Posts Tagged: gesunde Ernährung

Cordon bleu von der Putenbrust

Cordon bleu von der Putenbrust in Kokos paniert

Cordon bleu gehört schon seit Jahrzehnten zu meinen absoluten Lieblingsgerichten. Klassisch macht man ein Cordon bleu aus Kalbfleisch, aber auch Schweinefleisch ist möglich und eben Putenbrust. Putenbrust bietet sich an, da sie vom Geschmack dem Kalbfleisch doch sehr nahe kommt. Nun wird ein Cordon bleu paniert, und Paniermehl verwende ich nicht mehr in meiner Küche. Deshalb nehme ich einfach ganz feine Kokosraspeln, die bringen ein optimales Ergebnis und passen sehr gut zum Putenfleisch. In meinen LCHF - Anfangszeiten habe ich auch Versuche gemacht mit Mandeln zu panieren, doch das brachte für mich nicht das erhoffte Ergebnis, deshalb ist das für mich keine Option.

Ob man nun für das Cordon Bleu gekochten oder rohen Schinken nimmt, bleibt jedem selbst überlassen. Roher Schinken ist etwas würziger, der gekochte etwas milder im Geschmack. Gerade bei Pute würde ich gekochten Schinken bevorzugen. Das scheitert jedoch daran, dass man wirklichen Kochschinken ohne Zusatzstoffe nur sehr selten findet. Wenn man rohen Schinken verwendet, sollte man nur noch sparsam salzen, da der Schinken oft schon genug Salz mitbringt. Außer Salz würze ich noch mit weißem Pfeffer aus der Mühle und einem Hauch frisch geriebener Muskatnuss.

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Als Käse habe ich jungen Gouda genommen und davon reichlich, wie man auf den Bildern sehen kann. Auch andere Käsesorten sind machbar, einfach mal austesten! Was ich auch sehr gerne mag bei Schnitzel oder in dem Falle Cordon bleu, ist ein wenig braune Soße (Jus) dazu. Als Gemüse gab es Broccoli, aber auch andere Gemüse oder Salat passen sehr gut zu dieser Leckerei.

Frischfleisch

Frischfleisch

Fleisch spielt in meiner Ernährung eine große Rolle und ich esse es sehr gerne. Da wurde es mal wieder Zeit den Gefrierschrank aufzufüllen. Diesmal waren Kalbskamm und Schweinekamm jeweils mit Knochen angesagt, insgesamt rund 10 kg. Der Kalbskamm freut mich ganz besonders, denn den bekommt man nicht immer.

Kalbskamm und Schweinekamm

Mit Knochen hat den Vorteil, dass ich gleich Knochen habe um eine Grandjus (das Rezept dazu findet ihr bei den Rezepten unter den Saucen) herzustellen. Die Knochen sind auch schon verarbeitet und die Soße köchelt bereits auf dem Ofen vor sich hin. Die Sauce wird auch eingefroren, so habe ich immer was zur Hand wenn es benötigt wird. Aus dem Kalbfleisch werde ich unter anderem ein Rahmragout machen, da freue ich mich schon darauf!

Vorfreude auf den ersten Bärlauch

Wer meinen Blog verfolgt weiß, dass frische Kräuter in meiner Küche einen hohen Stellenwert haben. Daher bin ich immer sehr froh, wenn der Winter sich verabschiedet und im Garten die Kräutersaison beginnt. Bärlauch ist dabei das erste Kraut, dass sozusagen die Saison eröffnet. Bärlauch mag ich sehr, aus diesem Grund werde ich mir dieses Jahr auch wieder ein Bärlauchöl anlegen.

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Mit den anderen Kräutern wird es noch ein paar Wochen dauern, bis die ersten geerntet werden können. Dieses Jahr habe ich im Garten: Bärlauch, Petersilie (kraus und glatt), Rosmarin, Thymian, Salbei, Koriander, Kerbel, Dill, Lavendel, Liebstöckel, Sauerampfer, Oregano, Majoran, Minze, Zitronenmelisse und Schnittlauch. Hinzu kommt noch ein kleines Lorbeerbäumchen.

Letztes Jahr schon hatte ich dermaßen viele Kräuter, dass ich gar nicht alle gleich verbrauchen konnte. Einen Teil habe ich zu Kräueressig und Kräuteröl verarbeitet, einen Teil habe ich getrocknet. So hatte ich auch über die Wintermonate immer Kräuter zur Hand.

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Auch wenn ich mir mit getrockneten Kräutern, Kräuteröl und Kräuteressig, sowie zugekauften, frischen Kräutern aus dem Supermarkt ganz gut über den Winter helfen kann, freue ich mich jedes Jahr auf die frischen Kräuter aus dem eigenen Garten. Aus eigener Erfahrung kann ich jedem, der die Möglichkeit dazu hat wärmstens empfehlen, Küchenkräuter selbst anzupflanzen. Optimal ist es natürlich, wenn man einen kleinen Garten hat, aber auch in Blumenkästen funktioniert das sehr gut auf dem Balkon. Der Aufwand ist wirklich sehr gering.

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Gehts noch oder bin ich im falschen Film?

Seltsame Welt der gesunden Ernährung …

Stellt euch doch einmal mal folgendes Szenario vor:

Ich entscheide mich für die vegane Ernährungsform, weil ich das für gut und richtig halte und ich mich in Zukunft gesund und vegan ernähren möchte. Nun melde mich auch gleich im Forum der Veganer an und mache auch noch einen Blog über meine neue Ernährungsweise, schließlich möchte ich das ja auch dokumentieren. Dann verkünde ich voller Stolz meine ersten Schritte, berichte dass ich heute beim Metzger war und lecker Kotelett, Schnitzel und Haxe eingekauft habe, ebenso Salat, Gemüse und Sprossen. Natürlich poste ich auch gleich die erste Mahlzeit und beglücke die Veganer auch mit meinem ersten veganen Rezept: Kalbskotelette mit Spiegelei und extra viel veganem Salat dazu! Da ich mich intensiv mit der veganen Ernährungsweise beschäftigt habe ist mir ja schon klar, dass das nun mal gar nichts mit einer veganen Ernährungsweise zu tun hat, aber schließlich möchte ich mir weder Eier noch Fleisch versagen! Nun wird mich vermutlich jeder Veganer der seine Ernährungsform auch nur halbwegs ernst nimmt, etwas verwundert darauf aufmerksam machen, dass mein Essen absolut nichts mit einer veganen Ernährungsweise zu tun hat und das mit vollem Recht. Man könnte es den Veganern nicht einmal verübeln, wenn sie sich von mir richtiggehend verarscht vorkommen würden.

Wie jetzt? Was jetzt? Von wegen! Was sind denn das für arrogante Affen? Was bilden die sich denn überhaupt ein? Traut sich doch so ein Schnösel mir zu sagen, mein Kotelette wäre nicht vegan? Das ist ja wohl der Gipfel der Unfreundlichkeit und eine Dreistigkeit, wie ich sie noch nicht erlebt habe! Schließlich entscheide ich höchstpersönlich was vegan ist und was nicht, schließlich bin ich erwachsen und muss mich schon gar nicht maßregeln lassen. Und überhaupt, wenn ich Fleisch esse ist das eben veganes Fleisch, ich muss mir doch nicht von einem eingefleischten Veganer sagen lassen, was denn nun vegan sei und was nicht (auch dann nicht, wenn ich überall nachlesen kann, dass er die Wahrheit sagt).

Vermutlich hätte ich nun sehr gute Chancen für Kopfschütteln und allgemeine Erheiterung zu sorgen und wäre schneller wieder aus dem Forum der Veganer draußen, als ich rein gekommen bin. Jeder Veganer würde sich vermutlich am Kopf kratzen und sich eventuell fragen ob ich was getrunken habe oder einfach nur das falsche Kraut geraucht. Eventuell würde der ein oder andere nicht ganz unbegründet an meinem gesunden Menschenverstand zweifeln.

Bei LCHF scheint dies allerdings ganz anders zu sein, da liest man solche oder ähnliche Geschichten dauernd und am laufenden Band. Als Einstieg in die neue Ernährungsweise werden in der Regel nämlich gleich mal voller Stolz die Dinge konsumiert und präsentiert, die überhaupt nicht zur Philosophie gehören, bzw. wird sich gerade auf die Dinge gestürzt, die man eigentlich aus guten Gründen besser lassen sollte. Warum das so ist, muss man nicht wirklich verstehen. Nun, eigentlich ist das ja nicht weiter tragisch, schließlich ist noch kein Meister vom Himmel gefallen und jeder hat mal klein angefangen. Doch wehe man erdreistet sich bei LCHF ganz dezent darauf hinzuweisen, dass Fertigprodukte ebensowenig zu dieser Ernährungsweise gehören wie Geschmacksverstärker, Zucker oder Süßstoffe, dann ist aber mal richtig der Teufel los! Dann ist man unfreundlich, will die Leute maßregeln, ist arrogant, besserwisserisch und wird mal gleich mal rechtschaffend runtergemacht und zusammengefaltet.

Langsam fragt man sich da wirklich: Gehts noch?

Sicher kann jeder tun und lassen was er möchte, nur lauthals verkünden ich ernähre mich jetzt gesund und natürlich und dann genau das Gegenteil tun macht irgendwo absolut keinen Sinn , ist nicht logisch und passt mal überhaupt nicht zusammen. Da wird voller Stolz verkündet dass man das Gegenteil von dem macht was man tun sollte und die Gemeinde derer, die es auch nicht besser machen (wollen oder können) spendet beidhändigen Beifall! Warum entscheidet man sich für etwas, was man dann doch nicht umsetzen oder tun will, das muss mir mal einer erklären? Wenn man nicht dazu bereit ist (egal aus welchem Grund) dann kann man es doch einfach bleiben lassen, man wird doch nicht dazu gezwungen. Wobei, das Verwunderliche an der Sache ist nicht einmal so sehr die Tatsache, dass man etwas anderes tut als man tun sollte, sondern richtig krass ist eher, dass diejenigen dann noch angegriffen werden die sich erdreisten ganz dezent darauf hinzuweisen, dass da etwas falsch läuft und nichts mit der eigentlichen Thematik und Philosophie zu tun hat. Wenn ich ohne Fleisch nicht leben will, dann esse ich es eben, komme aber nicht auf die Schnapsidee mich vegan ernähren zu wollen und die Veganer oder Vegetarier dann dummdreist anzumachen, weil es zu deren Ernährungsweise eben nicht gehört und behaupte erst recht nicht, Fleisch gehöre zur veganen Ernährung, nur weil ich es nicht lassen möchte. Man könne es sogar noch anders vergleichen: Stellt euch mal vor, gesetzestreue Bürger würden von denen beschimpft und als Klugscheißer betitelt, die sich an keine Gesetze halten wollen oder können und dann noch mit der Begründung, jeder könne schließlich die Gesetze so auslegen, wie es ihm genehm sei! Da würde man sich echt an den Kopf langen und fragen, ob die noch alle auf dem Christbaum haben, bei LCHF ist das aber gängige und gelebte Praxis.

Besonders krass wird es dann, wenn es ums Abnehmen geht. Seine eigenen Erfahrungen behält man da am allerbesten für sich, denn diese scheinen gerade diejenigen, die wirklich davon profitieren könnten, nicht hören zu wollen. Bei gut gemeinten Ratschlägen aus eigener Erfahrung fühlen die sich dann gemaßregelt, wenn man dezent auf Dinge hinweist, die aller Wahrscheinlichkeit und Logik (und der eigenen Erfahrung) nach nicht funktionieren. Irgendwann kommt dann der Punkt an dem man seine Erfahrungen besser für sich behält und das Treiben lediglich aus sicherer Entfernung beobachtet und zuschaut, wie die Leute halt ins offene Messer laufen wie die Lemminge. Der Verlauf ist leider meist der gleiche, von 100 Einsteigern die ihre Ernährung umstellen wollen um endlich abzunehmen, tun es dann vielleicht 10% wirklich so, wie sie es tun sollten damit es auch funktioniert. Der Rest sucht sich das raus was ihm genehm ist und redet sich den Rest eben wie bisher schön. Langfristig wirklich abnehmen und das Gewicht dann auch noch beibehalten ist wieder eine andere Sache, das funktioniert eben nicht ohne das notwendige dafür zu tun, auch nicht bei LCHF. Dementsprechend gering ist dann auch die Erfolgsquote wenn man die Zahl derer vergleicht die anfangen, mit den Zahlen derer, die letztlich wirklich nennenswerten Erfolg haben und ihr Ziel erreichen. Die Fluktuation ist erschreckend hoch wenn nach wenigen Wochen festgestellt wird, dass ohne wirkliche Veränderungen in der Ernährung auch mit LCHF keine Wunder passieren. Wer nicht das Nötige bereit ist zu tun, wird auch mit LCHF nicht den erhofften Erfolg haben, dabei hat LCHF gerade wenn es ums Abnehmen geht ganz entscheidende Vorteile gegenüber anderen Ernährungsweisen.

Doch wie heißt es immer so schön: Wer nicht will, der hat schon und mein Großvater sagte immer: Wer nicht hören will, muss fühlen. Auf LCHF gemünzt bedeutet das soviel wie: Wer nicht bereit ist das Nötige zu tun, der kann sich sein Übergewicht auch weiterhin schönreden, von alleine und geschwollen daherreden purzeln auch bei LCHF nicht die Pfunde. Auch dann nicht, wenn man diejenigen, die eigentlich nur helfen wollen mit ihrer eigenen Erfahrung, als Spassbremsen ansieht und meint, man müsse sich an keine Regeln halten. Die Zustimmung derer, die selbst noch nichts auf die Reihe bekommen haben, hilft einem auch nicht wirklich weiter.

Doch warum ist das so? Warum entscheidet man sich für etwas, was man dann doch nicht bereit ist umzusetzen? Keine Ahnung, aber das kann ja auch jeder entscheiden wie er möchte. Was nur merkwürdig ist, ist eine andere Verhaltensweise, nämlich etwas zu behaupten, was nicht einmal ansatzweise den Tatsachen entspricht. Wer Fertigprodukte, Zucker und oder Süßstoffe verwendet (was ja sein gutes Recht ist), ernährt sich nun einmal nicht nach der Philosophie von LCHF oder einer gesunden, natürlichen Ernährung. Daran ändert auch nichts die alberne Behauptung, dies sei halt ein persönliches LCHF. Mancher wäre da eher gut beraten sich eine Ernährungsweise zu suchen, die besser zu ihm passt, statt sich LCHF zurechtbiegen zu wollen, dann wäre doch alles in Ordnung.

Allerdings muss man sagen, dass es Einsteigern auch nicht sonderlich leicht gemacht wird. Wenn aber sogar diejenigen, von denen man erwarten würde dass sie es richtig vermitteln, lieber Wasser predigen und dann doch Wein verkaufen, dann ist das nicht sonderlich hilfreich. Dass irgendwann auch die Industrie auf den LCHF Zug aufspringt war leider zu erwarten. In Schweden scheint dies bereits der Fall zu sein und die industriell hergestellten angeblichen LCHF Produkte schießen anscheinend wie Pilze aus dem Boden. Dass diese Produkte nicht viel mit wirklichem LCHF und gesunder, natürlicher Ernährung zu tun haben sollte jedem klar sein, der einigermaßen logisch denken kann. So wird zum Beispiel bereits in Deutschland im eigens geschaffenen LCHF Shop überwiegend das angeboten, was man nach den Regeln einer natürlichen Ernährung besser lassen sollte. Backmischungen, gekörnte Brühe und Süßstoffe sind keine Lebensmittel die man braucht oder verwenden sollte, wenn man sich natürlich und gesund ernähren möchte und erst recht nicht, wenn man auch noch abnehmen möchte. Merkwürdig ist dabei z.B., dass Kartoffeln wegen ihrem Stärkegehalt bei LCHF gemieden werden, dann aber im Shop Pofiber als "LCHF Lebensmittel" angeboten wird, ein Industrieprodukt, dass aus Kartoffelfasern hergestellt wird. Besonders lustig ist auch die Begründung, warum dies LCHF konform sei: In Schweden wird das sehr gerne verwendet, ah ja! Wenn ich hier in Deutschland mit Haschisch oder Marihuana von der Polizei erwischt werde wird es mir reichlich wenig nutzen, wenn ich die Beamten erstmal zurechtweise und ihnen erkläre, dass das Zeug schließlich in Holland gerne genommen wird. Vermutlich werden die mich gleich mitnehmen und mittels einer Blutprobe testen ob ich zuviel Alkohol getrunken habe, oder schon zuviel von dem Zeugs geraucht habe.

Das ist in etwa so, als wenn die Polizei einen Shop eröffnet in dem Einbruchswerkzeuge angeboten werden und gleichzeitig erklärt, dass mit diesen Werkzeugen verübte Einbrüche keine Straftaten seien im Sinne des Gesetzes und damit völlig legal. Oder die Polizei in ihrem Shop Hasch und Marihuana anbietet mit dem Hinweis, das würde in Holland legal und gerne verwendet. Ich denke mal, dass dies für allgemeine Erheiterung sogen würde und manch einer würde sich an den Kopf langen. Doch bei LCHF ist solch eine Logik und Argumentation ganz normal. Im Gegenteil, wer sich erdreistet auf Widersprüche hinzuweisen, oder darauf dass bestimmte Dinge nun einmal absolut nicht zu LCHF oder einer gesunden Ernährung gehören, der wird sofort zur Person non grata ernannt. Mal ehrlich, Ist ja auch eine bodenlose Frechheit und Ungezogenheit ohnegleichen, Fakten und Tatsachen zu verteidigen und auf Dinge hinzuweisen, die schlicht und ergreifend nicht richtig sind.

Einen Trost hat man allerdings bei dem ganzen Treiben: Weder die Natur, noch der Stoffwechsel oder eigene Körper lassen sich bescheißen oder für dumm verkaufen. Die Folgen seinen Tuns wird man am eigenen Körper erfahren, das war bei mir leider auch so. Ich habe mir meine Ernährung auch über einige Jahre schöngeredet und meinen Preis dafür bezahlen müssen. Zum Glück habe ich gerade noch die Kurve bekommen bevor es ganz zu spät war, das hätte auch anders ausgehen können. Diese für mich sehr lehrreiche (und auch schmerzhafte) Erfahrung hat dazu geführt, dass ich heute so lebe wie ich es tue und davon nicht mehr abweiche. Auch nachdem ich mein Übergewicht abgebaut hatte, habe ich daran aus guten Gründen nichts mehr geändert. Anscheinend ist es wirklich so, dass man erst selbst mit dem Kopf voll gegen die Wand fahren muss, bevor man auch nur halbwegs einsichtig wird. Erst wenn es richtig weh tut ist Schluss mit lustig, doch es darauf ankommen zu lassen birgt die große Gefahr, dass es dann vielleicht zu spät sein könnte. Aber es steht ja nicht besonders viel auf dem Spiel, nur die eigene Gesundheit und die scheint vielen nichts wert zu sein, da gibt es anscheinend andere Prioritäten.

Auch beim Abnehmen hat man bei LCHF sehr viele Freiheiten, so dass man LCHF auf seine eigenen Bedürfnisse anpassen und abstimmen kann. Doch es gibt bestimmte Regeln die man besser befolgen sollte, wenn man wirklich Erfolg haben möchte. Tut man das nicht, wird man sich weiter im Kreis drehen, aber auch diese Erfahrung muss wohl jeder für sich selbst machen. Ob mann alles richtig macht kann man dabei täglich auf der Waage ablesen. Erstaunlicherweise sind diejenigen, die am weitesten die Klappe aufreißen auch diejenigen, die die wenigsten Erfolge vorzuweisen haben, woran das wohl liegen mag?

Serrano Schinken

Serrano Schinken

An einen rohen Schinken gehört eigentlich nur Salz und Rauch (sofern es sich nicht um einen luftgetrockneten Schinken handelt). Da haben weder Zusatzstoffe etwas verloren, noch Geschmacksverstärker oder gar Zucker. Doch leider ist es heute selbst beim rohen Schinken ein echtes Problem einen Schinken zu finden, der nicht vor Zusatzstoffen strotzt (ist übrigens beim Bacon / Bauchspeck nicht anders). Hier ein Beispiel, was man in der Zutatenliste von rohem Schinken meist findet:

Zutaten:
Schweinefleisch, jodiertes Speisesalz, Dextrose, Gewürze (unter dem Begriff kann alles mögliche versteckt sein),
Antioxidationsmittel: Natriumascorbat,
Konservierungsstoff: Natriumnitrit
Buchenholzrauch

Das ist nur ein Beispiel von vielen. Deshalb verwende ich meist Parmaschinken, oder den Spanischen Serrano. Aber selbst hier muss man heute höllisch aufpassen, auch hier sind nicht alle Angebote koscher. Doch nun habe ich wieder eine Quelle für Serrano Schinken gefunden, der keinerlei Zusatzstoffe enthält. Der schmeckt einfach fantastisch.

Ich frühstücke ja nur sehr selten, meist mal am Sonntag. Heute war es wieder soweit. Weich gekochte Eier, etwas Salz und diesen köstlichen, hauchdünn geschnittenen Schinken dazu. Dann noch einen Buttercafe und ich habe alles was ich brauche!

Schöne und vor allem schmackhafte Feiertage wünsche ich euch ...

Fischstäbchen selbst gemacht

Fischstäbchen selbst gemacht

Ich bin ja nicht nur ein Fan von Fisch und Meeresfrüchten allgemein, auch die Fischstäbchen mochte ich von Kindesbeinen an. Doch das tun vermutlich die meisten Kinder, da war ich sicher kein Einzelfall. Heute mache ich mir meine Fischstäbchen selbst von frischem Köhler (Seelachs), paniert werden sie in feinen Kokosraspeln. Zugegeben, sie haben eine etwas andere Form als die Fertigprodukte. Diese Form hinzubekommen wäre kein Problem, der Zeitaufwand ist mir jedoch zu groß, schmecken tun sie schließlich auch so.

Dazu passt sehr schön ein Salat, jedoch brauche ich den nicht wirklich. Leckerer, knuspriger Fisch und ein Dip dazu, dann bin ich schon zufrieden. Ob Remoulade, Cocktailsoße, Senf- oder Currydip, hie passt vieles. Diesmal gab es eine Remoulade, manchmal mache ich auch 3 verschiedene Dips, einfach weil es so lecker ist.

Sehr einfach, sehr preiswert, sehr schnell gemacht - was will man mehr.

Schneller Auflauf aus der Mikrowelle

Schneller Auflauf aus der Mikrowelle

Man liest ja sehr oft, dass angeblich keine Zeit bleibt, um eine frische, leckere Mahlzeit zuzubereiten. Dann wird auf Fertigprodukte, gekörnte Brühe und sonstige Hilfsmittel zurückgegriffen die kein Mensch braucht und die auch in einer natürlichen Ernährungsweise absolut nichts verloren haben. Mit frischen Lebensmitteln und Zutaten kochen kostet nicht mehr Zeit, wenn man sich richtig organisiert. Sicher gibt es Momente in denen man wenig Zeit hat, doch mit der entsprechenden Vorbereitung ist das überhaupt kein Problem. Da kann sogar die Mikrowelle sehr hilfreich sein, obwohl sich die Mikrowelle zum richtigen Kochen wenig eignet.

Neulich hatte ich den Gemüseauflauf mit Hackfleischsoße vorgestellt. Die Hackfleischsoße mache ich immer etwas auf Vorrat, habe also entweder im Kühlschrank oder im Gefrierschrank immer etwas zur Hand. Gemüse ist bei uns auch immer vorbereitet (blanchiert) im Kühlschrank verfügbar. Wer mag, kann hier auch naturbelassenes Gemüse aus der Tiefkühltruhe verwenden, obwohl dies sicher nicht ganz optimal ist.

Ist man derart "gerüstet" und vorbereitet, dann ist ein leckerer Auflauf eine Angelegenheit von nicht einmal 5 Minuten.

Gemüse

Frisches Gemüse nach Wahl. Hier habe ich Blumenkohl, Broccoli, Kirschtomaten und Fenchel verwendet. Dazu frische Kräuter, in dem Fall reichlich Dill.

Käse

Hier wurden 2 Käsesorten verwendet: Mozzarrella und Gouda. Der Gauda ist frisch gerieben, verwendet habe ich mittelalten Gouda.

Hackfleischsoße

Die Hackfleischsoße lässt sich gut vorbereiten. Man kann sie mehrere Tage im Kühlschrank aufbewahren, oder aber auch Portionsweise einfrieren.

Das Gemüse und den Mozzarella kleinschneiden und zusammen mit den Kräutern in eine Schüssel geben. Das Gemüse würze ich leicht mit Meersalz und Pfeffer aus der Mühle.

Nun die Hackfleischsoße drüber und einen EL Creme double oben drauf. Einen kleinen Schuss flüssige Sahne gebe ich auch noch dazu.

Zum Schluss noch den geriebenen Käse drüber, und schon ist das Ganze fertig für in die Mikrowelle.

Nach 3 - 5 Minuten in der Mikrowelle sieht es dann so aus. Sogar eine leichte Bräunung vom Käse ist in der Mikrowelle möglich. Schneller kann man eine leckere Mahlzeit wirklich nicht zubereiten.

Bleibt nur noch nett anrichten, ein paar frische Kräuter dazu und man hat eine frische, schmackhafte Mahlzeit. Auch als Frühstück eignet sich ein solcher Auflauf hervorragend, gerade wenn es Morgens schnell gehen muss, weil man mal wieder zu spät aufgestanden ist.

Die ganze Angelegenheit dauert keine 10 Minuten und schmeckt einfach köstlich. Hier wird deutlich, dass man auch wenn es sehr schnell gehen muss, keinerlei Fertigprodukte benötigt. Auch die Vorbereitung benötigt nur wenige Minuten einmal oder zweimal in der Woche. Zeit hat man nicht, Zeit nimmt man sich, das ist alles eine Frage der Priorität. Um sich mit frischen, natürlichen Lebensmitteln und Zutaten zu ernähren benötigt man nicht nennenswert mehr Zeit, als mit Fertigprodukten auch.

Der Zeitfaktor ist lediglich eine Ausrede, sachlich begründet ist das in keinster Weise. Sicher muss man bei einer natürlichen Ernährung etwas anders arbeiten und sich anders organisieren als wenn man sich von Fertigprodukten ernährt, aber merklich mehr Zeit kostet es absolut nicht. Wer etwas anderes behauptet hat schlicht und ergreifend keine Ahnung, wie man mit frischen Lebensmitteln und Zutaten richtig umgeht. Dieses Gericht ist nur ein Beispiel von vielen, es gibt da unzählige Möglichkeiten, wenn es wirklich schnell gehen muss. Dies gilt auch für anspruchsvollere Mahlzeiten, als ein einfacher Auflauf.

Übrigens kann man diesen Auflauf auch in der Schüssel mit ins Geschäft nehmen, wenn man dort eine Mikrowelle zur Verfügung hat (was ja sehr oft der Fall ist). Dann hat man auch in der Mittagspause ein tolles Essen in nicht mal 5 Minuten.

Grüner Spargel lauwarm

Grüner Spargel lauwarm

Grüner Spargel oder doch lieber den weißen, die Entscheidung ist gar nicht leicht, denn ich mag beide Sorten. Die Entscheidung fällt meist schon beim Einkaufen, ich nehme einfach den, der schöner ist. Gestern hatte ich Pech, da gab es beides und beide Sorten gleich schön. Also erst einmal beide mitgenommen. Man liest ja oft, grünen Spargel brauche man nicht schälen, ich schäle ihn im unteren Bereich trotzdem. Heute geht es um den grünen Spargel, nicht heiß und nicht kalt, sondern genau in der Mitte: lauwarm! Dazu knusprig gebratener Bauchspeck und eine Vinaigrette aus Olivenöl, Speckwürfeln, Tomate Concassee, Schalotten, Gewürzen und frischen Kräutern.

Die Zutatenliste ist recht überschaubar und der Zeitaufwand minimal. Hier die wichtigsten Zutaten im Überblick:

Zum Schluss noch etwas Parmesan hobeln und alles anrichten. Nicht nur zur Dekoration noch ein paar Tropfen aromatisches Kräuteröl dazu. Je nach Größe der Portion kann das Gericht Vorspeise oder auch Hauptgang sein.

Die KH halten sich in Grenzen, allerdings lasse ich die Finger davon wenn ich gerade abnehmen möchte.

Forelle blau

Forelle blau

Fisch hat ja nicht wirklich viel Fett, doch die klassische Forelle blau wird mit zerlassener Butter serviert, damit ist die Fettbilanz im grünen Bereich. Natürlich kann man die Forelle auch mit einer Soße variieren, der Fantasie sind dabei keine Grenzen gesetzt. Hier habe ich mal ein Beispiel von Forelle blau auf Lauchstreifen mit einer Schnittlauchsauce.

Die Forelle ist schnell gemacht. Hier stelle ich einen Sud her aus Wasser, Weißwein / Essig (meist nehme ich beides), etwas Wurzelgemüse, Zwiebel, Zitrone (davon gebe ich ganze Stücke rein) Wacholderbeeren, Salz, Pfeffer und ein Lorbeerblatt. Das Ganze koche ich einmal auf, gebe die Forelle hinein und lasse sie knapp unter dem Siedepunkt garziehen.

Zur Forelle mit zerlassener Butter gibt es meist einen Salat, gestern war das Feldsalat. Der Klassiker ist hier der grüne Salat mit Essig und Öl. Es passt aber auch Gemüse hervorragend, auch hier kann man nehmen was gefällt ...

Frische Gewürze …

Frische Gewürze …

Wenn man sich ausschließlich mit frischen, natürlichen Lebensmitteln und Zutaten ernährt, spielen Gewürze eine tragende Rolle bei der Zubereitung der Mahlzeiten. Doch Gewürze sind nicht gleich Gewürze, auch hier sind oft Geschmacksverstärker enthalten oder gar Dinge die nun überhaupt nicht rein gehören. Daher achte ich sehr darauf, nur naturreine und vor allem frische Gewürze zu kaufen.

Die besten Erfahrungen habe ich mit losen Gewürzen gemacht, also nicht die in kleine Dosen oder Beutel abgepackte Ware aus dem Supermarkt, sondern direkt vom Gewürz Händler. Gerade habe ich weißen Pfeffer, Paprikapulver und Currypulver gekauft. Diese frischen Gewürze haben ein ganz anderes Aroma, als das, was man in den Läden findet. Muskat z. B. kaufe ich grundsätzlich nur als ganze Nüsse, fertig gemahlenes Pulver verliert zu schnell das Aroma.

Hinzu kommt noch ein Preisvorteil. Ganz abgesehen davon, dass ich in den Läden z. B. weißen Pfeffer mit viel Glück besten Falls mal in einer 250 g Packung finde, kosten diese dann um die 8 €, was einem Preis von 24 € je kg entspricht. Für 1 kg frisch geschrotenen weißen Pfeffer habe ich gerade mal 15 € bezahlt. Natürlich kaufe ich nur Gewürze die ich auch viel verwende in diesen Mengen, ansonsten würde die Lagerzeit zu lang und das macht auch keinen Sinn. Zur Aufbewahrung haben sich Plastik Dosen mit Schraubdeckel bewährt. Ich nehme eckige statt runde Dosen, das spart Platz im Schrank.

Eines kann ich mit Gewissheit sagen: Bei Gewürzen muss man in der heutigen Zeit ebenso aufpassen, wie bei allen anderen Lebensmitteln auch. Man ist auch hier sehr gut beraten sich ganz genau anzuschauen, ob die Gewürze wirklich naturbelassen sind, oder ob irgendwelche Zusatzstoffe bzw. Geschmacksverstärker beigemischt wurden. Leider ist es in der heutigen Zeit so, dass man nirgends mehr davon ausgehen kann, dass nur das enthalten ist was wir erwarten oder vermuten. Das ist sehr schade, aber leider Realität.