Posts in Category: Blog

Frische Pilze …

Frische Pilze …

Pilze haben gleich mehrere Vorteile: Sie schmecken gut, sind nahezu frei von Kohlenhydraten (zumindest die meisten) und man kann sie auf vielfältige Art und Weise verwenden. Da sollte man doch meinen bei einer natürlichen, KH armen Ernährung wie LCHF sie darstellt, seien Pilze einer der Renner schlechthin. Doch hat man eher Glück wenn sie in der Szene einmal Erwähnung finden. Allerdings ist das nicht nur mit den Pilzen so, auch viele andere Lebensmittel finden doch relativ weniger Beachtung als man meinen sollte.

Es gibt sehr wenige Gerichte, zu denen Pilze nicht passen. Ob Fleisch oder Fisch, Salate oder Wild, selbst zu Suppen kann man sie verarbeiten. Oder einfach pur als Pilzpfanne, mit ein wenig Speck und frischen Kräutern - einfach nur köstlich. Ob in der Soße verarbeitet oder als Beilage zu / statt Gemüse, Pilze sind immer eine tolle Alternative. Durch den geringen oder teils gar nicht vorhandenen Gehalt an KH auch für Abnehmer bestens geeignet. Heute gibt es in jedem gut sortierten Supermarkt ein reichhaltiges Angebot an Pilzen, da sollte man öfter mal zugreifen. Wer sich mit Pilzen auskennt kann sie in der Saison natürlich auch selbst sammeln.

Am WE habe ich die ersten frischen Pfifferlinge für dieses Jahr ergattern können ...

Serrano Schinken

Serrano Schinken

An einen rohen Schinken gehört eigentlich nur Salz und Rauch (sofern es sich nicht um einen luftgetrockneten Schinken handelt). Da haben weder Zusatzstoffe etwas verloren, noch Geschmacksverstärker oder gar Zucker. Doch leider ist es heute selbst beim rohen Schinken ein echtes Problem einen Schinken zu finden, der nicht vor Zusatzstoffen strotzt (ist übrigens beim Bacon / Bauchspeck nicht anders). Hier ein Beispiel, was man in der Zutatenliste von rohem Schinken meist findet:

Zutaten:
Schweinefleisch, jodiertes Speisesalz, Dextrose, Gewürze (unter dem Begriff kann alles mögliche versteckt sein),
Antioxidationsmittel: Natriumascorbat,
Konservierungsstoff: Natriumnitrit
Buchenholzrauch

Das ist nur ein Beispiel von vielen. Deshalb verwende ich meist Parmaschinken, oder den Spanischen Serrano. Aber selbst hier muss man heute höllisch aufpassen, auch hier sind nicht alle Angebote koscher. Doch nun habe ich wieder eine Quelle für Serrano Schinken gefunden, der keinerlei Zusatzstoffe enthält. Der schmeckt einfach fantastisch.

Ich frühstücke ja nur sehr selten, meist mal am Sonntag. Heute war es wieder soweit. Weich gekochte Eier, etwas Salz und diesen köstlichen, hauchdünn geschnittenen Schinken dazu. Dann noch einen Buttercafe und ich habe alles was ich brauche!

Schöne und vor allem schmackhafte Feiertage wünsche ich euch ...

Wichtigtuer oder Dummschwätzer?

Mehr als lächerlich machen kann man sich nicht …

Das Internet ist eine wahre Fundgrube an Wissen, es gibt kein Thema zu dem man nicht unzählige Ratschläge, Erklärungen und Tipps findet. Einerseits ist das eine tolle Sache, auf der anderen Seite muss das, was man so findet nicht immer richtig sein. Nicht immer entsprechen die Erläuterungen und Erklärungen den Tatsachen und nicht immer kommen die Beiträge von Sachkundigen. Die Fehlerquote ist schon recht hoch, das muss man einfach berücksichtigen, wenn man im Internet nach brauchbaren Informationen sucht.

Kochen und Rezepte machen da keine Ausnahme, auch hier findet man viel Unsinn, Halbwissen und Beschreibungen, die nicht wirklich weiterhelfen. Lustig wird es dann, wenn offensichtlich Ahnungslose diejenigen, die etwas mehr von der Materie verstehen, als Wichtigtuer bezeichnen. So bin ich kürzlich über ein Rezept von Mayonnaise gestolpert, das mich gleich in mehrfacher Hinsicht zum Schmunzeln brachte. Natürlich kann jeder seine Mayonnaise machen wie er möchte, wenn es funktioniert und schmeckt ist das völlig in Ordnung. Wenn aber jemand die Variante mit Eigelb statt Vollei als "Wichtigtuer - Rezept" bezeichnet, dann dokumentiert er / sie auf eindrucksvolle Art und Weise, wie wenig Fachwissen rund ums Kochen vorhanden ist. Da wird dann auch noch einer drauf gesetzt und die Ahnungslosigkeit richtig dokumentiert und auf die Spitze getrieben indem verkündet wird, dass mit ein paar Kräutern die Mayo flugs zur Remoulade wird. Mal abgesehen davon, dass zu einer Remoulade ein wenig mehr gehört als ein paar Kräuter (wie z.B. Gurke, Kapern, Sardellen etc.), ist dies ein klassisches Beispiel wie man mit genügend Ahnungslosigkeit so richtig dumm daherreden kann.

Ob Schnellmayonnaise mit Vollei oder die klassische Variante mit Eigelb, beide Versionen haben ihre Berechtigung und beide Herstellungsarten haben ihre Vorteile. Nun generell zu sagen diese oder jene Variante sei die bessere oder richtigere, ist schlicht und ergreifend falsch. Die Variante mit Eigelb als "Wichtigtuer - Rezept" zu bezeichnen ist jedoch einfach nur dumm (sorry, aber anders kann ich es nicht bezeichnen)! Doch wo liegt nun der Unterschied, wann macht die Variante mit Vollei Sinn und wann ist es besser, die Mayo nur mit Eigelb herzustellen? Dazu muss man sich zunächst einmal die Ergebnisse beider Varianten anschauen. Die Zutaten sind absolut identisch, einmal mit Vollei, einmal mit Eigelb:

1. Mayonnaise mit Vollei
Der Vorteil besteht darin, dass diese Variante etwas schneller und vielleicht (aber wirklich nur vielleicht) auch einfacher herzustellen ist, als die Variante nur mit Eigelb. Auch ist sie sehr schön cremig und hat eine fast weiße Farbe. Je nachdem welches Öl man verwendet, tritt der evtl. Eigengeschmack des Öles ein wenig mehr in den Hintergrund, als wenn man nur Eigelb verwendet. Das kann z.B. dann wichtig sein, wenn man ein Ölivenöl verwendet.
Wo Vorteile sind, findet sich meist auch ein Nachteil. Die Konsistenz ist hier das Problem, bzw. kann es sein. Durch den im Vergleich zum Eigelb doch sehr hohen Anteil an Eiweiß, hat die Mayo eine nicht ganz so stabile und feste Konsistenz als dies bei der Eigelb Variante der Fall ist. Verarbeitet man die Mayo nun weiter zu einer Soße, bei der noch Flüssigkeit benötigt wird, wird die gewünschte Soße sehr schnell zu dünn. Der fertige Dip oder die fertige Soße hat dann nicht die eigentlich gewünschte Konsistenz. Oft wird das dann eine zu "wässrige" Angelegenheit, was so nicht gewünscht ist.

2. Mayonnaise mit Eigelb
Hier ist der Vorteil ganz klar die kräftigere Konsistenz, was bei der weiteren Verarbeitung ganz klar von Vorteil ist. Es bieten sich mehr Möglichkeiten mit flüssigen Zutaten oder Zutaten die viel Wasser bzw. Feuchtigkeit enthalten als dies bei der Vollei Mayo der Fall ist. Nachteil ist die geringfügig schwierigere Herstellung, allerdings ist das nur am Anfang so. Wenn man einmal ein wenig Übung mit der Mayonnaise hat, geht auch diese Variante schnell und einfach von der Hand. Doch der Vorteil der Volleivariante (dass ein Eigengeschmack des verwendeten Öles nicht so durchschlägt), muss hier nicht unbedingt ein Nachteil sein. Nimmt man ein Öl, dessen Eigengeschmack im Endprodukt erwünscht ist, kann dies in dieser Variante eher oder auch als Vorteil verbucht werden.

Wir sehen also, das angestrebte Endprodukt ist maßgeblich dafür welche Variante letztlich die sinnvollere ist. Hier haben beide Varianten nun einmal andere Eigenschaften, die man sich bei der weiteren Verarbeitung zunutze macht. Will man lediglich eine leckere Mayonnaise als Endprodukt haben, ist es eine Frage des persönlichen Geschmacks, welcher Variante man letztlich den Vorzug gibt. Man sollte einfach beide ausprobieren und findet so sehr schnell heraus, welche man lieber mag. Geschmäcker sind verschieden, da entscheidet die persönliche Vorliebe.

Die eben angesprochene Remoulade ist übrigens ein schönes Beispiel für die weitere Verarbeitung der Mayonnaise und auch um deutlich zu machen, warum hier die Eigelb Variante vorzuziehen ist. Wirft man lediglich ein paar Kräuter in die Mayo und meint, dies sei eine Remoulade, dann macht es freilich keinen Unterschied. Doch das hat dann auch nichts mit einer Remoulade zu tun, sondern ist lediglich eine Kräuter Mayonnaise bzw. eine Mayonnaise mit Kräutern. Neben frischen, gehackten Kräutern gehören in eine Remoulade auch fein gehackte Gewürzgurken, Kapern, Sardellen sowie etwas Essig und / oder Zitronensaft. Und da sind wir beim Thema: Essig und Zitronensaft sind Flüssigkeiten, die die Konsistenz verdünnen. Gewürzgurke und Kapern beinhalten viel Flüssigkeit, auch das verändert die Konsistenz.

Ein anderes Beispiel wäre die klassische Cocktailsoße, auch hier hat es Zutaten die die Konsistenz beeinflussen bzw. verändern, wie Cognac, Zitronen- oder Orangensaft, oder auch Meerrettich und flüssige Sahne. Auch bei dieser Soße greife ich auf jeden Fall zur Vollei Variante weil die Soße sonst zu dünn wird.

Beim Kochen hat man sehr viele Freiheiten und viele Wege führen nach Rom. Über Geschmack lässt sich ebenso wenig diskutieren wie über Anspruch. Doch es hat gute Gründe, warum gewisse Grundtechniken in der Zubereitung nun einmal so sind wie sie sind. Wer nun solche Grundtechniken, die die Basis des Kochens darstellen als "Wichtigtuer - Rezepte" abtut dokumentiert damit nicht nur, wie wenig er oder sie vom Kochen versteht, sondern löst allgemeine Erheiterung bei denen aus, die ein wenig tiefer in der Materie zuhause sind. Man hat sich mit zuviel Halbwissen schnell mal ein Eigentor geschossen, Punkte sammeln kann man mit solchen Sprüchen nämlich nur bei denen, die noch weniger Ahnung von der Sache haben als man selbst! Es ist immer wieder verwunderlich, warum man nicht einfach die Klappe hält, wenn man keine Ahnung hat oder nur ein wenig Halbwissen. Aber nein, da werden rechtschaffend die beleidigt die es richtig machen, und das nur um sein eigenes Unvermögen und Unwissenheit unter den Teppich zu kehren. Dabei merkt man nicht einmal, dass der Schuss permanent nach hinten los geht. Aber Hauptsache man hat klug daher geredet ...

Frosch im Garten …

Bei uns im Garten hüpft öfter mal ein Frosch durch die Gegend, gestern hatte ich endlich mal Gelegenheit ein Foto zu machen. Meist ist er wieder verschwunden bis ich die Kamera geholt habe, doch nun habe ich ihn erwischt!

Hier isser, der Hoppelmann:

Frösche hat es im Garten dauernd, das liegt wohl an dem Bach, der um unser Grundstück herum fließt. Da paddeln auch dauern 2 Wildenten drin rum, nur leider ist es mir noch nicht gelungen, die beiden vernünftig zu fotografieren. Sobald man mit der Kamera zu nahe kommt, fliegen sie leider weg.

Hier mal ein Foto vom Bach:

Wasser liebe ich ja über alles, ob Meer, Fluss oder kleiner Bach. Zur Not würde es auch ein Gartenteich tun, allerdings geht nichts über einen schönen kleinen Bach. Im Garten sitzen und dem Wasser zuschauen ist echt toll. Das Plätschern des Baches beruhigt ungemein.

ENTPUPPT – von Annika Rask

Suddas Buch über ihren LCHF Weg

obwohl ich mit zu den Ersten gezählt habe, die Suddas Buch in den Händen hielten, komme ich erst jetzt dazu, etwas darüber zu schreiben, schließlich musste ich es erst einmal lesen. Doch da lag das Problem, denn Zeit ist bei mir im Moment wirklich Mangelware, aber ich habe es endlich geschafft.

Wer von uns LCHF-lern kennt Sudda Sudda und ihren Blog nicht? Viele, die heute nach LCHF leben, haben durch ihren Blog zu LCHF gefunden. Sie ist sozusagen ein LCHF Urgestein der ersten Stunde in Deutschland und geht seit rund 5 Jahren ihren Weg. Diesen beschreibt sie recht anschaulich in ihrer kurzweiligen Art und Weise wie wir sie aus ihrem Blog kennen. Ich kann nur sagen liebe Annika, ein rundum gelungenes Werk, das eine hilfreiche Lektüre für alle darstellt, die sich für LCHF als Ernährungsform interessieren. Auch für diejenigen die abnehmen möchten gibst Du viele interessante Tipps und Hinweise. Hier hätte ich mir teilweise eine etwas deutlichere Sprache und Ausdrucksweise gewünscht, aber unsere Annika ist da eher die Frau der leiseren Töne, was ja nicht verkehrt ist. In vielen Passagen und Gedanken die sie beschreibt erkennt man sich wieder, hat immer wieder diese "stimmt, ist bei mir genauso" Momente. Was für mich persönlich ganz wichtig ist: Annika hat es vorgemacht, sie hat selbst rund 50 kg verloren. Auch wird in dem Buch recht deutlich, dass es nicht nur Höhen gibt, sondern auch Tiefen. Aber dazu gibt es natürlich viele nützliche Anregungen, wie man die Täler überwindet und sich immer wieder neu motiviert.

Was ich mir vielleicht auch gewünscht hätte, wären vielleicht ein paar mehr Rezepte oder Anleitungen gewesen, wie man LCHF mit natürlichen Lebensmitteln im Alltag umsetzt. Doch das hätte dann sicher den Rahmen gesprengt und der Focus liegt hier auf Suddas Weg und Erfolg. Ich denke das Buch wird vielen Mut machen und zeigen, was man mit LCHF erreichen kann, wenn man es konsequent umsetzt. Was ich gut finde ist auch, dass Sudda die Stolperfallen anspricht in die man tappen kann, gerade am Anfang! Auch die vorher / nachher Beispiele zeigen sehr eindrucksvoll, was man mit einer gesunden Ernährung erreichen kann.

Fazit: Ein sehr gelungenes Buch, kurzweilig und interessant geschrieben. Es macht nicht nur Spaß beim Lesen, sondern gibt viele hilfreiche Informationen für Menschen, die etwas verändern möchten an ihrer Ernährung und auch für die, die auf gesunde Art und Weise abnehmen wollen oder müssen.

Entpuppt findet ihr übrigens auch unter meinen Buchempfehlungen.

Suddas Blog findet ihr HIER
, wer ihn noch nicht kennt, sollte unbedingt mal reinschauen.

Bleibt mir nur noch dir zu gratulieren liebe Annika, ein rundum gelungenes Werk (was anderes habe ich von dir auch nicht erwartet). Aus eigener Erfahrung weiß ich wie viel Arbeit und schlaflose Nächte in solch einem Buch stecken. Ich wünsche dir daher allen Erfolg der Welt mit Entpuppt!

Hier findet ihr das Buch und könnt es auch gleich bestellen wenn ihr mögt:

Fischstäbchen selbst gemacht

Fischstäbchen selbst gemacht

Ich bin ja nicht nur ein Fan von Fisch und Meeresfrüchten allgemein, auch die Fischstäbchen mochte ich von Kindesbeinen an. Doch das tun vermutlich die meisten Kinder, da war ich sicher kein Einzelfall. Heute mache ich mir meine Fischstäbchen selbst von frischem Köhler (Seelachs), paniert werden sie in feinen Kokosraspeln. Zugegeben, sie haben eine etwas andere Form als die Fertigprodukte. Diese Form hinzubekommen wäre kein Problem, der Zeitaufwand ist mir jedoch zu groß, schmecken tun sie schließlich auch so.

Dazu passt sehr schön ein Salat, jedoch brauche ich den nicht wirklich. Leckerer, knuspriger Fisch und ein Dip dazu, dann bin ich schon zufrieden. Ob Remoulade, Cocktailsoße, Senf- oder Currydip, hie passt vieles. Diesmal gab es eine Remoulade, manchmal mache ich auch 3 verschiedene Dips, einfach weil es so lecker ist.

Sehr einfach, sehr preiswert, sehr schnell gemacht - was will man mehr.

Braucht man bei einer natürlichen Ernährungsweise gekörnte Brühe?

Wenn man sich für eine natürliche Ernährungsweise entscheidet sollte man sich auch darüber im klaren sein, was dies in der Praxis und dem Alltag bedeutet: Man sollte sich seine Mahlzeiten auf natürlichen, frischen Lebensmitteln und Zutaten zubereiten. Hört sich sehr einfach an, scheint aber doch unendlich schwer zu sein. Aus welchem Grund wohl werden von vielen (oder sogar den meisten) permanent Fertigprodukte benutzt? Verblüffend ist auch, mit welch fadengründigen Behauptungen Fertigprodukte gerechtfertigt und legitimiert werden (zumindest versucht man dies). Besonders beliebt scheint neben Soßenpulver, Mayo aus der Tube oder Hollandaise aus dem Tetrapack die gekörnte Brühe zu sein.

Die Ausreden sind freilich immer die gleichen, meist sind es Zeitgründe die als Ausreden herhalten müssen. Da wird groß schwadroniert dass es Menschen gibt, die schließlich arbeiten müssten und daher keine Zeit hätten, solche Dinge selbst herzustellen. Daher sei es völlig legitim auf entsprechende Fertigprodukte zurückzugreifen (klar, man kann sich alles schönreden und für jeden Unsinn eine Begründung finden). Richtig ist, dass jeder tun und lassen kann was er will, traurig ist allerdings dass dann immer die, die nicht auf Fertigprodukte zurückgreifen regelrecht beschimpft und beleidigt werden. Da wird einem unterstellt man sei Arbeitslos oder Rentner und hätte einfach zuviel Zeit. Dabei haben derartige unflätige Angriffe in Wirklichkeit nur einen einzigen Hintergrund: Das eigene Unvermögen zu überspielen. Wenn ich persönlich von etwas keine Ahnung habe halte ich zu dem Thema einfach die Klappe, statt diejenigen dumm anzumachen, die wissen wie man es richtig macht und dies auch tun.

Fakt ist, gekörnte Brühe braucht kein Mensch, auch dann nicht, wenn man wirklich wenig Zeit hat. Voraussetzung ist natürlich, dass man weiß, wie man ohne auskommt und zumindest die Grundregeln des Kochens beherrscht. Hat man diese Kenntnisse nicht, sieht es natürlich sehr düster aus. Die ganzen Hilfsmittel, die von der Industrie so angeboten werden braucht kein Mensch und kein Koch der ein wenig Ehre im Leib hat, wird diesen Kram anfassen. Es gibt immer Situationen in denen es recht schnell gehen muss, aber da gibt es dann Möglichkeiten genug, aus frischen und natürlichen Zutaten eine sehr schnelle Mahlzeit zuzubereiten.

Dabei hat man in der Regel, wenn man sich denn wirklich mit natürlichen Lebensmitteln und Zutaten ernährt, Brühen sozusagen als Abfall ausreichend zur Verfügung. Da ich z.B. viel frisches Gemüse verwende, fallen da reichlich Abschnitte beim Putzen an, die fliegen natürlich nicht in die Bio Tonne oder auf den Kompost. Alles was so anfällt, wandert bei mir in einen Topf mit Wasser und wird zur Gemüsebrühe verarbeitet. Genauso fällt regelmäßig mehr Fleisch oder Hühnerbrühe an, als ich verbrauchen kann, selbst dann nicht, wenn ich sie einfriere. Wobei wir schon bei der nächsten Ausrede sind: Es gibt Menschen, die haben keinen Gefrierschrank oder nur ein kleines Tiefkühlfach. Nun, dem kann man sicherlich Abhilfe schaffen, denn ein Gefrierschrank ist eine sehr nützliche Angelegenheit, gerade wenn man sich mit natürlichen Lebensmitteln ernähren möchte. Ein finanzielles Problem kann es nicht sein, denn für Flachbildfernseher, Smartphones neuester Generation oder Laptop ist ebenso Geld vorhanden, wie für allen möglichen anderen Schnickschnak. Auch ein Platzproblem kann es nicht sein, denn es gibt heute Gefrierschränke in allen Größen, die auch in der kleinsten Lücke Platz finden. Es ist wie so oft viel mehr eine Frage des Wollens.

Was den Zeitfaktor angeht bekommt man dann ganz vorwurfsvoll und fast schon verächtlich an den Kopf geworfen, dass eine Gemüsebrühe schließlich 2,5 - 3 Stunden braucht. Das ist erst einmal richtig (bei mir steht sie sogar noch viel länger auf dem Herd), hier ist dann eine entsprechende Planung und Organisation gefragt. Eine Brühe, egal ob Gemüsebrühe, Hühnerbrühe oder Fleischbrühe kann man nicht in 5 Minuten herstellen, das ist so. Hier ist also etwas Vorausplanung angesagt. Lustig ist deshalb auch die Begründung, dass man ja meist nicht soviel Zeit habe, weil eben die Brühe so lange braucht. Auch diese Ausrede ist völliger Unfug. Klar steht die Brühe mehrere Stunden auf dem Herd, doch da muss ich nicht neben dran stehen und aufpassen, dass der Topf nicht vom Herd fällt. Der effektive Zeitaufwand eine Brühe anzusetzen beträgt zwischen 5 und max. 10 Minuten, ebenfalls nochmal 5 Minuten beim Passieren. Wer diese 10 - 15 Minuten nicht aufbringen kann, der sollte lieber einmal über sein Zeitmanagement nachdenken, als dumm und fresch daherzureden. Da werden Stunden am Tag in Internetforen verbracht, massenhaft Beiträge gepostet, jeder Pups in sozialen Netzwerken dokumentiert, aber um eine natürliche Ernährung richtig umzusetzen muss man angeblich arbeitslos oder Rentner sein. Da kann ich mich nur am Kopf kratzen und fragen: gehts noch? Früher haben die Menschen wesentlich mehr arbeiten müssen als heute, dennoch haben sie es auf die Reihe bekommen (bzw. auch müssen), ihre Mahlzeiten aus frischen und natürlichen Zutaten zuzubereiten. Es gab weder Fertigprodukte, noch all diese Hilfsmittel, die man heute zur Verfügung hat. Daher sollten gerade diejenigen, die mit immer neuen Ausreden und Ausflüchten um die Ecke kommen mal darüber nachdenken, ob nicht eigene Defizite die wirkliche Ursache des Problems sind.

Doch auch dann, wenn ich mal keine Brühe zur Hand habe (was auch bei mir vorkommt), brauche ich nicht auf irgendwelche Fertigprodukte zurückzugreifen, es geht auch anders. Wenn ich kein Fahrrad habe, kann ich keine Radtour machen, wenn ich keine Fleischbrühe habe, gibt es eben keinen Eintopf, so einfach ist das. Die Gerichte, bei denen eine Brühe unbedingt erforderlich ist mache ich dann, wenn ich Brühe zur Verfügung habe (oder Zeit und Muße habe eine zu kochen) und nicht dann, wenn gerade keine verfügbar ist und es noch dazu sehr schnell gehen muss.

Gekörnte Brühe, Soßenpulver und all die anderen Hilfsmittel die die Industrie heute anbietet, haben nur 2 Berechtigungen:

1. Wenn man nicht weiß, wie man ohne kocht
2. Wenn man zu bequem (oder sollte man besser sagen zu faul?) ist, um seine Mahlzeiten aus frischen und natürlichen Zutaten zuzubereiten

Weiß man nicht wie es geht ist das keine Schande, man kann es sehr schnell lernen und vor allem heute überall im Internet nachlesen. Unzählige Videos zeigen wie es gemacht wird, und Kochsendungen gibt es wie Sand am Meer, in denen Schritt für Schritt gezeigt und erklärt wird, wie es geht und auch wie einfach das ist.

Ist man allerdings zu bequem sich ausschließlich frischer und natürlicher Lebensmittel zu bedienen, dann sollte man vielleicht ernsthaft darüber nachdenken, ob LCHF oder eine andere Ernährungsweise die auf natürlichen Lebensmitteln basierten wirklich das Richtige ist, statt Tatsachen zu verdrehen, dämliche Behauptungen aufzustellen und diejenigen angreifen, die es richtig umsetzen.

Keiner wird gezwungen und jeder kann tun was er möchte, gar keine Frage. Nur sollten diejenigen, die es nicht richtig umsetzen wollen oder können aufhören mit mehr als unsinnigen Rechtfertigungen und Ausreden die Regeln einer natürlichen Ernährung zu verbiegen wie es denn gerade in den Kram passt. Vor allem wäre es wünschenswert, wenn nicht diejenigen, die es richtig machen wollen auch noch beleidigt und dumm angemacht werden. Wer nicht will, der soll tun was er möchte, aber zum Thema dann einfach nur seine große Klappe halten, das gilt erst recht für diejenigen, die keine Ahnung haben, aber die Raffel so weit aufreißen dass es zieht!

Interessant und unlogisch ist auch, dass bei manchen Dingen nichts gut genug ist, da wird ein riesen Theater gemacht. In der Regel sind dies aber Produkte wie Butter oder Öl, die man fertig im Laden kaufen kann. Da ist zum Beispiel Deutsche Markenbutter nicht gut genug, es muss unbedingt Butter vom Weiderind sei. Klar, kann man so sehen, jedoch ist es dann albern dass immer dann, wenn es an die Bequemlichkeit geht, die liederlichsten Fertigprodukt plötzlich völlig legitim sein soll. Da ist dann Mayo aus der Tube ebenso in Ordnung wie Hollandaise aus dem Tetrapack oder Fleisch und Wurstwaren, die vor Zusatzstoffen und Geschmacksverstärkern nur so strotzen. Spricht man diese Unlogik leise an, bricht ein wahrer Shitstorm vom Allerfeinsten los, da ist sich die Gemeinde der Verweigerer dann völlig einig. Da reicht es schon zu behaupten man benutze ausschließlich natürliche Zutaten um den Zorn der Möchtegern Gesundernährern auf sich zu ziehen.

Nicht falsch verstehen: Jeder kann tun was er will. Wenn jemand den Arsch in der Hose hat zu sagen: Ich schaffe es nicht oder ich kann bzw. will dies oder jenes nicht weglassen oder umsetzen ist das ja völlig in Ordnung. Niemand wird gezwungen die natürliche Ernährung zu 100% umzusetzen. Auch kann man über alles diskutieren. Aber es ist unterste Schublade statt dieser Ehrlichkeit diejenigen anzugreifen und zu beleidigen, die es richtig machen wollen und auch tun. Doch die Zahl derer, die diesen Mumm und dieses Rückgrat haben ist leider ziemlich gering. Da wird lieber diffamiert, gehetzt und beleidigt was das Zeug hält und das nur aus einem einzigen Grund, nämlich um das eigene Versagen und Unvermögen in der Sache unter den Teppich zu kehren. Wer sich erdreistet die heilige Süßstoffkuh zu beleidigen oder festzustellen dass LCHF keine Nachbauten Diät ist, der wird zum Ziel massiver Anfeindungen. Dabei kann natürliche Ernährung nicht nur sehr einfach sein, sondern auch sehr schmackhaft. Und dazu braucht man weder Fertigprodukte, noch Süßstoffe oder all die Hilfsmittel, die die Industrie so anbietet. Da flüchtet man sich dann lieber in Ausreden oder Rechtfertigungen und redet sich das eigene Unvermögen schön indem man diejenigen, die es richtig machen wollen und vor allem auch können, als die Deppen, Dogmatiker oder Hardliner hinstellt. Eigentlich ist das lächerlich und eher zum schmunzeln, doch stört es erheblich die Kommunikation derer, die sich wirklich gesund und natürlich ernähren möchten. Ich denke dass es an der Zeit ist, diesen Möchtegern LCHF-lern mal die Stirn zu bieten und nicht zu jedem Unsinn aus lauter Höflichkeit Ja und Amen zu sagen. Es ist an der Zeit einiges gerade zurücken und den Tatsachen und Fakten ins Auge zu blicken. Es kann nicht sein, dass LCHF in Deutschland zur Nachbauten und Süßstoff Diät verkommt, noch bevor es hier richtig angekommen ist, nur weil einige es nicht auf die Reihe bekommen oder auf die Reihe bekommen wollen.

Wer sich nicht natürlich ernähren möchte oder kann, der soll sich doch bitte eine Ernährungsweise suchen die zu ihm passt und ihm genehm ist, das ist ja überhaupt kein Problem. Aber diese Leute sollten bezüglich natürlicher Ernährung dann auch einfach mal die Klappe halten, denn das dämliche Gelabere nervt einfach nur. Macht und esst was ihr wollt, aber verschont einfach die Welt vor eurem dummen Geschwätz, wenn es um natürliche Ernährung geht und darum, wie man diese umsetzt.

Salat von grünem Spargel und Erdbeeren

Salat von grünem Spargel und Erdbeeren mit Rucola und Kräuterseitling

Erdbeeren und Spargel geht nicht? Von wegen, das ist eine sehr interessante Kombination und ergibt einen tollen Salat. Als weitere Bestandteile hatte ich hier Rucola, gebratene Kräuterseitlinge und Mairübchen. Hier treffen leicht bitter (Rucola), Süße (Spargel) und Säure (Erdbeere) aufeinander, das harmoniert ganz toll miteinander!

Für das Dressing habe ich einen milden Himbeeressig verwendet. Dazu ein gutes, mildes Olivenöl, Zitronenabrieb, Zitronensaft, ein wenig vom Kochwasser des Spargel und Honig. Fenchelsamen, Senfsaat und Piment habe ich erst in der Pfanne leicht angeröstet, dann im Mörser zerstoßen. Mit Salz und Pfeffer aus der Mühle abschmecken und als letzten Kick noch einen Hauch von Vanille und ein paar kleine Blättchen frische Zitronenmelisse dazu.

Einfach köstlich und bei den warmen Temperaturen gerade das Richtige. Allerdings sollten Abnehmer sich diese Leckerei besser verkneifen.

Broccoli in Vanillebutter

Broccoli in Vanillebutter mit gerösteten Mandeln

Broccoli ist ja ein sehr leckeres Gemüse mit einem wunderbaren Eigengeschmack. Da versuche ich den Geschmack des Gemüses zu unterstützen und nicht zu erschlagen. Den Broccoli habe ich zunächst in feine Röschen zerteilt und ihn bissfest blanchiert. Abschrecken in eiskaltem Wasser nicht vergessen.

Nun einfach feine Würfel von Schalotten in Butter anschwitzen, etwas Vanille dazugeben (nur einen Hauch), dann den Broccoli dazugeben und in der Vanillebutter kurz schwenken. Mit etwas Salz, Pfeffer aus der Mühle und ein wenig Zitronensaft (wenige Tropfen genügen). Zum Schluss die Mandelblättchen dazugeben und nochmal kurz mitschwenken.

Absolut schnell und einfach, aber mega köstlich, probiert es einfach mal aus!

Rinderzunge

Rinderzunge in Madeira mit Gemüsen

Rinderzunge wird ja zu den Innereien gezählt und daher von vielen eher mit Argwohn betrachtet. Dabei ist die Zunge eines der schmackhaftesten Fleischstücke am Rind überhaupt. Klar, den Geschmack mag man oder nicht, aber das ist bei allem anderen nicht anders. Ich mag Zunge sehr gerne in allen möglichen Varianten der Zubereitung und da gibt es wirklich reichlich. Zunächst einmal wir die Zunge gekocht, ähnlich wie andere Stücke vom Rind auch. Ich gebe sie in heißes Wasser, Suppengemüse (Sellerie, Karotte, Lauch) dazu, und eine halbierte, geröstete Zwiebel (gibt Geschmack und der Brühe eine schöne Farbe). In dem Fall gebe ich auch etwas grobes Meersalz, ein paar Pfefferkörner und ein Lorbeerblatt dazu.

Nach etwa 2 - 3 Stunden (je nach Größe und Beschaffenheit der Zunge) ist sie gar. Wichtig dabei ist, dass sie nicht sprudelnd wallt, sondern leicht vor sich hinköchelt. Die Zunge sollte schön weich sein, aber nicht verkocht, so dass sie bereits auseinanderfällt. Überprufen kann man den Gargrad ganz einfach mit einer Fleischgabel. Sticht man mit der Gabel in die Zunge und kann sie leicht wieder herausziehen, ist die Zunge gar. Dann nehme ich sie aus der Brühe und gebe sie auf ein Blech. Am besten zieht man die Haut nun gleich ab, solange die Zunge noch richtig heiß ist, denn dann löst sich die Haut ganz leicht. Wartet man zu lange und lässt die Zunge zu weit abkühlen, lässt sich die Haut viel schwerer lösen. Um sich nicht die Finger zu verbrennen nimmt man einfach die Fleischgabel zur Hilfe.

Die Soße ist eine Reduktion aus Madeira, Rotwein, Grandjus, Butter und Gewürzen, sie enthält keinerlei Bindemittel und erreicht ihre Konsistenz durch reduzieren. Die Kräuterseitlinge passen sehr gut zur Zunge. Diese brate ich in etwas Öl an, bis sie etwas Farbe genommen haben. Dann Butter dazu, frische, fein geschnittene oder gehackte Kräuter und mit Salz und Pfeffer aus der Mühle würzen. Ich nehme meist weissen Pfeffer weil ich den für aromatischer halte, aber da gehen die Meinungen auseinander.

An Gemüsen nehme ich nach Lust und Laune was gerade verfügbar ist, hier war es Paprika, Lauch und Broccoli. Das Gemüse wurde lediglich blanchiert, in Butter geschwenkt und mit Salz, Pfeffer aus der Mühle und etwas Zitronensaft abgeschmeckt. Nun noch alles nett anrichten, dann sieht das ganze so aus:

  • Rinderzunge in Madeira
  • Rinderzunge kalt mit Remoulade

Eine Rinderzunge ist ja kein Leichtgewicht, sie werden meist ab 1 kg aufwärts angeboten. Diese hier hatte ca. 1,3 kg. Da bleibt natürlich immer reichlich übrig. Hier kann man nun die Zunge Portionsweise einfrieren und später weiter verwenden. Das passiert bei uns sehr selten, denn Zunge ist bei uns sehr beliebt. Kalt aufgeschnitten in dünnen Scheiben mit Remouladensoße (eignet sich übrigens super auch als Frühstück oder zum mitnehmen ins Büro).

So wie es unzählige Möglichkeiten gibt die Rinderzunge als warmes Gericht zuzubereiten, so gibt es ebenso viele Möglichkeiten die Zunge kalt zu verarbeiten. Besonders gerne mag ich die Zunge in Aspik, quasi als eine Art Sülze. Das werde ich demnächst hier auch einmal vorstellen, finde ich nämlich einfach göttlich!

Probiert es mal aus, Zunge ist sowas von lecker. Aufgrund der KH (3,9 g / 100 g alleine die Zunge plus die KH vom Gemüse) ist das Gericht für Abnehmer nicht unbedingt der Brüller!