mir wurde klar, dass diese Dinge nicht zu LCHF gehören, weil sie nicht gut für mich sind, nicht gut für die Abnahme und nicht gut für die Gesundheit. Seitdem lasse ich jegliche Süßstoffe weg, sie gehören nicht mehr zu meiner Ernährung (und auch definitiv nicht zu LCHF!).
Ähnlich erging es mir mit den Kohlehydraten. 30 g KH pro Tag hat bei mir nicht funktioniert, erst unter 20 g begann ich überhaupt abzunehmen. Richtig funktioniert hat die Abnahme bei mir erst mit 10 g KH pro Tag oder weniger. Nun wird oft so getan, als sei das ein Problem, unter 10 g KH pro Tag zu bleiben, das finde ich nicht. Irgendwann habe ich aufgehört, über KH-reiche Lebensmittel nachzudenken, und habe mich auf die Lebensmittel konzentriert, die wenige oder keine KH haben. Davon gibt es reichlich, warum sollte ich da meine Zeit mit Dingen vergeuden die nicht gut für mich sind? Das machte überhaupt keinen Sinn, also habe ich es gelassen. Und auch hier hat sich gezeigt und bestätigt, warum die LCHF Regeln so sind wie sie sind, und nicht anders.
Kurz und gut: Ich lebe 100% weil es gut für mich ist, es funktioniert, mich zum Erfolg gebracht hat und ich mich damit rundherum wohl fühle. Für mich wäre mein Erfolg mit 60 oder 80% LCHF und / oder ständigen Ausnahmen nicht möglich gewesen, das kann ich aus eigener Erfahrung mit Sicherheit sagen. Daher werde ich auch bei 100% bleiben. Vor allen Dingen kann ich auch eines mit Gewissheit sagen: Geschmack braucht keine Kohlenhydrate und erst recht keine Geschmacksverstärker oder Süßstoffe.

Wieviel LCHF jemand nun leben will, kann jeder für sich selbst entscheiden. Diejenigen die abnehmen wollen, können die Richtigkeit ihres Tuns dabei täglich auf der Waage beobachten. Die Waage war für mich ein sehr wichtiges Instrument, hat sie mir doch gezeigt, wenn irgend etwas falsch lief. So war ich immer über Fehler informiert, und konnte eingreifen.

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Schnäpschen am Morgen …

Leute, Leute, manchmal kann ich nur mit dem Kopf schütteln, welch tolle Ratschläge man so im Netz findet!
Da fragt ein Anfänger, was er morgens essen soll, und betont ausdrücklich ein Süßjunky zu sein. Wenn dann der Ratschlag kommt, Versuche es mit Quark mit Kakao und Kokosraspeln, oder Quark mit Beeren und Sahne oder Walnüssen, dann fehlt mir langsam jegliches Verständnis! Das ist in etwa so, als wenn ich einem Alkoholiker rate, den Tag morgens mit ein oder zwei Schnäpschen zu beginnen, dann wird der Tag bestimmt super.

Wenn ich mir morgens als erstes den Süßkram oder KH einverleiben würde, könnte ich den Tag vergessen, dann hätte ich 2 Stunden später schon wieder KH Hunger. Bei mir funktioniert das am besten, wenn ich morgens die KH so flach als möglich halte, am besten ganz weg lasse! Und da gibt es genügend, was man essen kann. Wer morgens früh nicht viel Zeit hat, weil er zur Arbeit muss, der kann ganz locker am Abend vorher etwas vorbereiten, so dass er morgends nur noch essen muss. Warum nur wird Anfängern immer das geraten, was sie besser bleiben lassen sollten, gerade wenn sie noch ausdrücklich betonen Zuchersüchtig zu sein? Wer seine Zuckersucht besiegen möchte, der sollte den Zucker und alles was damit zusammenhängt meiden, wie der Teufel das Weihwasser, sonst wird das nichts, und erst recht nicht langfristig. Zucker, jegliche Süßstoffe und auch Geschmacksverstärker gehören aus gutem Grund nicht zu einer Ernährung nach LCHF, wer das nicht akzeptieren kann, ist bei LCHF ebenso falsch wie diejenigen, die glauben ohne Fertigprodukte nicht auskommen zu können.

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Brühe und Soßen selbst gemacht!

Einer der elementaren Bestandteile von LCHF ist die Tatsache, dass ausschließlich frische, natürliche Lebensmittel verwendet werden. Das hat seinen Sinn, und ist auch aus meiner persönlichen Erfahrung das beste, was man tun kann. Es gilt, industriell verarbeitete Lebensmittel zu vermeiden und das hat seinen guten Grund! In diesen Produkten sind Geschmacksverstärker und Zusatzstoffe enthalten, sehr oft auch Zucker und Süßstoffe in nicht unerheblicher Menge. Alle diese Stoffe haben bei einer natürlichen und gesunden Ernährung nichts zu suchen. Hinzu kommt, dass sie mitverantwortlich sind für Übergewicht und Zivilisationskrankheiten.

Gerade bei Suppen, Brühen und Soßen gibt es nichts auf dem Markt, was frei von Geschmacksverstärkern und Zusatzstoffen wäre, mit einer mir bekannten Ausnahme: Liebig Fleischextrakt, da ist außer frischem Rindfleisch nichts drin. Alles andere hat mit LCHF nichts, aber auch gar nichts zu tun. Wer sich gesund ernähren möchte, dem bleibt nichts anderes übrig, als Soßen Brühen und Fonds selbst herzustellen. Das ist jedoch weder ein Hexenwerk, noch benötigt es viel Zeit oder Aufwand. Gestern habe ich z.B. ein Huhn mitgebracht. Ab in den Topf damit, kaltes Wasser drauf, Zwiebel, Suppengemüse dazu und noch ein Lorbeerblatt, fertig. Das hat keine 5 Minuten gedauert. Nach 2 Stunden das Huhn raus genommen, die Brühe passiert, hat wieder 2 Minuten gedauert. Wenn ich also großzügig rechne, dann komme ich auf etwa 10 Minuten, die mich das gekostet hat. Mehr Zeit und Aufwand kostet es auch nicht, wenn ich eine Fleischbrühe herstelle, einen Fischfond oder eine Grandjus. Und mit so wenig Aufwand habe ich die Grundlage für gesunde und leckere Suppen, Eintöpfe und Soßen.

Ebenso verhält es sich mit anderen Grundsoßen wie z.B. Mayonnaise oder Hollandaise: Fertigprodukte haben nichts mit einer gesunden Ernährung und LCHF zu tun. Wer nicht bereit ist, seine Mayonnaise selbst zu machen, der sollte drüber nachdenken, ob LCHF die richtige Ernährungsform ist. Sich einerseits gesund ernähren wollen, aber nicht bereit sein, auch nur ein Minimum dafür zu tun, passt nicht zusammen. Sicher kann jeder tun und lassen was er will, aber entweder will man sich gesund ernähren, oder man lässt es.

Fatal sind in meinen Augen Aussagen, wie ich sie gerade erst kürzlich in einem Forum gelesen habe!

@Zitat:

… wenn einer gerne mal die leckerste Ernährungsumstellung der Welt machen möchte und dann sieht, dass man erst mal irgendne Brühe selbst kochen „muss“, damit man sich auch fein ernährt… ja mei, wie viele schreckt das ab??

Wen bitte soll das abschrecken? Es ist eine Tatsache, dass ausschließlich frische und natürliche Lebensmittel verwendet werden, und ich finde, dass man den Menschen, die sich gesund ernähren möchten, das auch sagen sollte. Diejenigen, die das abschreckt, für die ist vermutlich LCHF die falsche Ernährungsform. Man kann nicht duschen ohne nass zu werden, und wer sich wirklich gesund ernähren möchte, der sollte auch bereit sein, das notwendige zu tun, und wer abnehmen möchte sollte erst Recht bereit sein, das dafür notwendige zu tun, denn anders funktioniert es nicht.

Fatal ist, dass diese Aussage nicht von einem Neuling oder Einsteiger kommt, sondern von einer Moderatorin, von der Anfänger natürlich denken, sie weiß was sie schreibt. Nur kann ich aus meiner eigenen Erfahrung sagen, dass wer solche Sätze schreibt, weder LCHF und dessen Sinn selbst richtig verstanden hat, noch Anfängern damit hilft, indem er sie gleich zu Anfang auf einen falschen Weg schickt. Besonders fatal sind solche Aussagen natürlich für die Leute, die größere Mengen an Gewicht abbauen wollen. Derart falsch informiert, haben sie langfristig wenig Chancen, zur wirklichem LCHF zu finden, und haben wenig Chancen dauerhaft schlank zu werden und auch zu bleiben.

Gewicht abbauen mit LCHF kann sehr einfach sein, wenn man sich an die Regeln hält, denn diese Regeln führen dazu, dass es funktioniert. Mit gekörnter Brühe und sonstigen Fertigprodukten wird es sehr schwer, ebenso wie mit Schokokuchen, Quarkbrot und Mandelmus. Abgesehen dass auch diese Dinge nichts mit LCHF zu tun haben, sind es nicht nur wahre Abnehmbremsen, sondern sie beinhalten auch den Rückfahrschein zurück in alte Muster. Neulich hat jemand geschrieben, mein LCHF wäre ihm zu heftig. Dazu kann ich sagen, dass ich diese Aussage sogar sehr gut verstehen und nachvollziehen kann. Ich gebe gerne zu, dass vor 2 Jahren ich ähnlich gedacht habe, und mir das, was ich heute mit Begeisterung und Erfolg praktiziere auch zu heftig erschienen wäre. Doch heute weiß ich, dass mein Erfolg anders nicht möglich gewesen wäre. Und heute ist es nicht einmal mehr heftig für mich, ganz im Gegenteil.

Deshalb erlaube ich mir an alle diejenigen, die meinen, mein persönliches LCHF sei zu heftig, einmal eine Frage zu stellen:

Sind euch meine 53 kg Abwurf auch zu heftig?

Aus meiner Sicht ist mein LCHF überhaupt nicht heftig, denn ich tue lediglich das, was LCHF ausmacht, nicht mehr und nicht weniger: Ich verwende frische, natürliche Lebensmittel, und lasse einfach das weg, was nicht zu LCHF gehört. Ansonsten tue ich das, was man tun sollte, wenn man abnehmen möchte: Ich halte die KH extrem flach, denn anders funktioniert es bei mir nicht. Und da sind wir wieder bei meinem Leitsatz:

Ich lasse weg, was nicht gut für mich ist, und konzentriere mich auf das, was gut für mich ist, so einfach ist das.

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LCHF Buch international …

Soeben erfahre ich vom Verlag, dass das LCHF Buch „Schlank & gesund durch mehr Fett“ nun auch international lieferbar und verfügbar ist.

So kann das Buch nun auch in den USA, Kanada, Großbritannien etc. bestellt werden.

In den nächsten Tagen wird auch die Ebook Version verfügbar sein.

 

 

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Countdown läuft …

Also ich denke, nun beginnt doch der Countdown zu ticken …

Nachdem die Waage heute morgen freundliche 80,9 Kg anzeigte, fehlen nur noch lächerliche 900 g bis ich über die Ziellinie rausche. Man muss sich das mal auf der Zunge zergehen lassen: neun hundert Gramm!

In den letzten Wochen hatte ich mich mal wieder ein wenig selbst ausgebremst, indem ich etwas großzügig mit Zwiebel, Gemüse und Knoblauch umgegangen bin. Auch Sahne und Creme Double habe ich reichlich verwendet. Ergebnis war klar, es hat die Abnahme verlangsamt. Nun, wenn man schon über 50 Kg weg hat, dann sieht man das nicht mehr so verbissen, und auf eine Woche mehr oder weniger kommt es doch nicht an. Denkste! Mit der Einstellung gehen die Wochen dahin, so schnell kann man nicht schauen.

Daher habe ich nun beschlossen, das Dingens endlich zum Ende zu bringen. Der Countdown läuft also …

 

 

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Fast hätte ich es übersehen …

Mehr durch Zufall habe ich nun bemerkt, dass ich nun wieder einen BMI von glatten 25 habe, und somit wieder Normalgewicht erreicht habe! Auf den BMI gebe ich zwar nicht viel, aber es ist doch schön zu wissen.

Mittlerweile bin ich aber tatsächlich soweit, dass ich mich nicht mehr dick oder  übergewichtig fühle. Sicher, da ist noch ein wenig Bauchspeck, und ein paar Kilos will ich noch abbauen, aber das ist jetzt schon eher als kosmetische Retusche zu bezeichnen. Die Jahreszeit passt zwar gerade nicht, aber es kommt mir gerade vor, als wenn ich nach dem Winter noch was für die Badesaison tun muss!

Der größte Teil ist geschafft, doch der Weg ist das Ziel. Nun bin ich nur gespannt wie eine Armbrust, wann ich die U80 verkünden kann, denn lange kann es nicht mehr dauern. Drückt mir die Daumen, dass ich nicht zu lange warten muss …

 

 

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Eine Zentnerlast ist von mir abgefallen …

Auch wenn sich die letzten Gramm gezogen haben wie Kaugummi, nun ist im wahrsten Sinne des Wortes eine Zentnerlast von mir abgefallen! Das Grinsen bekomme ich heute gar nicht mehr aus dem Gesicht.

Mein aktueller Gewichtsverlust beträgt freundliche:

aktuelle-abnahme

 

 

 

 

 

 

Meine Güte, wie lange habe ich auf die 5 voran gewartet, nun ist es soweit! Ich könnte die ganze Welt umarmen, im Dreieck springen, Bäume ausreißen …… Aber nun werde ich mir erst mal den Rasenmäher krallen und im Garten verschwinden. Aber anschließend wird was leckeres gekocht.

Irgendwie kann ich es noch nicht richtig glauben, aber es ist Realität. Haltet mich ruhig für verrückt, ich weiß ja, es ist nur eine Zahl, aber es ist eine schöne Zahl, wenn endlich die 5 zu sehen ist.

Heute ist mein persönlicher FEIERTAG, jawoll !!!

Aber trotzdem geh ich jetzt den Rasen mähen … 😉

 

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