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Würzbutter

Es muss nicht immer Kräuterbutter sein!

Kräuterbutter ist ja zu Recht sehr beliebt, doch es muss nicht immer Kräuterbutter sein, oder doch? Es gibt ja unzählige Zutaten, die auch hervorragend in die Butter passen. Ob Sardellen, Oliven, Gewürze und sonstige Zutaten, der Phantasie sind da recht wenig Grenzen gesetzt. Eigentlich wollte ich gestern lediglich eine Kräuterbutter machen, doch dann habe ich einfach noch ein paar Zutaten mehr hinein getan und fertig war die Würzbutter.

Da bei uns der Verbrauch recht hoch ist, habe ich dieses mal gleich ein ganzes Kilo gemacht, damit auch etwas übrig bleibt für in den Gefrierschrank. Dieses Jahr musste ich ja nach dem Umzug einen neuen Kräutergarten anlegen. Dieser hat sich prächtig entwickelt und wir haben frische Kräuter satt, da brauche ich nicht sparen und kann reichlich Kräuter in die Butter geben. Diesmal waren es: Petersilie, Dill, Liebstöckel, Thymian, Rosmarin, und Schnittlauch. Dann habe ich eine Schalotte und 3 Zehen Knoblauch hinein getan. Den Knoblauch und die Schalotte habe ich mit dem Mixerstab fein püriert. Dann noch Senf, etwas geriebenen Ingwer, Curry, Paprikapulver, Chilipulver, Zitronensaft, Salz und Pfeffer aus der Mühle.

 

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Ein Teil davon wandert portioniert gleich in den Gefrierschrank, damit ist der Vorrat wieder gesichert. Der Rest wird im Kühlschrank aufbewahrt, alt wird die Butter bei uns nicht.

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Burger de Luxe

Burger de Luxe

Dieses labberige Brötchen um einen Burger dient ja lediglich dazu, dass man ihn in die Hand nehmen kann. Allerdings ist ja an diesen Brötchen nicht wirklich Geschmack dran, so dass es kein Verlust ist, sie einfach wegzulassen. Der wesentliche Bestandteil des Burgers ist ja das Hacksteak aus Rindfleisch. Wobei im Gegensatz zur Frikadelle das Hackfleisch lediglich gepresst wird und dann auf dem Grill oder in der Pfanne gebraten. Da kommen weder Gewürze noch sonstwas rein, nach dem Braten wird mit Salz und Pfeffer gewürzt. Bei den weiteren Zutaten ist man dann sehr flexibel, es muss nicht immer nur Zwiebel, Gurke und Mayo sein, hier sind der Phantasie keine Grenzen gesetzt.

So habe ich hier einmal ein paar frische Champignons, genommen, geschälte und entkernte Tomate, knusprig gebratenen Zwiebelringe. Dazu noch etwas Schnittlauch und als Krönung eine Sauce Bernaise drüber gegeben.

Nun auf ein paar Salatblättern anrichten und fertig ist der Burger! Diese Kombination schmeckt einfach klasse, Rindfleisch und Sauce Bernaise passen ja hervorragend zusammen. Der Burger ist sehr schnell gemacht, preiswert und enthält keine nennenswerten Kohlenhydrate, durch die Bernaise aber ausreichend Fett. Die gezeigte Portion reicht daher auch bei mir völlig aus, dass ich für die nächsten 5 - 6 Stunden (mindestens) satt und zufrieden bin.

Frische Pilze …

Frische Pilze …

Pilze haben gleich mehrere Vorteile: Sie schmecken gut, sind nahezu frei von Kohlenhydraten (zumindest die meisten) und man kann sie auf vielfältige Art und Weise verwenden. Da sollte man doch meinen bei einer natürlichen, KH armen Ernährung wie LCHF sie darstellt, seien Pilze einer der Renner schlechthin. Doch hat man eher Glück wenn sie in der Szene einmal Erwähnung finden. Allerdings ist das nicht nur mit den Pilzen so, auch viele andere Lebensmittel finden doch relativ weniger Beachtung als man meinen sollte.

Es gibt sehr wenige Gerichte, zu denen Pilze nicht passen. Ob Fleisch oder Fisch, Salate oder Wild, selbst zu Suppen kann man sie verarbeiten. Oder einfach pur als Pilzpfanne, mit ein wenig Speck und frischen Kräutern - einfach nur köstlich. Ob in der Soße verarbeitet oder als Beilage zu / statt Gemüse, Pilze sind immer eine tolle Alternative. Durch den geringen oder teils gar nicht vorhandenen Gehalt an KH auch für Abnehmer bestens geeignet. Heute gibt es in jedem gut sortierten Supermarkt ein reichhaltiges Angebot an Pilzen, da sollte man öfter mal zugreifen. Wer sich mit Pilzen auskennt kann sie in der Saison natürlich auch selbst sammeln.

Am WE habe ich die ersten frischen Pfifferlinge für dieses Jahr ergattern können ...

Wichtigtuer oder Dummschwätzer?

Mehr als lächerlich machen kann man sich nicht …

Das Internet ist eine wahre Fundgrube an Wissen, es gibt kein Thema zu dem man nicht unzählige Ratschläge, Erklärungen und Tipps findet. Einerseits ist das eine tolle Sache, auf der anderen Seite muss das, was man so findet nicht immer richtig sein. Nicht immer entsprechen die Erläuterungen und Erklärungen den Tatsachen und nicht immer kommen die Beiträge von Sachkundigen. Die Fehlerquote ist schon recht hoch, das muss man einfach berücksichtigen, wenn man im Internet nach brauchbaren Informationen sucht.

Kochen und Rezepte machen da keine Ausnahme, auch hier findet man viel Unsinn, Halbwissen und Beschreibungen, die nicht wirklich weiterhelfen. Lustig wird es dann, wenn offensichtlich Ahnungslose diejenigen, die etwas mehr von der Materie verstehen, als Wichtigtuer bezeichnen. So bin ich kürzlich über ein Rezept von Mayonnaise gestolpert, das mich gleich in mehrfacher Hinsicht zum Schmunzeln brachte. Natürlich kann jeder seine Mayonnaise machen wie er möchte, wenn es funktioniert und schmeckt ist das völlig in Ordnung. Wenn aber jemand die Variante mit Eigelb statt Vollei als "Wichtigtuer - Rezept" bezeichnet, dann dokumentiert er / sie auf eindrucksvolle Art und Weise, wie wenig Fachwissen rund ums Kochen vorhanden ist. Da wird dann auch noch einer drauf gesetzt und die Ahnungslosigkeit richtig dokumentiert und auf die Spitze getrieben indem verkündet wird, dass mit ein paar Kräutern die Mayo flugs zur Remoulade wird. Mal abgesehen davon, dass zu einer Remoulade ein wenig mehr gehört als ein paar Kräuter (wie z.B. Gurke, Kapern, Sardellen etc.), ist dies ein klassisches Beispiel wie man mit genügend Ahnungslosigkeit so richtig dumm daherreden kann.

Ob Schnellmayonnaise mit Vollei oder die klassische Variante mit Eigelb, beide Versionen haben ihre Berechtigung und beide Herstellungsarten haben ihre Vorteile. Nun generell zu sagen diese oder jene Variante sei die bessere oder richtigere, ist schlicht und ergreifend falsch. Die Variante mit Eigelb als "Wichtigtuer - Rezept" zu bezeichnen ist jedoch einfach nur dumm (sorry, aber anders kann ich es nicht bezeichnen)! Doch wo liegt nun der Unterschied, wann macht die Variante mit Vollei Sinn und wann ist es besser, die Mayo nur mit Eigelb herzustellen? Dazu muss man sich zunächst einmal die Ergebnisse beider Varianten anschauen. Die Zutaten sind absolut identisch, einmal mit Vollei, einmal mit Eigelb:

1. Mayonnaise mit Vollei
Der Vorteil besteht darin, dass diese Variante etwas schneller und vielleicht (aber wirklich nur vielleicht) auch einfacher herzustellen ist, als die Variante nur mit Eigelb. Auch ist sie sehr schön cremig und hat eine fast weiße Farbe. Je nachdem welches Öl man verwendet, tritt der evtl. Eigengeschmack des Öles ein wenig mehr in den Hintergrund, als wenn man nur Eigelb verwendet. Das kann z.B. dann wichtig sein, wenn man ein Ölivenöl verwendet.
Wo Vorteile sind, findet sich meist auch ein Nachteil. Die Konsistenz ist hier das Problem, bzw. kann es sein. Durch den im Vergleich zum Eigelb doch sehr hohen Anteil an Eiweiß, hat die Mayo eine nicht ganz so stabile und feste Konsistenz als dies bei der Eigelb Variante der Fall ist. Verarbeitet man die Mayo nun weiter zu einer Soße, bei der noch Flüssigkeit benötigt wird, wird die gewünschte Soße sehr schnell zu dünn. Der fertige Dip oder die fertige Soße hat dann nicht die eigentlich gewünschte Konsistenz. Oft wird das dann eine zu "wässrige" Angelegenheit, was so nicht gewünscht ist.

2. Mayonnaise mit Eigelb
Hier ist der Vorteil ganz klar die kräftigere Konsistenz, was bei der weiteren Verarbeitung ganz klar von Vorteil ist. Es bieten sich mehr Möglichkeiten mit flüssigen Zutaten oder Zutaten die viel Wasser bzw. Feuchtigkeit enthalten als dies bei der Vollei Mayo der Fall ist. Nachteil ist die geringfügig schwierigere Herstellung, allerdings ist das nur am Anfang so. Wenn man einmal ein wenig Übung mit der Mayonnaise hat, geht auch diese Variante schnell und einfach von der Hand. Doch der Vorteil der Volleivariante (dass ein Eigengeschmack des verwendeten Öles nicht so durchschlägt), muss hier nicht unbedingt ein Nachteil sein. Nimmt man ein Öl, dessen Eigengeschmack im Endprodukt erwünscht ist, kann dies in dieser Variante eher oder auch als Vorteil verbucht werden.

Wir sehen also, das angestrebte Endprodukt ist maßgeblich dafür welche Variante letztlich die sinnvollere ist. Hier haben beide Varianten nun einmal andere Eigenschaften, die man sich bei der weiteren Verarbeitung zunutze macht. Will man lediglich eine leckere Mayonnaise als Endprodukt haben, ist es eine Frage des persönlichen Geschmacks, welcher Variante man letztlich den Vorzug gibt. Man sollte einfach beide ausprobieren und findet so sehr schnell heraus, welche man lieber mag. Geschmäcker sind verschieden, da entscheidet die persönliche Vorliebe.

Die eben angesprochene Remoulade ist übrigens ein schönes Beispiel für die weitere Verarbeitung der Mayonnaise und auch um deutlich zu machen, warum hier die Eigelb Variante vorzuziehen ist. Wirft man lediglich ein paar Kräuter in die Mayo und meint, dies sei eine Remoulade, dann macht es freilich keinen Unterschied. Doch das hat dann auch nichts mit einer Remoulade zu tun, sondern ist lediglich eine Kräuter Mayonnaise bzw. eine Mayonnaise mit Kräutern. Neben frischen, gehackten Kräutern gehören in eine Remoulade auch fein gehackte Gewürzgurken, Kapern, Sardellen sowie etwas Essig und / oder Zitronensaft. Und da sind wir beim Thema: Essig und Zitronensaft sind Flüssigkeiten, die die Konsistenz verdünnen. Gewürzgurke und Kapern beinhalten viel Flüssigkeit, auch das verändert die Konsistenz.

Ein anderes Beispiel wäre die klassische Cocktailsoße, auch hier hat es Zutaten die die Konsistenz beeinflussen bzw. verändern, wie Cognac, Zitronen- oder Orangensaft, oder auch Meerrettich und flüssige Sahne. Auch bei dieser Soße greife ich auf jeden Fall zur Vollei Variante weil die Soße sonst zu dünn wird.

Beim Kochen hat man sehr viele Freiheiten und viele Wege führen nach Rom. Über Geschmack lässt sich ebenso wenig diskutieren wie über Anspruch. Doch es hat gute Gründe, warum gewisse Grundtechniken in der Zubereitung nun einmal so sind wie sie sind. Wer nun solche Grundtechniken, die die Basis des Kochens darstellen als "Wichtigtuer - Rezepte" abtut dokumentiert damit nicht nur, wie wenig er oder sie vom Kochen versteht, sondern löst allgemeine Erheiterung bei denen aus, die ein wenig tiefer in der Materie zuhause sind. Man hat sich mit zuviel Halbwissen schnell mal ein Eigentor geschossen, Punkte sammeln kann man mit solchen Sprüchen nämlich nur bei denen, die noch weniger Ahnung von der Sache haben als man selbst! Es ist immer wieder verwunderlich, warum man nicht einfach die Klappe hält, wenn man keine Ahnung hat oder nur ein wenig Halbwissen. Aber nein, da werden rechtschaffend die beleidigt die es richtig machen, und das nur um sein eigenes Unvermögen und Unwissenheit unter den Teppich zu kehren. Dabei merkt man nicht einmal, dass der Schuss permanent nach hinten los geht. Aber Hauptsache man hat klug daher geredet ...

Schneller Auflauf aus der Mikrowelle

Schneller Auflauf aus der Mikrowelle

Man liest ja sehr oft, dass angeblich keine Zeit bleibt, um eine frische, leckere Mahlzeit zuzubereiten. Dann wird auf Fertigprodukte, gekörnte Brühe und sonstige Hilfsmittel zurückgegriffen die kein Mensch braucht und die auch in einer natürlichen Ernährungsweise absolut nichts verloren haben. Mit frischen Lebensmitteln und Zutaten kochen kostet nicht mehr Zeit, wenn man sich richtig organisiert. Sicher gibt es Momente in denen man wenig Zeit hat, doch mit der entsprechenden Vorbereitung ist das überhaupt kein Problem. Da kann sogar die Mikrowelle sehr hilfreich sein, obwohl sich die Mikrowelle zum richtigen Kochen wenig eignet.

Neulich hatte ich den Gemüseauflauf mit Hackfleischsoße vorgestellt. Die Hackfleischsoße mache ich immer etwas auf Vorrat, habe also entweder im Kühlschrank oder im Gefrierschrank immer etwas zur Hand. Gemüse ist bei uns auch immer vorbereitet (blanchiert) im Kühlschrank verfügbar. Wer mag, kann hier auch naturbelassenes Gemüse aus der Tiefkühltruhe verwenden, obwohl dies sicher nicht ganz optimal ist.

Ist man derart "gerüstet" und vorbereitet, dann ist ein leckerer Auflauf eine Angelegenheit von nicht einmal 5 Minuten.

Gemüse

Frisches Gemüse nach Wahl. Hier habe ich Blumenkohl, Broccoli, Kirschtomaten und Fenchel verwendet. Dazu frische Kräuter, in dem Fall reichlich Dill.

Käse

Hier wurden 2 Käsesorten verwendet: Mozzarrella und Gouda. Der Gauda ist frisch gerieben, verwendet habe ich mittelalten Gouda.

Hackfleischsoße

Die Hackfleischsoße lässt sich gut vorbereiten. Man kann sie mehrere Tage im Kühlschrank aufbewahren, oder aber auch Portionsweise einfrieren.

Das Gemüse und den Mozzarella kleinschneiden und zusammen mit den Kräutern in eine Schüssel geben. Das Gemüse würze ich leicht mit Meersalz und Pfeffer aus der Mühle.

Nun die Hackfleischsoße drüber und einen EL Creme double oben drauf. Einen kleinen Schuss flüssige Sahne gebe ich auch noch dazu.

Zum Schluss noch den geriebenen Käse drüber, und schon ist das Ganze fertig für in die Mikrowelle.

Nach 3 - 5 Minuten in der Mikrowelle sieht es dann so aus. Sogar eine leichte Bräunung vom Käse ist in der Mikrowelle möglich. Schneller kann man eine leckere Mahlzeit wirklich nicht zubereiten.

Bleibt nur noch nett anrichten, ein paar frische Kräuter dazu und man hat eine frische, schmackhafte Mahlzeit. Auch als Frühstück eignet sich ein solcher Auflauf hervorragend, gerade wenn es Morgens schnell gehen muss, weil man mal wieder zu spät aufgestanden ist.

Die ganze Angelegenheit dauert keine 10 Minuten und schmeckt einfach köstlich. Hier wird deutlich, dass man auch wenn es sehr schnell gehen muss, keinerlei Fertigprodukte benötigt. Auch die Vorbereitung benötigt nur wenige Minuten einmal oder zweimal in der Woche. Zeit hat man nicht, Zeit nimmt man sich, das ist alles eine Frage der Priorität. Um sich mit frischen, natürlichen Lebensmitteln und Zutaten zu ernähren benötigt man nicht nennenswert mehr Zeit, als mit Fertigprodukten auch.

Der Zeitfaktor ist lediglich eine Ausrede, sachlich begründet ist das in keinster Weise. Sicher muss man bei einer natürlichen Ernährung etwas anders arbeiten und sich anders organisieren als wenn man sich von Fertigprodukten ernährt, aber merklich mehr Zeit kostet es absolut nicht. Wer etwas anderes behauptet hat schlicht und ergreifend keine Ahnung, wie man mit frischen Lebensmitteln und Zutaten richtig umgeht. Dieses Gericht ist nur ein Beispiel von vielen, es gibt da unzählige Möglichkeiten, wenn es wirklich schnell gehen muss. Dies gilt auch für anspruchsvollere Mahlzeiten, als ein einfacher Auflauf.

Übrigens kann man diesen Auflauf auch in der Schüssel mit ins Geschäft nehmen, wenn man dort eine Mikrowelle zur Verfügung hat (was ja sehr oft der Fall ist). Dann hat man auch in der Mittagspause ein tolles Essen in nicht mal 5 Minuten.

Riesen Schweinerei

Riesen Schweinerei – so einfach und vielfältig kann einfaches Schweinefleisch sein!

Wer sich ausschließlich mit natürlichen Lebensmitteln und Zutaten ernährt muss weder auf Geschmack, noch auf Vielfalt und Abwechslung verzichten. Das Angebot an Lebensmitteln ist nicht nur reichhaltig und vielfältig. Heute wird anscheinend vergessen, dass noch vor 100 Jahren die Menschen nichts anderes hatten als natürliche und frische Lebensmittel. Schaut man nun zurück, dann kann man nicht behaupten dass die Menschen damals schlechter gegessen haben als heute, ganz im Gegenteil. Doch eines haben sie damals mit Sicherheit: Sich wesentlich gesünder ernährt als wir das heute tun.

Wenn man einmal wie ich zu natürlichen Lebensmitteln zurück gefunden hat stellt man fest, dass man all die Fertigprodukte absolut nicht braucht und auch in keinster Weise vermisst, schon gar nicht in geschmacklicher Hinsicht. Auch benötigt man nicht wesentlich mehr Zeit für die Zubereitung der Mahlzeiten als wenn man auf industriell hergestellte Produkte zurück greift. Dabei sind selbst preiswerte, einfache und schnell zubereitete Gerichte geschmacklich eine ganz andere Dimension als das was aus der Tüte kommt. Hier ein mal ein paar Impressionen von Gerichten die aus einfachem, preiswerten Schweinefleisch zubereitet wurden. Ausschließlich aus natürlichen Zutaten und nach den Regeln von LCHF.

Dies sind nun nur einige wenige Beispiele an Gerichten, die man alleine aus Schweinefleisch herstellen kann. Es gibt aber einen kleinen Endruck, wie unendlich abwechslungsreich man sich mit natürlichen Lebensmitteln ernähren kann und zeigt auch, dass man keinerlei Chemie oder Fertigprodukte benötigt. Auch bedarf es keiner nennenswerter KH um sich schmackhaft und abwechslungsreich zu ernähren.

Was es gar nicht braucht, sind irgendwelche Nachbauten oder Ersatzrezepte. Solche Beispiele zeigen auch deutlich, woraus LCHF wirklich besteht, nämlich ganz normalen natürlichen Lebensmitteln. Man lässt einfach bei der Zubereitung der Mahlzeiten das weg, was nicht zur LCHF Philosophie gehört.

Innereien vom Rindvieh

Gestern gab es nun die Innereien vom Rindvieh. Um genau zu sein waren es Herz, Pansen und Lunge. Über die Leber habe ich mich vorgestern schon hergemacht. Ich habe ein einfaches Ragout gemacht, mit Shiitake Pilzen, Kräuterseitling, Paprika und Broccoli. Und natürlich frische Kräuter: Majoran, Thymian, Rosmarin und Schnittlauch.

Wenn Innereien richtig zubereitet werden, sind sie eine wirklich sehr leckere Angelegenheit und werden oft zu Unrecht verschmäht. Hinzu kommt ja auch, dass gerade Innereien sehr reich an Nährstoffen sind.

Rindernieren

Rindernieren sind wie viele Innereien nicht Jedermanns Sache. Dabei sind Innereien sehr gesund und enthalten viele Nährstoffe. Im Laufe der Jahre habe ich oft die Erfahrung gemacht dass Menschen Innereien ablehnen, weil sie einmal schlechte Erfahrungen gemacht haben. Das kann ich sehr gut verstehen, denn gerade bei Innereien ist es sehr wichtig, dass sie richtig zubereitet werden. Dies ist auch bei der Rinderleber der Fall, diese macht hier keine Ausnahme!

Gestern habe ich bei meinem Fleisch Dealer folgende wunderschöne Rinderniere (850 g) ergattert:

Wichtig bei Nieren ist nicht nur dass sie richtig vorbereitet werden, sondern besonders sorgfältig. Nicht nur alles an Fett muss weg, sondern auch die Blutadern. Diese sind zäh wie Leder und werden auch durch Braten oder Schmoren nicht zarter. Man sollte ein geeignetes und vor allem sehr scharfes Messer benutzen, ich nehme für diese Arbeit entweder ein schmales Fleisch Messer, oder ein Ausbein Messer. Obwohl ich weiß wo ich schneiden muss und auch die entsprechende Erfahrung und Übung habe, brauchte ich für diese Niere eine gute halbe Stunde, bis alles was nicht auf den Teller gehört entfernt war. Nun sieht die Niere so aus:

Wenn man nun der Aufwand an Zeit alleine für die Vorbereitung berücksichtigt stellt man fest, dass Nieren nicht unbedingt zu den schnellen Gerichten gehören, zumindest nicht die Rinderniere. Bei Schweinenieren ist es etwas einfacher und braucht weniger Zeit. Jedoch bedarf nicht nur die Vorbereitung einer gewissen Sorgfalt, auch bei der Zubereitung sollte man diese walten lassen. Nieren werden sehr schnell hart und trocken wenn sie nicht richtig oder mit der richtigen Temperatur bzw. zu lange gebraten werden. Hier kann man wirklich viel falsch machen, da wundert es nicht, wenn das gewünschte Ergebnis sich nicht einstellt. Da genügt es schon die falsche Pfanne zu nehmen oder mit der falschen Temperatur zu arbeiten. Doch ein Hexenwerk ist es nicht wenn man ein paar Kleinigkeiten beachtet.

Wie ich die Nieren zubereitet habe, berichte ich euch in einem eigenen Post.

1487 km mit LCHF

Immer wieder wir es zum Thema gemacht: LCHF auf Reisen! Und sehr oft wird auch ein großes Problem daraus gemacht, als sei eine Ernährung nach LCHF etwas derart exotisches, was man nicht überall bekommen könnte. Dabei ist LCHF nichts anderes als frische, natürliche Lebensmittel und Zutaten. Zugegeben, in Fertigprodukten sind in der Regel all die Zusatzstoffe enthalten, die wir bei LCHF nicht haben wollen und ablehnen. Doch dieser Umstand macht es nicht zu einem Problem, wenn man einmal unterwegs ist.

Am letzten Samstag hatten wir einen Termin quasi am anderen Ende der Republik, nahe der polnischen Grenze, Dies bedeutete ein Weg fast 750 km, hin und zurück waren es dann genau 1487 km. Insgesamt waren wir rund 18 Stunden unterwegs, wovon wir die meiste Zeit im Auto verbracht haben. Ernährungstechnisch war das allerdings überhaupt kein Problem! Am Freitag habe ich vorbereitet:

– Frikadellen
– Rindfleischsalat
– Eiersalat
– kalter Braten

Alles in Frische-Boxen verpackt und fertig war der Proviant. Getränke dazu (Kaffee und Mineralwasser) und der Fisch war geputzt. Auch war es kein Problem an Raststätten etwas geeignetes zu finden. Ein gegrilltes Steak gibt es überall und Kräuterbutter ist auch kein Thema. Ich habe mich da bewusst einmal gezielt umgeschaut und festgestellt, dass es absolut kein Problem darstellt geeignete Nahrung zu finden.

Also diese Diskussion kann ich daher nicht wirklich verstehen (konnte ich noch nie). Aufgefallen ist mir in diesem Zusammenhang allerdings, dass meist diejenigen ein Problem daraus machen, die sich zuhause zu 80% mit Fertigprodukten ernähren. Das passt irgendwie nicht zusammen: Man lebt eher Pseudo LCHF und macht einen riesen Aufriss wenn es darum geht was man unterwegs, bei Einladungen oder im Restaurant essen soll. Das kann ich absolut nicht verstehen, wie auch, denn es ist völlig unlogisch.

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Für mich war auswärts essen noch nie ein Problem, von Anfang an nicht. Warum sollte es das auch sein? Wirkliches LCHF besteht aus natürlichen Lebensmittel die man überall bekommen kann. Und für lange Strecken wie an diesem Wochenende gibt es unzählige Möglichkeiten. Ob man nun etwas vorbereitet und mitnimmt, oder unterwegs einkehrt bleibt jedem selbst überlassen. Machbar ist beides, wie bei jeder anderen Ernährungsform auch. Auch wenn die Fertigprodukte nicht geeignet sind gibt es dennoch an jeder Ecke geeignetes „Futter“. Zum Problem wird es nur dann, wenn man eines daraus macht.

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Erinnerungen an alte Zeiten

Mittlerweile habe ich einen Level erreicht, an dem LCHF für mich quasi zum Alltag geworden ist. Ich muss nicht mehr groß nachdenken, es ist sozusagen in Fleisch und Blut über gegangen, ist zur Normalität geworden. Wichtig für mich ist dabei, dass ich nichts vermisse. Derzeit bin ich viel am fotografieren, hauptsächlich im Food Bereich. Da wird allerdings alles fotografiert, nicht nur LCHF konforme Lebensmittel. Zwar verwende ich ausschließlich frische Lebensmittel und Zutaten, aber da kommt auch mal Brot aufs Bild, oder Kartoffeln, Reis oder Nudeln. Merkwürdig dabei ist, dass mich die Dinge überhaupt nicht anmachen.

Heute wurden Erinnerungen an alte Zeiten wach. Ich hatte mir Bratwurst zum fotografieren vorgenommen. Die habe ich früher in Mengen verdrückt und es gab nur wenige Wurstbuden an denen ich vorbeigehen konnte, ohne eine Wurst zu verdrücken (oder zwei).

So sieht so eine leckere Wurst in einem Brötchen aus:

 

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Allerdings hat mir ein halbes Brötchen nicht gereicht, ich habe die lieber mit „ganzem Weck“ gegessen. Und das sah dann so aus:

 

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Von der Sorte habe ich ohne Probleme 2 oder 3 verdrücken können. Auch heute habe ich natürlich die Wurst gegessen, aber nicht das Brötchen. Es hat mich nicht einmal angemacht und ich war nicht wirklich in Versuchung. Ich muss gestehen dass ich mich selbst ein wenig darüber wundere. Am Wochenende habe ich Nudeln gemacht für diverse Fotos, auch die habe ich nicht gegessen. Ich habe keinerlei Verlangen danach, aber das Bewusstsein: Das ist nicht gut für mich – und damit ist das Thema dann auch schon erledigt. Ich denke nicht einmal darüber nach mal eine Ausnahme zu machen, es macht mich überhaupt nicht mehr an.

So können sich die Zeiten ändern …

 

 

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