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Braucht man bei einer natürlichen Ernährungsweise gekörnte Brühe?

Wenn man sich für eine natürliche Ernährungsweise entscheidet sollte man sich auch darüber im klaren sein, was dies in der Praxis und dem Alltag bedeutet: Man sollte sich seine Mahlzeiten auf natürlichen, frischen Lebensmitteln und Zutaten zubereiten. Hört sich sehr einfach an, scheint aber doch unendlich schwer zu sein. Aus welchem Grund wohl werden von vielen (oder sogar den meisten) permanent Fertigprodukte benutzt? Verblüffend ist auch, mit welch fadengründigen Behauptungen Fertigprodukte gerechtfertigt und legitimiert werden (zumindest versucht man dies). Besonders beliebt scheint neben Soßenpulver, Mayo aus der Tube oder Hollandaise aus dem Tetrapack die gekörnte Brühe zu sein.

Die Ausreden sind freilich immer die gleichen, meist sind es Zeitgründe die als Ausreden herhalten müssen. Da wird groß schwadroniert dass es Menschen gibt, die schließlich arbeiten müssten und daher keine Zeit hätten, solche Dinge selbst herzustellen. Daher sei es völlig legitim auf entsprechende Fertigprodukte zurückzugreifen (klar, man kann sich alles schönreden und für jeden Unsinn eine Begründung finden). Richtig ist, dass jeder tun und lassen kann was er will, traurig ist allerdings dass dann immer die, die nicht auf Fertigprodukte zurückgreifen regelrecht beschimpft und beleidigt werden. Da wird einem unterstellt man sei Arbeitslos oder Rentner und hätte einfach zuviel Zeit. Dabei haben derartige unflätige Angriffe in Wirklichkeit nur einen einzigen Hintergrund: Das eigene Unvermögen zu überspielen. Wenn ich persönlich von etwas keine Ahnung habe halte ich zu dem Thema einfach die Klappe, statt diejenigen dumm anzumachen, die wissen wie man es richtig macht und dies auch tun.

Fakt ist, gekörnte Brühe braucht kein Mensch, auch dann nicht, wenn man wirklich wenig Zeit hat. Voraussetzung ist natürlich, dass man weiß, wie man ohne auskommt und zumindest die Grundregeln des Kochens beherrscht. Hat man diese Kenntnisse nicht, sieht es natürlich sehr düster aus. Die ganzen Hilfsmittel, die von der Industrie so angeboten werden braucht kein Mensch und kein Koch der ein wenig Ehre im Leib hat, wird diesen Kram anfassen. Es gibt immer Situationen in denen es recht schnell gehen muss, aber da gibt es dann Möglichkeiten genug, aus frischen und natürlichen Zutaten eine sehr schnelle Mahlzeit zuzubereiten.

Dabei hat man in der Regel, wenn man sich denn wirklich mit natürlichen Lebensmitteln und Zutaten ernährt, Brühen sozusagen als Abfall ausreichend zur Verfügung. Da ich z.B. viel frisches Gemüse verwende, fallen da reichlich Abschnitte beim Putzen an, die fliegen natürlich nicht in die Bio Tonne oder auf den Kompost. Alles was so anfällt, wandert bei mir in einen Topf mit Wasser und wird zur Gemüsebrühe verarbeitet. Genauso fällt regelmäßig mehr Fleisch oder Hühnerbrühe an, als ich verbrauchen kann, selbst dann nicht, wenn ich sie einfriere. Wobei wir schon bei der nächsten Ausrede sind: Es gibt Menschen, die haben keinen Gefrierschrank oder nur ein kleines Tiefkühlfach. Nun, dem kann man sicherlich Abhilfe schaffen, denn ein Gefrierschrank ist eine sehr nützliche Angelegenheit, gerade wenn man sich mit natürlichen Lebensmitteln ernähren möchte. Ein finanzielles Problem kann es nicht sein, denn für Flachbildfernseher, Smartphones neuester Generation oder Laptop ist ebenso Geld vorhanden, wie für allen möglichen anderen Schnickschnak. Auch ein Platzproblem kann es nicht sein, denn es gibt heute Gefrierschränke in allen Größen, die auch in der kleinsten Lücke Platz finden. Es ist wie so oft viel mehr eine Frage des Wollens.

Was den Zeitfaktor angeht bekommt man dann ganz vorwurfsvoll und fast schon verächtlich an den Kopf geworfen, dass eine Gemüsebrühe schließlich 2,5 - 3 Stunden braucht. Das ist erst einmal richtig (bei mir steht sie sogar noch viel länger auf dem Herd), hier ist dann eine entsprechende Planung und Organisation gefragt. Eine Brühe, egal ob Gemüsebrühe, Hühnerbrühe oder Fleischbrühe kann man nicht in 5 Minuten herstellen, das ist so. Hier ist also etwas Vorausplanung angesagt. Lustig ist deshalb auch die Begründung, dass man ja meist nicht soviel Zeit habe, weil eben die Brühe so lange braucht. Auch diese Ausrede ist völliger Unfug. Klar steht die Brühe mehrere Stunden auf dem Herd, doch da muss ich nicht neben dran stehen und aufpassen, dass der Topf nicht vom Herd fällt. Der effektive Zeitaufwand eine Brühe anzusetzen beträgt zwischen 5 und max. 10 Minuten, ebenfalls nochmal 5 Minuten beim Passieren. Wer diese 10 - 15 Minuten nicht aufbringen kann, der sollte lieber einmal über sein Zeitmanagement nachdenken, als dumm und fresch daherzureden. Da werden Stunden am Tag in Internetforen verbracht, massenhaft Beiträge gepostet, jeder Pups in sozialen Netzwerken dokumentiert, aber um eine natürliche Ernährung richtig umzusetzen muss man angeblich arbeitslos oder Rentner sein. Da kann ich mich nur am Kopf kratzen und fragen: gehts noch? Früher haben die Menschen wesentlich mehr arbeiten müssen als heute, dennoch haben sie es auf die Reihe bekommen (bzw. auch müssen), ihre Mahlzeiten aus frischen und natürlichen Zutaten zuzubereiten. Es gab weder Fertigprodukte, noch all diese Hilfsmittel, die man heute zur Verfügung hat. Daher sollten gerade diejenigen, die mit immer neuen Ausreden und Ausflüchten um die Ecke kommen mal darüber nachdenken, ob nicht eigene Defizite die wirkliche Ursache des Problems sind.

Doch auch dann, wenn ich mal keine Brühe zur Hand habe (was auch bei mir vorkommt), brauche ich nicht auf irgendwelche Fertigprodukte zurückzugreifen, es geht auch anders. Wenn ich kein Fahrrad habe, kann ich keine Radtour machen, wenn ich keine Fleischbrühe habe, gibt es eben keinen Eintopf, so einfach ist das. Die Gerichte, bei denen eine Brühe unbedingt erforderlich ist mache ich dann, wenn ich Brühe zur Verfügung habe (oder Zeit und Muße habe eine zu kochen) und nicht dann, wenn gerade keine verfügbar ist und es noch dazu sehr schnell gehen muss.

Gekörnte Brühe, Soßenpulver und all die anderen Hilfsmittel die die Industrie heute anbietet, haben nur 2 Berechtigungen:

1. Wenn man nicht weiß, wie man ohne kocht
2. Wenn man zu bequem (oder sollte man besser sagen zu faul?) ist, um seine Mahlzeiten aus frischen und natürlichen Zutaten zuzubereiten

Weiß man nicht wie es geht ist das keine Schande, man kann es sehr schnell lernen und vor allem heute überall im Internet nachlesen. Unzählige Videos zeigen wie es gemacht wird, und Kochsendungen gibt es wie Sand am Meer, in denen Schritt für Schritt gezeigt und erklärt wird, wie es geht und auch wie einfach das ist.

Ist man allerdings zu bequem sich ausschließlich frischer und natürlicher Lebensmittel zu bedienen, dann sollte man vielleicht ernsthaft darüber nachdenken, ob LCHF oder eine andere Ernährungsweise die auf natürlichen Lebensmitteln basierten wirklich das Richtige ist, statt Tatsachen zu verdrehen, dämliche Behauptungen aufzustellen und diejenigen angreifen, die es richtig umsetzen.

Keiner wird gezwungen und jeder kann tun was er möchte, gar keine Frage. Nur sollten diejenigen, die es nicht richtig umsetzen wollen oder können aufhören mit mehr als unsinnigen Rechtfertigungen und Ausreden die Regeln einer natürlichen Ernährung zu verbiegen wie es denn gerade in den Kram passt. Vor allem wäre es wünschenswert, wenn nicht diejenigen, die es richtig machen wollen auch noch beleidigt und dumm angemacht werden. Wer nicht will, der soll tun was er möchte, aber zum Thema dann einfach nur seine große Klappe halten, das gilt erst recht für diejenigen, die keine Ahnung haben, aber die Raffel so weit aufreißen dass es zieht!

Interessant und unlogisch ist auch, dass bei manchen Dingen nichts gut genug ist, da wird ein riesen Theater gemacht. In der Regel sind dies aber Produkte wie Butter oder Öl, die man fertig im Laden kaufen kann. Da ist zum Beispiel Deutsche Markenbutter nicht gut genug, es muss unbedingt Butter vom Weiderind sei. Klar, kann man so sehen, jedoch ist es dann albern dass immer dann, wenn es an die Bequemlichkeit geht, die liederlichsten Fertigprodukt plötzlich völlig legitim sein soll. Da ist dann Mayo aus der Tube ebenso in Ordnung wie Hollandaise aus dem Tetrapack oder Fleisch und Wurstwaren, die vor Zusatzstoffen und Geschmacksverstärkern nur so strotzen. Spricht man diese Unlogik leise an, bricht ein wahrer Shitstorm vom Allerfeinsten los, da ist sich die Gemeinde der Verweigerer dann völlig einig. Da reicht es schon zu behaupten man benutze ausschließlich natürliche Zutaten um den Zorn der Möchtegern Gesundernährern auf sich zu ziehen.

Nicht falsch verstehen: Jeder kann tun was er will. Wenn jemand den Arsch in der Hose hat zu sagen: Ich schaffe es nicht oder ich kann bzw. will dies oder jenes nicht weglassen oder umsetzen ist das ja völlig in Ordnung. Niemand wird gezwungen die natürliche Ernährung zu 100% umzusetzen. Auch kann man über alles diskutieren. Aber es ist unterste Schublade statt dieser Ehrlichkeit diejenigen anzugreifen und zu beleidigen, die es richtig machen wollen und auch tun. Doch die Zahl derer, die diesen Mumm und dieses Rückgrat haben ist leider ziemlich gering. Da wird lieber diffamiert, gehetzt und beleidigt was das Zeug hält und das nur aus einem einzigen Grund, nämlich um das eigene Versagen und Unvermögen in der Sache unter den Teppich zu kehren. Wer sich erdreistet die heilige Süßstoffkuh zu beleidigen oder festzustellen dass LCHF keine Nachbauten Diät ist, der wird zum Ziel massiver Anfeindungen. Dabei kann natürliche Ernährung nicht nur sehr einfach sein, sondern auch sehr schmackhaft. Und dazu braucht man weder Fertigprodukte, noch Süßstoffe oder all die Hilfsmittel, die die Industrie so anbietet. Da flüchtet man sich dann lieber in Ausreden oder Rechtfertigungen und redet sich das eigene Unvermögen schön indem man diejenigen, die es richtig machen wollen und vor allem auch können, als die Deppen, Dogmatiker oder Hardliner hinstellt. Eigentlich ist das lächerlich und eher zum schmunzeln, doch stört es erheblich die Kommunikation derer, die sich wirklich gesund und natürlich ernähren möchten. Ich denke dass es an der Zeit ist, diesen Möchtegern LCHF-lern mal die Stirn zu bieten und nicht zu jedem Unsinn aus lauter Höflichkeit Ja und Amen zu sagen. Es ist an der Zeit einiges gerade zurücken und den Tatsachen und Fakten ins Auge zu blicken. Es kann nicht sein, dass LCHF in Deutschland zur Nachbauten und Süßstoff Diät verkommt, noch bevor es hier richtig angekommen ist, nur weil einige es nicht auf die Reihe bekommen oder auf die Reihe bekommen wollen.

Wer sich nicht natürlich ernähren möchte oder kann, der soll sich doch bitte eine Ernährungsweise suchen die zu ihm passt und ihm genehm ist, das ist ja überhaupt kein Problem. Aber diese Leute sollten bezüglich natürlicher Ernährung dann auch einfach mal die Klappe halten, denn das dämliche Gelabere nervt einfach nur. Macht und esst was ihr wollt, aber verschont einfach die Welt vor eurem dummen Geschwätz, wenn es um natürliche Ernährung geht und darum, wie man diese umsetzt.

Broccoli in Vanillebutter

Broccoli in Vanillebutter mit gerösteten Mandeln

Broccoli ist ja ein sehr leckeres Gemüse mit einem wunderbaren Eigengeschmack. Da versuche ich den Geschmack des Gemüses zu unterstützen und nicht zu erschlagen. Den Broccoli habe ich zunächst in feine Röschen zerteilt und ihn bissfest blanchiert. Abschrecken in eiskaltem Wasser nicht vergessen.

Nun einfach feine Würfel von Schalotten in Butter anschwitzen, etwas Vanille dazugeben (nur einen Hauch), dann den Broccoli dazugeben und in der Vanillebutter kurz schwenken. Mit etwas Salz, Pfeffer aus der Mühle und ein wenig Zitronensaft (wenige Tropfen genügen). Zum Schluss die Mandelblättchen dazugeben und nochmal kurz mitschwenken.

Absolut schnell und einfach, aber mega köstlich, probiert es einfach mal aus!

Rinderzunge

Rinderzunge in Madeira mit Gemüsen

Rinderzunge wird ja zu den Innereien gezählt und daher von vielen eher mit Argwohn betrachtet. Dabei ist die Zunge eines der schmackhaftesten Fleischstücke am Rind überhaupt. Klar, den Geschmack mag man oder nicht, aber das ist bei allem anderen nicht anders. Ich mag Zunge sehr gerne in allen möglichen Varianten der Zubereitung und da gibt es wirklich reichlich. Zunächst einmal wir die Zunge gekocht, ähnlich wie andere Stücke vom Rind auch. Ich gebe sie in heißes Wasser, Suppengemüse (Sellerie, Karotte, Lauch) dazu, und eine halbierte, geröstete Zwiebel (gibt Geschmack und der Brühe eine schöne Farbe). In dem Fall gebe ich auch etwas grobes Meersalz, ein paar Pfefferkörner und ein Lorbeerblatt dazu.

Nach etwa 2 - 3 Stunden (je nach Größe und Beschaffenheit der Zunge) ist sie gar. Wichtig dabei ist, dass sie nicht sprudelnd wallt, sondern leicht vor sich hinköchelt. Die Zunge sollte schön weich sein, aber nicht verkocht, so dass sie bereits auseinanderfällt. Überprufen kann man den Gargrad ganz einfach mit einer Fleischgabel. Sticht man mit der Gabel in die Zunge und kann sie leicht wieder herausziehen, ist die Zunge gar. Dann nehme ich sie aus der Brühe und gebe sie auf ein Blech. Am besten zieht man die Haut nun gleich ab, solange die Zunge noch richtig heiß ist, denn dann löst sich die Haut ganz leicht. Wartet man zu lange und lässt die Zunge zu weit abkühlen, lässt sich die Haut viel schwerer lösen. Um sich nicht die Finger zu verbrennen nimmt man einfach die Fleischgabel zur Hilfe.

Die Soße ist eine Reduktion aus Madeira, Rotwein, Grandjus, Butter und Gewürzen, sie enthält keinerlei Bindemittel und erreicht ihre Konsistenz durch reduzieren. Die Kräuterseitlinge passen sehr gut zur Zunge. Diese brate ich in etwas Öl an, bis sie etwas Farbe genommen haben. Dann Butter dazu, frische, fein geschnittene oder gehackte Kräuter und mit Salz und Pfeffer aus der Mühle würzen. Ich nehme meist weissen Pfeffer weil ich den für aromatischer halte, aber da gehen die Meinungen auseinander.

An Gemüsen nehme ich nach Lust und Laune was gerade verfügbar ist, hier war es Paprika, Lauch und Broccoli. Das Gemüse wurde lediglich blanchiert, in Butter geschwenkt und mit Salz, Pfeffer aus der Mühle und etwas Zitronensaft abgeschmeckt. Nun noch alles nett anrichten, dann sieht das ganze so aus:

  • Rinderzunge in Madeira
  • Rinderzunge kalt mit Remoulade

Eine Rinderzunge ist ja kein Leichtgewicht, sie werden meist ab 1 kg aufwärts angeboten. Diese hier hatte ca. 1,3 kg. Da bleibt natürlich immer reichlich übrig. Hier kann man nun die Zunge Portionsweise einfrieren und später weiter verwenden. Das passiert bei uns sehr selten, denn Zunge ist bei uns sehr beliebt. Kalt aufgeschnitten in dünnen Scheiben mit Remouladensoße (eignet sich übrigens super auch als Frühstück oder zum mitnehmen ins Büro).

So wie es unzählige Möglichkeiten gibt die Rinderzunge als warmes Gericht zuzubereiten, so gibt es ebenso viele Möglichkeiten die Zunge kalt zu verarbeiten. Besonders gerne mag ich die Zunge in Aspik, quasi als eine Art Sülze. Das werde ich demnächst hier auch einmal vorstellen, finde ich nämlich einfach göttlich!

Probiert es mal aus, Zunge ist sowas von lecker. Aufgrund der KH (3,9 g / 100 g alleine die Zunge plus die KH vom Gemüse) ist das Gericht für Abnehmer nicht unbedingt der Brüller!

Schweinebauch – butterzart und knusprig

Schweinebauch – butterzart und knusprig mit frischen Gemüsen und Rotweinjus

Schweinebauch ist ja eine sehr leckere Angelegenheit, kann aber bei der Zubereitung eine richtige Zicke sein. Er sollte butterzart sein und quasi auf der Zunge zergehen, aber auch eine knusprige Schwarte haben. Knusprig heisst aber nicht zäh wie Juchtenleder, hart wie Granit (so dass es die Zähne schier nicht aushalten) oder gar zu lommelig, denn dann ist das Mundgefühl auch nicht so prickelnd. Hier führen nun verschiedene Wege zum Ziel.

Zunächst schneide ich die Schwarte rautenfömig ein, und zwar recht kleine Rauten. Dann ab damit in einen Topf mit heißem Wasser. Dazu angeröstete Zwiebel, Suppengemüse (Lauch, Karotte, Sellerie), etwas grobes Meersalz, ein paar Pfefferkörner und ein Lorbeerblatt. Nun wird das Teil erst einmal gute 2,5 - 3 Stunden weichgekocht (sollte nicht wallend kochen, sondern lediglich leicht vor sich hinköcheln).

Ist der Bauch richtig schön zart, lege ich ihn mit der Schwarte nach oben auf ein Blech und ab in den Backofen unter den Grill (auf mittlerer Schiene bei Oberhitze). Ab und zu mit Wasser oder noch besser mit Bier einpinseln, bis die Schwarte eine schöne Farbe hat und richtig knusprig ist.

Dazu gab es frische Gemüse (grüner Spargel, Karotte, Broccoli und Zucchini) und eine Rotwein / Kräuterjus.

Das Gemüse habe ich erst blanchiert, dann kurz in Butter geschwenkt und mit Salz, Pfeffer aus der Mühle und etwas Zitronensaft abgeschmeckt. Die Karotten habe ich mit einem TL Honig glasiert. Für die Soße wurde eine Reduktion angesetzt. In feine Würfel geschnittene Schalotten, Knoblauch und Stangensellerie in Butter angeschwitzt und mit Rotwein abgelöscht. Als frische Kräuter habe ich Rosmarin, Thymian und Majoran grob geschnitten mit in die Reduktion gegeben, ebenso ein Stück Butter. Wenn der Rotwein fast verkocht ist mit Grandjus auffüllen und auf die gewünschte Konsistenz reduzieren. Die Soße nun noch durch ein feines Sieb passieren und mit Salz, Pfeffer aus der Mühle und einem Hauch Chilli abschmecken.

Das ganze mit den Gemüsen anrichten und schmecken lassen.

Schneller Auflauf aus der Mikrowelle

Schneller Auflauf aus der Mikrowelle

Man liest ja sehr oft, dass angeblich keine Zeit bleibt, um eine frische, leckere Mahlzeit zuzubereiten. Dann wird auf Fertigprodukte, gekörnte Brühe und sonstige Hilfsmittel zurückgegriffen die kein Mensch braucht und die auch in einer natürlichen Ernährungsweise absolut nichts verloren haben. Mit frischen Lebensmitteln und Zutaten kochen kostet nicht mehr Zeit, wenn man sich richtig organisiert. Sicher gibt es Momente in denen man wenig Zeit hat, doch mit der entsprechenden Vorbereitung ist das überhaupt kein Problem. Da kann sogar die Mikrowelle sehr hilfreich sein, obwohl sich die Mikrowelle zum richtigen Kochen wenig eignet.

Neulich hatte ich den Gemüseauflauf mit Hackfleischsoße vorgestellt. Die Hackfleischsoße mache ich immer etwas auf Vorrat, habe also entweder im Kühlschrank oder im Gefrierschrank immer etwas zur Hand. Gemüse ist bei uns auch immer vorbereitet (blanchiert) im Kühlschrank verfügbar. Wer mag, kann hier auch naturbelassenes Gemüse aus der Tiefkühltruhe verwenden, obwohl dies sicher nicht ganz optimal ist.

Ist man derart "gerüstet" und vorbereitet, dann ist ein leckerer Auflauf eine Angelegenheit von nicht einmal 5 Minuten.

Gemüse

Frisches Gemüse nach Wahl. Hier habe ich Blumenkohl, Broccoli, Kirschtomaten und Fenchel verwendet. Dazu frische Kräuter, in dem Fall reichlich Dill.

Käse

Hier wurden 2 Käsesorten verwendet: Mozzarrella und Gouda. Der Gauda ist frisch gerieben, verwendet habe ich mittelalten Gouda.

Hackfleischsoße

Die Hackfleischsoße lässt sich gut vorbereiten. Man kann sie mehrere Tage im Kühlschrank aufbewahren, oder aber auch Portionsweise einfrieren.

Das Gemüse und den Mozzarella kleinschneiden und zusammen mit den Kräutern in eine Schüssel geben. Das Gemüse würze ich leicht mit Meersalz und Pfeffer aus der Mühle.

Nun die Hackfleischsoße drüber und einen EL Creme double oben drauf. Einen kleinen Schuss flüssige Sahne gebe ich auch noch dazu.

Zum Schluss noch den geriebenen Käse drüber, und schon ist das Ganze fertig für in die Mikrowelle.

Nach 3 - 5 Minuten in der Mikrowelle sieht es dann so aus. Sogar eine leichte Bräunung vom Käse ist in der Mikrowelle möglich. Schneller kann man eine leckere Mahlzeit wirklich nicht zubereiten.

Bleibt nur noch nett anrichten, ein paar frische Kräuter dazu und man hat eine frische, schmackhafte Mahlzeit. Auch als Frühstück eignet sich ein solcher Auflauf hervorragend, gerade wenn es Morgens schnell gehen muss, weil man mal wieder zu spät aufgestanden ist.

Die ganze Angelegenheit dauert keine 10 Minuten und schmeckt einfach köstlich. Hier wird deutlich, dass man auch wenn es sehr schnell gehen muss, keinerlei Fertigprodukte benötigt. Auch die Vorbereitung benötigt nur wenige Minuten einmal oder zweimal in der Woche. Zeit hat man nicht, Zeit nimmt man sich, das ist alles eine Frage der Priorität. Um sich mit frischen, natürlichen Lebensmitteln und Zutaten zu ernähren benötigt man nicht nennenswert mehr Zeit, als mit Fertigprodukten auch.

Der Zeitfaktor ist lediglich eine Ausrede, sachlich begründet ist das in keinster Weise. Sicher muss man bei einer natürlichen Ernährung etwas anders arbeiten und sich anders organisieren als wenn man sich von Fertigprodukten ernährt, aber merklich mehr Zeit kostet es absolut nicht. Wer etwas anderes behauptet hat schlicht und ergreifend keine Ahnung, wie man mit frischen Lebensmitteln und Zutaten richtig umgeht. Dieses Gericht ist nur ein Beispiel von vielen, es gibt da unzählige Möglichkeiten, wenn es wirklich schnell gehen muss. Dies gilt auch für anspruchsvollere Mahlzeiten, als ein einfacher Auflauf.

Übrigens kann man diesen Auflauf auch in der Schüssel mit ins Geschäft nehmen, wenn man dort eine Mikrowelle zur Verfügung hat (was ja sehr oft der Fall ist). Dann hat man auch in der Mittagspause ein tolles Essen in nicht mal 5 Minuten.

Grüner Spargel mit zerlassener Butter

Grüner Spargel mit zerlassener Butter und gerösteten Pinienkernen

Wenn wir schon beim Spargel sind, hier noch eine ganz einfache und schnelle Variante: Grüner Spargel mit zerlassener Butter. Dazu ein paar geröstete Pinienkerne. Spargel und Butter ist nicht umsonst ein Klassiker, der Genuss spricht für sich. Wer möchte kann natürlich etwas Schinken oder auch ein kleines Steak dazu essen, doch wirklich nötig ist das nicht unbedingt. Das ganze nett anrichten (das Auge isst ja bekanntlich mit) und als letzten Kick noch ein wenig Kräuteröl.

Auch sehr lecker ist es natürlich, wenn man noch etwas Hollandaise dazu macht. Ich bin nicht nur ein Fan der Hollandaise, ich finde auch die Kombination Spargel und Hollandaise genial, auch hier braucht man nicht lange überlegen, warum auch das ein Klassiker ist.

Oft sind es die ganz einfachen Ding, die geschmacklich einfach zum niederknien sind.

Spargelcremesuppe

Spargelcremesuppe

Wenn man Spargel kocht, hat man gleichzeitig einen Spargelfond. Den wegzuschütten wäre eine Verschwendung, denn da steckt jede Menge Geschmack drin. Nachdem der Spargel gekocht ist, gebe ich auch noch die Schalen und Abschnitte hinein, und lasse das ganze vor sich hinköcheln. Ergebnis ist ein kräftiger Fond, aus dem ich die Spargelcremsuppe herstelle.

Ein paar frische Kräuter runden das Ganze Geschmacklich ab. Für eine schöne, cremige Suppe braucht man übrigens keinerlei Bindemittel, um eine sämige Konsistenz zu erzielen. Die Suppe besteht aus Spargelabschnitten, Spargelfond, In feine Würfel geschnittene Zwiebel und Stangensellerie, Sahne, Creme Double und Butter. Dazu Gewürze und frische Kräuter, mehr ist nicht nötig.

Wer gerade abnehmen möchte, sollte allerdings vorsichtig sein, denn durch den Spargel, Sahne und Creme Double sind doch reichlich KH enthalten.

Grüner Spargel lauwarm

Grüner Spargel lauwarm

Grüner Spargel oder doch lieber den weißen, die Entscheidung ist gar nicht leicht, denn ich mag beide Sorten. Die Entscheidung fällt meist schon beim Einkaufen, ich nehme einfach den, der schöner ist. Gestern hatte ich Pech, da gab es beides und beide Sorten gleich schön. Also erst einmal beide mitgenommen. Man liest ja oft, grünen Spargel brauche man nicht schälen, ich schäle ihn im unteren Bereich trotzdem. Heute geht es um den grünen Spargel, nicht heiß und nicht kalt, sondern genau in der Mitte: lauwarm! Dazu knusprig gebratener Bauchspeck und eine Vinaigrette aus Olivenöl, Speckwürfeln, Tomate Concassee, Schalotten, Gewürzen und frischen Kräutern.

Die Zutatenliste ist recht überschaubar und der Zeitaufwand minimal. Hier die wichtigsten Zutaten im Überblick:

Zum Schluss noch etwas Parmesan hobeln und alles anrichten. Nicht nur zur Dekoration noch ein paar Tropfen aromatisches Kräuteröl dazu. Je nach Größe der Portion kann das Gericht Vorspeise oder auch Hauptgang sein.

Die KH halten sich in Grenzen, allerdings lasse ich die Finger davon wenn ich gerade abnehmen möchte.

Gebackener Blumenkohl

Gebackener Blumenkohl

Blumenkohl kann man ja auf sehr vielfältige Arten zubereiten. Früher habe ich immer sehr gerne gebackenen Blumenkohl gegessen z.B. paniert oder in Bierteig. Das fällt aber bei einer Ernährung nach LCHF weg. Deshalb paniere ich den Blumenkohl einfach in Kokosraspeln. Das Ganze sieht dann auf dem Teller so aus:

Dazu zerlege ich den Blumenkohl zunächst in große Stücke. Diese werden dann blanchiert, bis der gar, aber noch bissfest ist. Nun wird er in dicke Scheiben geschnitten und in Kokosraspeln paniert, wobei ich hier ganz feine Kokosraspeln verwende.

Dann einfach in reichlich Öl ausbacken, bis die Scheiben eine schöne goldgelbe Farbe haben. Hier ist ein wenig Vorsicht geboten, auf die richtige Temperatur kommt es an, denn die Kokospanade wird sehr schnell zu dunkel. Dazu noch eine Soße aus Sahne, Creme Double und Butter, mit einem Hauch von Curry (nicht zuviel Curry denn es soll keine Currysoße sein).

Geht schnell und schmeckt einfach nur gut! Durch die eingearbeitete Butter in der Soße passt auch der Fettanteil optimal!

Kalbsschnitzel mit Parmesan

Kalbsschnitzel mit Parmesan

Bevor ich meine Ernährung umgestellt habe, zählten Schnitzel in allen Variationen zu meinen Lieblingsgerichten. Doch das Thema Paniermehl hat sich ja seit über 3 Jahren erledigt. Was aber geblieben ist, ist die Panade mit Parmesan, eine äußerst leckere Angelegenheit. Man kann das Schnitzel aus Schweinefleisch oder Kalbfleisch machen (Pute geht auch sehr gut), diesmal habe ich Kalbfleisch genommen.

  • Parmesanschnitzel

Zu der Käsepanade harmoniert sehr schön eine leichte Tomatensoße. Als Beilage passen Salate oder Gemüse, je nach Lust und Laune. Da werden bei mir die Erinnerungen an das gute alte Schnitzel wach.