Posts Tagged: natürliche Ernährung

Cordon bleu von der Putenbrust

Cordon bleu von der Putenbrust in Kokos paniert

Cordon bleu gehört schon seit Jahrzehnten zu meinen absoluten Lieblingsgerichten. Klassisch macht man ein Cordon bleu aus Kalbfleisch, aber auch Schweinefleisch ist möglich und eben Putenbrust. Putenbrust bietet sich an, da sie vom Geschmack dem Kalbfleisch doch sehr nahe kommt. Nun wird ein Cordon bleu paniert, und Paniermehl verwende ich nicht mehr in meiner Küche. Deshalb nehme ich einfach ganz feine Kokosraspeln, die bringen ein optimales Ergebnis und passen sehr gut zum Putenfleisch. In meinen LCHF - Anfangszeiten habe ich auch Versuche gemacht mit Mandeln zu panieren, doch das brachte für mich nicht das erhoffte Ergebnis, deshalb ist das für mich keine Option.

Ob man nun für das Cordon Bleu gekochten oder rohen Schinken nimmt, bleibt jedem selbst überlassen. Roher Schinken ist etwas würziger, der gekochte etwas milder im Geschmack. Gerade bei Pute würde ich gekochten Schinken bevorzugen. Das scheitert jedoch daran, dass man wirklichen Kochschinken ohne Zusatzstoffe nur sehr selten findet. Wenn man rohen Schinken verwendet, sollte man nur noch sparsam salzen, da der Schinken oft schon genug Salz mitbringt. Außer Salz würze ich noch mit weißem Pfeffer aus der Mühle und einem Hauch frisch geriebener Muskatnuss.

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Als Käse habe ich jungen Gouda genommen und davon reichlich, wie man auf den Bildern sehen kann. Auch andere Käsesorten sind machbar, einfach mal austesten! Was ich auch sehr gerne mag bei Schnitzel oder in dem Falle Cordon bleu, ist ein wenig braune Soße (Jus) dazu. Als Gemüse gab es Broccoli, aber auch andere Gemüse oder Salat passen sehr gut zu dieser Leckerei.

Frischfleisch

Frischfleisch

Fleisch spielt in meiner Ernährung eine große Rolle und ich esse es sehr gerne. Da wurde es mal wieder Zeit den Gefrierschrank aufzufüllen. Diesmal waren Kalbskamm und Schweinekamm jeweils mit Knochen angesagt, insgesamt rund 10 kg. Der Kalbskamm freut mich ganz besonders, denn den bekommt man nicht immer.

Kalbskamm und Schweinekamm

Mit Knochen hat den Vorteil, dass ich gleich Knochen habe um eine Grandjus (das Rezept dazu findet ihr bei den Rezepten unter den Saucen) herzustellen. Die Knochen sind auch schon verarbeitet und die Soße köchelt bereits auf dem Ofen vor sich hin. Die Sauce wird auch eingefroren, so habe ich immer was zur Hand wenn es benötigt wird. Aus dem Kalbfleisch werde ich unter anderem ein Rahmragout machen, da freue ich mich schon darauf!

Vorfreude auf den ersten Bärlauch

Wer meinen Blog verfolgt weiß, dass frische Kräuter in meiner Küche einen hohen Stellenwert haben. Daher bin ich immer sehr froh, wenn der Winter sich verabschiedet und im Garten die Kräutersaison beginnt. Bärlauch ist dabei das erste Kraut, dass sozusagen die Saison eröffnet. Bärlauch mag ich sehr, aus diesem Grund werde ich mir dieses Jahr auch wieder ein Bärlauchöl anlegen.

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Mit den anderen Kräutern wird es noch ein paar Wochen dauern, bis die ersten geerntet werden können. Dieses Jahr habe ich im Garten: Bärlauch, Petersilie (kraus und glatt), Rosmarin, Thymian, Salbei, Koriander, Kerbel, Dill, Lavendel, Liebstöckel, Sauerampfer, Oregano, Majoran, Minze, Zitronenmelisse und Schnittlauch. Hinzu kommt noch ein kleines Lorbeerbäumchen.

Letztes Jahr schon hatte ich dermaßen viele Kräuter, dass ich gar nicht alle gleich verbrauchen konnte. Einen Teil habe ich zu Kräueressig und Kräuteröl verarbeitet, einen Teil habe ich getrocknet. So hatte ich auch über die Wintermonate immer Kräuter zur Hand.

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Auch wenn ich mir mit getrockneten Kräutern, Kräuteröl und Kräuteressig, sowie zugekauften, frischen Kräutern aus dem Supermarkt ganz gut über den Winter helfen kann, freue ich mich jedes Jahr auf die frischen Kräuter aus dem eigenen Garten. Aus eigener Erfahrung kann ich jedem, der die Möglichkeit dazu hat wärmstens empfehlen, Küchenkräuter selbst anzupflanzen. Optimal ist es natürlich, wenn man einen kleinen Garten hat, aber auch in Blumenkästen funktioniert das sehr gut auf dem Balkon. Der Aufwand ist wirklich sehr gering.

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Würzbutter

Es muss nicht immer Kräuterbutter sein!

Kräuterbutter ist ja zu Recht sehr beliebt, doch es muss nicht immer Kräuterbutter sein, oder doch? Es gibt ja unzählige Zutaten, die auch hervorragend in die Butter passen. Ob Sardellen, Oliven, Gewürze und sonstige Zutaten, der Phantasie sind da recht wenig Grenzen gesetzt. Eigentlich wollte ich gestern lediglich eine Kräuterbutter machen, doch dann habe ich einfach noch ein paar Zutaten mehr hinein getan und fertig war die Würzbutter.

Da bei uns der Verbrauch recht hoch ist, habe ich dieses mal gleich ein ganzes Kilo gemacht, damit auch etwas übrig bleibt für in den Gefrierschrank. Dieses Jahr musste ich ja nach dem Umzug einen neuen Kräutergarten anlegen. Dieser hat sich prächtig entwickelt und wir haben frische Kräuter satt, da brauche ich nicht sparen und kann reichlich Kräuter in die Butter geben. Diesmal waren es: Petersilie, Dill, Liebstöckel, Thymian, Rosmarin, und Schnittlauch. Dann habe ich eine Schalotte und 3 Zehen Knoblauch hinein getan. Den Knoblauch und die Schalotte habe ich mit dem Mixerstab fein püriert. Dann noch Senf, etwas geriebenen Ingwer, Curry, Paprikapulver, Chilipulver, Zitronensaft, Salz und Pfeffer aus der Mühle.

 

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Ein Teil davon wandert portioniert gleich in den Gefrierschrank, damit ist der Vorrat wieder gesichert. Der Rest wird im Kühlschrank aufbewahrt, alt wird die Butter bei uns nicht.

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Gehts noch oder bin ich im falschen Film?

Seltsame Welt der gesunden Ernährung …

Stellt euch doch einmal mal folgendes Szenario vor:

Ich entscheide mich für die vegane Ernährungsform, weil ich das für gut und richtig halte und ich mich in Zukunft gesund und vegan ernähren möchte. Nun melde mich auch gleich im Forum der Veganer an und mache auch noch einen Blog über meine neue Ernährungsweise, schließlich möchte ich das ja auch dokumentieren. Dann verkünde ich voller Stolz meine ersten Schritte, berichte dass ich heute beim Metzger war und lecker Kotelett, Schnitzel und Haxe eingekauft habe, ebenso Salat, Gemüse und Sprossen. Natürlich poste ich auch gleich die erste Mahlzeit und beglücke die Veganer auch mit meinem ersten veganen Rezept: Kalbskotelette mit Spiegelei und extra viel veganem Salat dazu! Da ich mich intensiv mit der veganen Ernährungsweise beschäftigt habe ist mir ja schon klar, dass das nun mal gar nichts mit einer veganen Ernährungsweise zu tun hat, aber schließlich möchte ich mir weder Eier noch Fleisch versagen! Nun wird mich vermutlich jeder Veganer der seine Ernährungsform auch nur halbwegs ernst nimmt, etwas verwundert darauf aufmerksam machen, dass mein Essen absolut nichts mit einer veganen Ernährungsweise zu tun hat und das mit vollem Recht. Man könnte es den Veganern nicht einmal verübeln, wenn sie sich von mir richtiggehend verarscht vorkommen würden.

Wie jetzt? Was jetzt? Von wegen! Was sind denn das für arrogante Affen? Was bilden die sich denn überhaupt ein? Traut sich doch so ein Schnösel mir zu sagen, mein Kotelette wäre nicht vegan? Das ist ja wohl der Gipfel der Unfreundlichkeit und eine Dreistigkeit, wie ich sie noch nicht erlebt habe! Schließlich entscheide ich höchstpersönlich was vegan ist und was nicht, schließlich bin ich erwachsen und muss mich schon gar nicht maßregeln lassen. Und überhaupt, wenn ich Fleisch esse ist das eben veganes Fleisch, ich muss mir doch nicht von einem eingefleischten Veganer sagen lassen, was denn nun vegan sei und was nicht (auch dann nicht, wenn ich überall nachlesen kann, dass er die Wahrheit sagt).

Vermutlich hätte ich nun sehr gute Chancen für Kopfschütteln und allgemeine Erheiterung zu sorgen und wäre schneller wieder aus dem Forum der Veganer draußen, als ich rein gekommen bin. Jeder Veganer würde sich vermutlich am Kopf kratzen und sich eventuell fragen ob ich was getrunken habe oder einfach nur das falsche Kraut geraucht. Eventuell würde der ein oder andere nicht ganz unbegründet an meinem gesunden Menschenverstand zweifeln.

Bei LCHF scheint dies allerdings ganz anders zu sein, da liest man solche oder ähnliche Geschichten dauernd und am laufenden Band. Als Einstieg in die neue Ernährungsweise werden in der Regel nämlich gleich mal voller Stolz die Dinge konsumiert und präsentiert, die überhaupt nicht zur Philosophie gehören, bzw. wird sich gerade auf die Dinge gestürzt, die man eigentlich aus guten Gründen besser lassen sollte. Warum das so ist, muss man nicht wirklich verstehen. Nun, eigentlich ist das ja nicht weiter tragisch, schließlich ist noch kein Meister vom Himmel gefallen und jeder hat mal klein angefangen. Doch wehe man erdreistet sich bei LCHF ganz dezent darauf hinzuweisen, dass Fertigprodukte ebensowenig zu dieser Ernährungsweise gehören wie Geschmacksverstärker, Zucker oder Süßstoffe, dann ist aber mal richtig der Teufel los! Dann ist man unfreundlich, will die Leute maßregeln, ist arrogant, besserwisserisch und wird mal gleich mal rechtschaffend runtergemacht und zusammengefaltet.

Langsam fragt man sich da wirklich: Gehts noch?

Sicher kann jeder tun und lassen was er möchte, nur lauthals verkünden ich ernähre mich jetzt gesund und natürlich und dann genau das Gegenteil tun macht irgendwo absolut keinen Sinn , ist nicht logisch und passt mal überhaupt nicht zusammen. Da wird voller Stolz verkündet dass man das Gegenteil von dem macht was man tun sollte und die Gemeinde derer, die es auch nicht besser machen (wollen oder können) spendet beidhändigen Beifall! Warum entscheidet man sich für etwas, was man dann doch nicht umsetzen oder tun will, das muss mir mal einer erklären? Wenn man nicht dazu bereit ist (egal aus welchem Grund) dann kann man es doch einfach bleiben lassen, man wird doch nicht dazu gezwungen. Wobei, das Verwunderliche an der Sache ist nicht einmal so sehr die Tatsache, dass man etwas anderes tut als man tun sollte, sondern richtig krass ist eher, dass diejenigen dann noch angegriffen werden die sich erdreisten ganz dezent darauf hinzuweisen, dass da etwas falsch läuft und nichts mit der eigentlichen Thematik und Philosophie zu tun hat. Wenn ich ohne Fleisch nicht leben will, dann esse ich es eben, komme aber nicht auf die Schnapsidee mich vegan ernähren zu wollen und die Veganer oder Vegetarier dann dummdreist anzumachen, weil es zu deren Ernährungsweise eben nicht gehört und behaupte erst recht nicht, Fleisch gehöre zur veganen Ernährung, nur weil ich es nicht lassen möchte. Man könne es sogar noch anders vergleichen: Stellt euch mal vor, gesetzestreue Bürger würden von denen beschimpft und als Klugscheißer betitelt, die sich an keine Gesetze halten wollen oder können und dann noch mit der Begründung, jeder könne schließlich die Gesetze so auslegen, wie es ihm genehm sei! Da würde man sich echt an den Kopf langen und fragen, ob die noch alle auf dem Christbaum haben, bei LCHF ist das aber gängige und gelebte Praxis.

Besonders krass wird es dann, wenn es ums Abnehmen geht. Seine eigenen Erfahrungen behält man da am allerbesten für sich, denn diese scheinen gerade diejenigen, die wirklich davon profitieren könnten, nicht hören zu wollen. Bei gut gemeinten Ratschlägen aus eigener Erfahrung fühlen die sich dann gemaßregelt, wenn man dezent auf Dinge hinweist, die aller Wahrscheinlichkeit und Logik (und der eigenen Erfahrung) nach nicht funktionieren. Irgendwann kommt dann der Punkt an dem man seine Erfahrungen besser für sich behält und das Treiben lediglich aus sicherer Entfernung beobachtet und zuschaut, wie die Leute halt ins offene Messer laufen wie die Lemminge. Der Verlauf ist leider meist der gleiche, von 100 Einsteigern die ihre Ernährung umstellen wollen um endlich abzunehmen, tun es dann vielleicht 10% wirklich so, wie sie es tun sollten damit es auch funktioniert. Der Rest sucht sich das raus was ihm genehm ist und redet sich den Rest eben wie bisher schön. Langfristig wirklich abnehmen und das Gewicht dann auch noch beibehalten ist wieder eine andere Sache, das funktioniert eben nicht ohne das notwendige dafür zu tun, auch nicht bei LCHF. Dementsprechend gering ist dann auch die Erfolgsquote wenn man die Zahl derer vergleicht die anfangen, mit den Zahlen derer, die letztlich wirklich nennenswerten Erfolg haben und ihr Ziel erreichen. Die Fluktuation ist erschreckend hoch wenn nach wenigen Wochen festgestellt wird, dass ohne wirkliche Veränderungen in der Ernährung auch mit LCHF keine Wunder passieren. Wer nicht das Nötige bereit ist zu tun, wird auch mit LCHF nicht den erhofften Erfolg haben, dabei hat LCHF gerade wenn es ums Abnehmen geht ganz entscheidende Vorteile gegenüber anderen Ernährungsweisen.

Doch wie heißt es immer so schön: Wer nicht will, der hat schon und mein Großvater sagte immer: Wer nicht hören will, muss fühlen. Auf LCHF gemünzt bedeutet das soviel wie: Wer nicht bereit ist das Nötige zu tun, der kann sich sein Übergewicht auch weiterhin schönreden, von alleine und geschwollen daherreden purzeln auch bei LCHF nicht die Pfunde. Auch dann nicht, wenn man diejenigen, die eigentlich nur helfen wollen mit ihrer eigenen Erfahrung, als Spassbremsen ansieht und meint, man müsse sich an keine Regeln halten. Die Zustimmung derer, die selbst noch nichts auf die Reihe bekommen haben, hilft einem auch nicht wirklich weiter.

Doch warum ist das so? Warum entscheidet man sich für etwas, was man dann doch nicht bereit ist umzusetzen? Keine Ahnung, aber das kann ja auch jeder entscheiden wie er möchte. Was nur merkwürdig ist, ist eine andere Verhaltensweise, nämlich etwas zu behaupten, was nicht einmal ansatzweise den Tatsachen entspricht. Wer Fertigprodukte, Zucker und oder Süßstoffe verwendet (was ja sein gutes Recht ist), ernährt sich nun einmal nicht nach der Philosophie von LCHF oder einer gesunden, natürlichen Ernährung. Daran ändert auch nichts die alberne Behauptung, dies sei halt ein persönliches LCHF. Mancher wäre da eher gut beraten sich eine Ernährungsweise zu suchen, die besser zu ihm passt, statt sich LCHF zurechtbiegen zu wollen, dann wäre doch alles in Ordnung.

Allerdings muss man sagen, dass es Einsteigern auch nicht sonderlich leicht gemacht wird. Wenn aber sogar diejenigen, von denen man erwarten würde dass sie es richtig vermitteln, lieber Wasser predigen und dann doch Wein verkaufen, dann ist das nicht sonderlich hilfreich. Dass irgendwann auch die Industrie auf den LCHF Zug aufspringt war leider zu erwarten. In Schweden scheint dies bereits der Fall zu sein und die industriell hergestellten angeblichen LCHF Produkte schießen anscheinend wie Pilze aus dem Boden. Dass diese Produkte nicht viel mit wirklichem LCHF und gesunder, natürlicher Ernährung zu tun haben sollte jedem klar sein, der einigermaßen logisch denken kann. So wird zum Beispiel bereits in Deutschland im eigens geschaffenen LCHF Shop überwiegend das angeboten, was man nach den Regeln einer natürlichen Ernährung besser lassen sollte. Backmischungen, gekörnte Brühe und Süßstoffe sind keine Lebensmittel die man braucht oder verwenden sollte, wenn man sich natürlich und gesund ernähren möchte und erst recht nicht, wenn man auch noch abnehmen möchte. Merkwürdig ist dabei z.B., dass Kartoffeln wegen ihrem Stärkegehalt bei LCHF gemieden werden, dann aber im Shop Pofiber als "LCHF Lebensmittel" angeboten wird, ein Industrieprodukt, dass aus Kartoffelfasern hergestellt wird. Besonders lustig ist auch die Begründung, warum dies LCHF konform sei: In Schweden wird das sehr gerne verwendet, ah ja! Wenn ich hier in Deutschland mit Haschisch oder Marihuana von der Polizei erwischt werde wird es mir reichlich wenig nutzen, wenn ich die Beamten erstmal zurechtweise und ihnen erkläre, dass das Zeug schließlich in Holland gerne genommen wird. Vermutlich werden die mich gleich mitnehmen und mittels einer Blutprobe testen ob ich zuviel Alkohol getrunken habe, oder schon zuviel von dem Zeugs geraucht habe.

Das ist in etwa so, als wenn die Polizei einen Shop eröffnet in dem Einbruchswerkzeuge angeboten werden und gleichzeitig erklärt, dass mit diesen Werkzeugen verübte Einbrüche keine Straftaten seien im Sinne des Gesetzes und damit völlig legal. Oder die Polizei in ihrem Shop Hasch und Marihuana anbietet mit dem Hinweis, das würde in Holland legal und gerne verwendet. Ich denke mal, dass dies für allgemeine Erheiterung sogen würde und manch einer würde sich an den Kopf langen. Doch bei LCHF ist solch eine Logik und Argumentation ganz normal. Im Gegenteil, wer sich erdreistet auf Widersprüche hinzuweisen, oder darauf dass bestimmte Dinge nun einmal absolut nicht zu LCHF oder einer gesunden Ernährung gehören, der wird sofort zur Person non grata ernannt. Mal ehrlich, Ist ja auch eine bodenlose Frechheit und Ungezogenheit ohnegleichen, Fakten und Tatsachen zu verteidigen und auf Dinge hinzuweisen, die schlicht und ergreifend nicht richtig sind.

Einen Trost hat man allerdings bei dem ganzen Treiben: Weder die Natur, noch der Stoffwechsel oder eigene Körper lassen sich bescheißen oder für dumm verkaufen. Die Folgen seinen Tuns wird man am eigenen Körper erfahren, das war bei mir leider auch so. Ich habe mir meine Ernährung auch über einige Jahre schöngeredet und meinen Preis dafür bezahlen müssen. Zum Glück habe ich gerade noch die Kurve bekommen bevor es ganz zu spät war, das hätte auch anders ausgehen können. Diese für mich sehr lehrreiche (und auch schmerzhafte) Erfahrung hat dazu geführt, dass ich heute so lebe wie ich es tue und davon nicht mehr abweiche. Auch nachdem ich mein Übergewicht abgebaut hatte, habe ich daran aus guten Gründen nichts mehr geändert. Anscheinend ist es wirklich so, dass man erst selbst mit dem Kopf voll gegen die Wand fahren muss, bevor man auch nur halbwegs einsichtig wird. Erst wenn es richtig weh tut ist Schluss mit lustig, doch es darauf ankommen zu lassen birgt die große Gefahr, dass es dann vielleicht zu spät sein könnte. Aber es steht ja nicht besonders viel auf dem Spiel, nur die eigene Gesundheit und die scheint vielen nichts wert zu sein, da gibt es anscheinend andere Prioritäten.

Auch beim Abnehmen hat man bei LCHF sehr viele Freiheiten, so dass man LCHF auf seine eigenen Bedürfnisse anpassen und abstimmen kann. Doch es gibt bestimmte Regeln die man besser befolgen sollte, wenn man wirklich Erfolg haben möchte. Tut man das nicht, wird man sich weiter im Kreis drehen, aber auch diese Erfahrung muss wohl jeder für sich selbst machen. Ob mann alles richtig macht kann man dabei täglich auf der Waage ablesen. Erstaunlicherweise sind diejenigen, die am weitesten die Klappe aufreißen auch diejenigen, die die wenigsten Erfolge vorzuweisen haben, woran das wohl liegen mag?

Burger de Luxe

Burger de Luxe

Dieses labberige Brötchen um einen Burger dient ja lediglich dazu, dass man ihn in die Hand nehmen kann. Allerdings ist ja an diesen Brötchen nicht wirklich Geschmack dran, so dass es kein Verlust ist, sie einfach wegzulassen. Der wesentliche Bestandteil des Burgers ist ja das Hacksteak aus Rindfleisch. Wobei im Gegensatz zur Frikadelle das Hackfleisch lediglich gepresst wird und dann auf dem Grill oder in der Pfanne gebraten. Da kommen weder Gewürze noch sonstwas rein, nach dem Braten wird mit Salz und Pfeffer gewürzt. Bei den weiteren Zutaten ist man dann sehr flexibel, es muss nicht immer nur Zwiebel, Gurke und Mayo sein, hier sind der Phantasie keine Grenzen gesetzt.

So habe ich hier einmal ein paar frische Champignons, genommen, geschälte und entkernte Tomate, knusprig gebratenen Zwiebelringe. Dazu noch etwas Schnittlauch und als Krönung eine Sauce Bernaise drüber gegeben.

Nun auf ein paar Salatblättern anrichten und fertig ist der Burger! Diese Kombination schmeckt einfach klasse, Rindfleisch und Sauce Bernaise passen ja hervorragend zusammen. Der Burger ist sehr schnell gemacht, preiswert und enthält keine nennenswerten Kohlenhydrate, durch die Bernaise aber ausreichend Fett. Die gezeigte Portion reicht daher auch bei mir völlig aus, dass ich für die nächsten 5 - 6 Stunden (mindestens) satt und zufrieden bin.

Frische Pilze …

Frische Pilze …

Pilze haben gleich mehrere Vorteile: Sie schmecken gut, sind nahezu frei von Kohlenhydraten (zumindest die meisten) und man kann sie auf vielfältige Art und Weise verwenden. Da sollte man doch meinen bei einer natürlichen, KH armen Ernährung wie LCHF sie darstellt, seien Pilze einer der Renner schlechthin. Doch hat man eher Glück wenn sie in der Szene einmal Erwähnung finden. Allerdings ist das nicht nur mit den Pilzen so, auch viele andere Lebensmittel finden doch relativ weniger Beachtung als man meinen sollte.

Es gibt sehr wenige Gerichte, zu denen Pilze nicht passen. Ob Fleisch oder Fisch, Salate oder Wild, selbst zu Suppen kann man sie verarbeiten. Oder einfach pur als Pilzpfanne, mit ein wenig Speck und frischen Kräutern - einfach nur köstlich. Ob in der Soße verarbeitet oder als Beilage zu / statt Gemüse, Pilze sind immer eine tolle Alternative. Durch den geringen oder teils gar nicht vorhandenen Gehalt an KH auch für Abnehmer bestens geeignet. Heute gibt es in jedem gut sortierten Supermarkt ein reichhaltiges Angebot an Pilzen, da sollte man öfter mal zugreifen. Wer sich mit Pilzen auskennt kann sie in der Saison natürlich auch selbst sammeln.

Am WE habe ich die ersten frischen Pfifferlinge für dieses Jahr ergattern können ...

Serrano Schinken

Serrano Schinken

An einen rohen Schinken gehört eigentlich nur Salz und Rauch (sofern es sich nicht um einen luftgetrockneten Schinken handelt). Da haben weder Zusatzstoffe etwas verloren, noch Geschmacksverstärker oder gar Zucker. Doch leider ist es heute selbst beim rohen Schinken ein echtes Problem einen Schinken zu finden, der nicht vor Zusatzstoffen strotzt (ist übrigens beim Bacon / Bauchspeck nicht anders). Hier ein Beispiel, was man in der Zutatenliste von rohem Schinken meist findet:

Zutaten:
Schweinefleisch, jodiertes Speisesalz, Dextrose, Gewürze (unter dem Begriff kann alles mögliche versteckt sein),
Antioxidationsmittel: Natriumascorbat,
Konservierungsstoff: Natriumnitrit
Buchenholzrauch

Das ist nur ein Beispiel von vielen. Deshalb verwende ich meist Parmaschinken, oder den Spanischen Serrano. Aber selbst hier muss man heute höllisch aufpassen, auch hier sind nicht alle Angebote koscher. Doch nun habe ich wieder eine Quelle für Serrano Schinken gefunden, der keinerlei Zusatzstoffe enthält. Der schmeckt einfach fantastisch.

Ich frühstücke ja nur sehr selten, meist mal am Sonntag. Heute war es wieder soweit. Weich gekochte Eier, etwas Salz und diesen köstlichen, hauchdünn geschnittenen Schinken dazu. Dann noch einen Buttercafe und ich habe alles was ich brauche!

Schöne und vor allem schmackhafte Feiertage wünsche ich euch ...

Wichtigtuer oder Dummschwätzer?

Mehr als lächerlich machen kann man sich nicht …

Das Internet ist eine wahre Fundgrube an Wissen, es gibt kein Thema zu dem man nicht unzählige Ratschläge, Erklärungen und Tipps findet. Einerseits ist das eine tolle Sache, auf der anderen Seite muss das, was man so findet nicht immer richtig sein. Nicht immer entsprechen die Erläuterungen und Erklärungen den Tatsachen und nicht immer kommen die Beiträge von Sachkundigen. Die Fehlerquote ist schon recht hoch, das muss man einfach berücksichtigen, wenn man im Internet nach brauchbaren Informationen sucht.

Kochen und Rezepte machen da keine Ausnahme, auch hier findet man viel Unsinn, Halbwissen und Beschreibungen, die nicht wirklich weiterhelfen. Lustig wird es dann, wenn offensichtlich Ahnungslose diejenigen, die etwas mehr von der Materie verstehen, als Wichtigtuer bezeichnen. So bin ich kürzlich über ein Rezept von Mayonnaise gestolpert, das mich gleich in mehrfacher Hinsicht zum Schmunzeln brachte. Natürlich kann jeder seine Mayonnaise machen wie er möchte, wenn es funktioniert und schmeckt ist das völlig in Ordnung. Wenn aber jemand die Variante mit Eigelb statt Vollei als "Wichtigtuer - Rezept" bezeichnet, dann dokumentiert er / sie auf eindrucksvolle Art und Weise, wie wenig Fachwissen rund ums Kochen vorhanden ist. Da wird dann auch noch einer drauf gesetzt und die Ahnungslosigkeit richtig dokumentiert und auf die Spitze getrieben indem verkündet wird, dass mit ein paar Kräutern die Mayo flugs zur Remoulade wird. Mal abgesehen davon, dass zu einer Remoulade ein wenig mehr gehört als ein paar Kräuter (wie z.B. Gurke, Kapern, Sardellen etc.), ist dies ein klassisches Beispiel wie man mit genügend Ahnungslosigkeit so richtig dumm daherreden kann.

Ob Schnellmayonnaise mit Vollei oder die klassische Variante mit Eigelb, beide Versionen haben ihre Berechtigung und beide Herstellungsarten haben ihre Vorteile. Nun generell zu sagen diese oder jene Variante sei die bessere oder richtigere, ist schlicht und ergreifend falsch. Die Variante mit Eigelb als "Wichtigtuer - Rezept" zu bezeichnen ist jedoch einfach nur dumm (sorry, aber anders kann ich es nicht bezeichnen)! Doch wo liegt nun der Unterschied, wann macht die Variante mit Vollei Sinn und wann ist es besser, die Mayo nur mit Eigelb herzustellen? Dazu muss man sich zunächst einmal die Ergebnisse beider Varianten anschauen. Die Zutaten sind absolut identisch, einmal mit Vollei, einmal mit Eigelb:

1. Mayonnaise mit Vollei
Der Vorteil besteht darin, dass diese Variante etwas schneller und vielleicht (aber wirklich nur vielleicht) auch einfacher herzustellen ist, als die Variante nur mit Eigelb. Auch ist sie sehr schön cremig und hat eine fast weiße Farbe. Je nachdem welches Öl man verwendet, tritt der evtl. Eigengeschmack des Öles ein wenig mehr in den Hintergrund, als wenn man nur Eigelb verwendet. Das kann z.B. dann wichtig sein, wenn man ein Ölivenöl verwendet.
Wo Vorteile sind, findet sich meist auch ein Nachteil. Die Konsistenz ist hier das Problem, bzw. kann es sein. Durch den im Vergleich zum Eigelb doch sehr hohen Anteil an Eiweiß, hat die Mayo eine nicht ganz so stabile und feste Konsistenz als dies bei der Eigelb Variante der Fall ist. Verarbeitet man die Mayo nun weiter zu einer Soße, bei der noch Flüssigkeit benötigt wird, wird die gewünschte Soße sehr schnell zu dünn. Der fertige Dip oder die fertige Soße hat dann nicht die eigentlich gewünschte Konsistenz. Oft wird das dann eine zu "wässrige" Angelegenheit, was so nicht gewünscht ist.

2. Mayonnaise mit Eigelb
Hier ist der Vorteil ganz klar die kräftigere Konsistenz, was bei der weiteren Verarbeitung ganz klar von Vorteil ist. Es bieten sich mehr Möglichkeiten mit flüssigen Zutaten oder Zutaten die viel Wasser bzw. Feuchtigkeit enthalten als dies bei der Vollei Mayo der Fall ist. Nachteil ist die geringfügig schwierigere Herstellung, allerdings ist das nur am Anfang so. Wenn man einmal ein wenig Übung mit der Mayonnaise hat, geht auch diese Variante schnell und einfach von der Hand. Doch der Vorteil der Volleivariante (dass ein Eigengeschmack des verwendeten Öles nicht so durchschlägt), muss hier nicht unbedingt ein Nachteil sein. Nimmt man ein Öl, dessen Eigengeschmack im Endprodukt erwünscht ist, kann dies in dieser Variante eher oder auch als Vorteil verbucht werden.

Wir sehen also, das angestrebte Endprodukt ist maßgeblich dafür welche Variante letztlich die sinnvollere ist. Hier haben beide Varianten nun einmal andere Eigenschaften, die man sich bei der weiteren Verarbeitung zunutze macht. Will man lediglich eine leckere Mayonnaise als Endprodukt haben, ist es eine Frage des persönlichen Geschmacks, welcher Variante man letztlich den Vorzug gibt. Man sollte einfach beide ausprobieren und findet so sehr schnell heraus, welche man lieber mag. Geschmäcker sind verschieden, da entscheidet die persönliche Vorliebe.

Die eben angesprochene Remoulade ist übrigens ein schönes Beispiel für die weitere Verarbeitung der Mayonnaise und auch um deutlich zu machen, warum hier die Eigelb Variante vorzuziehen ist. Wirft man lediglich ein paar Kräuter in die Mayo und meint, dies sei eine Remoulade, dann macht es freilich keinen Unterschied. Doch das hat dann auch nichts mit einer Remoulade zu tun, sondern ist lediglich eine Kräuter Mayonnaise bzw. eine Mayonnaise mit Kräutern. Neben frischen, gehackten Kräutern gehören in eine Remoulade auch fein gehackte Gewürzgurken, Kapern, Sardellen sowie etwas Essig und / oder Zitronensaft. Und da sind wir beim Thema: Essig und Zitronensaft sind Flüssigkeiten, die die Konsistenz verdünnen. Gewürzgurke und Kapern beinhalten viel Flüssigkeit, auch das verändert die Konsistenz.

Ein anderes Beispiel wäre die klassische Cocktailsoße, auch hier hat es Zutaten die die Konsistenz beeinflussen bzw. verändern, wie Cognac, Zitronen- oder Orangensaft, oder auch Meerrettich und flüssige Sahne. Auch bei dieser Soße greife ich auf jeden Fall zur Vollei Variante weil die Soße sonst zu dünn wird.

Beim Kochen hat man sehr viele Freiheiten und viele Wege führen nach Rom. Über Geschmack lässt sich ebenso wenig diskutieren wie über Anspruch. Doch es hat gute Gründe, warum gewisse Grundtechniken in der Zubereitung nun einmal so sind wie sie sind. Wer nun solche Grundtechniken, die die Basis des Kochens darstellen als "Wichtigtuer - Rezepte" abtut dokumentiert damit nicht nur, wie wenig er oder sie vom Kochen versteht, sondern löst allgemeine Erheiterung bei denen aus, die ein wenig tiefer in der Materie zuhause sind. Man hat sich mit zuviel Halbwissen schnell mal ein Eigentor geschossen, Punkte sammeln kann man mit solchen Sprüchen nämlich nur bei denen, die noch weniger Ahnung von der Sache haben als man selbst! Es ist immer wieder verwunderlich, warum man nicht einfach die Klappe hält, wenn man keine Ahnung hat oder nur ein wenig Halbwissen. Aber nein, da werden rechtschaffend die beleidigt die es richtig machen, und das nur um sein eigenes Unvermögen und Unwissenheit unter den Teppich zu kehren. Dabei merkt man nicht einmal, dass der Schuss permanent nach hinten los geht. Aber Hauptsache man hat klug daher geredet ...

Fischstäbchen selbst gemacht

Fischstäbchen selbst gemacht

Ich bin ja nicht nur ein Fan von Fisch und Meeresfrüchten allgemein, auch die Fischstäbchen mochte ich von Kindesbeinen an. Doch das tun vermutlich die meisten Kinder, da war ich sicher kein Einzelfall. Heute mache ich mir meine Fischstäbchen selbst von frischem Köhler (Seelachs), paniert werden sie in feinen Kokosraspeln. Zugegeben, sie haben eine etwas andere Form als die Fertigprodukte. Diese Form hinzubekommen wäre kein Problem, der Zeitaufwand ist mir jedoch zu groß, schmecken tun sie schließlich auch so.

Dazu passt sehr schön ein Salat, jedoch brauche ich den nicht wirklich. Leckerer, knuspriger Fisch und ein Dip dazu, dann bin ich schon zufrieden. Ob Remoulade, Cocktailsoße, Senf- oder Currydip, hie passt vieles. Diesmal gab es eine Remoulade, manchmal mache ich auch 3 verschiedene Dips, einfach weil es so lecker ist.

Sehr einfach, sehr preiswert, sehr schnell gemacht - was will man mehr.