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Gehts noch oder bin ich im falschen Film?

Seltsame Welt der gesunden Ernährung …

Stellt euch doch einmal mal folgendes Szenario vor:

Ich entscheide mich für die vegane Ernährungsform, weil ich das für gut und richtig halte und ich mich in Zukunft gesund und vegan ernähren möchte. Nun melde mich auch gleich im Forum der Veganer an und mache auch noch einen Blog über meine neue Ernährungsweise, schließlich möchte ich das ja auch dokumentieren. Dann verkünde ich voller Stolz meine ersten Schritte, berichte dass ich heute beim Metzger war und lecker Kotelett, Schnitzel und Haxe eingekauft habe, ebenso Salat, Gemüse und Sprossen. Natürlich poste ich auch gleich die erste Mahlzeit und beglücke die Veganer auch mit meinem ersten veganen Rezept: Kalbskotelette mit Spiegelei und extra viel veganem Salat dazu! Da ich mich intensiv mit der veganen Ernährungsweise beschäftigt habe ist mir ja schon klar, dass das nun mal gar nichts mit einer veganen Ernährungsweise zu tun hat, aber schließlich möchte ich mir weder Eier noch Fleisch versagen! Nun wird mich vermutlich jeder Veganer der seine Ernährungsform auch nur halbwegs ernst nimmt, etwas verwundert darauf aufmerksam machen, dass mein Essen absolut nichts mit einer veganen Ernährungsweise zu tun hat und das mit vollem Recht. Man könnte es den Veganern nicht einmal verübeln, wenn sie sich von mir richtiggehend verarscht vorkommen würden.

Wie jetzt? Was jetzt? Von wegen! Was sind denn das für arrogante Affen? Was bilden die sich denn überhaupt ein? Traut sich doch so ein Schnösel mir zu sagen, mein Kotelette wäre nicht vegan? Das ist ja wohl der Gipfel der Unfreundlichkeit und eine Dreistigkeit, wie ich sie noch nicht erlebt habe! Schließlich entscheide ich höchstpersönlich was vegan ist und was nicht, schließlich bin ich erwachsen und muss mich schon gar nicht maßregeln lassen. Und überhaupt, wenn ich Fleisch esse ist das eben veganes Fleisch, ich muss mir doch nicht von einem eingefleischten Veganer sagen lassen, was denn nun vegan sei und was nicht (auch dann nicht, wenn ich überall nachlesen kann, dass er die Wahrheit sagt).

Vermutlich hätte ich nun sehr gute Chancen für Kopfschütteln und allgemeine Erheiterung zu sorgen und wäre schneller wieder aus dem Forum der Veganer draußen, als ich rein gekommen bin. Jeder Veganer würde sich vermutlich am Kopf kratzen und sich eventuell fragen ob ich was getrunken habe oder einfach nur das falsche Kraut geraucht. Eventuell würde der ein oder andere nicht ganz unbegründet an meinem gesunden Menschenverstand zweifeln.

Bei LCHF scheint dies allerdings ganz anders zu sein, da liest man solche oder ähnliche Geschichten dauernd und am laufenden Band. Als Einstieg in die neue Ernährungsweise werden in der Regel nämlich gleich mal voller Stolz die Dinge konsumiert und präsentiert, die überhaupt nicht zur Philosophie gehören, bzw. wird sich gerade auf die Dinge gestürzt, die man eigentlich aus guten Gründen besser lassen sollte. Warum das so ist, muss man nicht wirklich verstehen. Nun, eigentlich ist das ja nicht weiter tragisch, schließlich ist noch kein Meister vom Himmel gefallen und jeder hat mal klein angefangen. Doch wehe man erdreistet sich bei LCHF ganz dezent darauf hinzuweisen, dass Fertigprodukte ebensowenig zu dieser Ernährungsweise gehören wie Geschmacksverstärker, Zucker oder Süßstoffe, dann ist aber mal richtig der Teufel los! Dann ist man unfreundlich, will die Leute maßregeln, ist arrogant, besserwisserisch und wird mal gleich mal rechtschaffend runtergemacht und zusammengefaltet.

Langsam fragt man sich da wirklich: Gehts noch?

Sicher kann jeder tun und lassen was er möchte, nur lauthals verkünden ich ernähre mich jetzt gesund und natürlich und dann genau das Gegenteil tun macht irgendwo absolut keinen Sinn , ist nicht logisch und passt mal überhaupt nicht zusammen. Da wird voller Stolz verkündet dass man das Gegenteil von dem macht was man tun sollte und die Gemeinde derer, die es auch nicht besser machen (wollen oder können) spendet beidhändigen Beifall! Warum entscheidet man sich für etwas, was man dann doch nicht umsetzen oder tun will, das muss mir mal einer erklären? Wenn man nicht dazu bereit ist (egal aus welchem Grund) dann kann man es doch einfach bleiben lassen, man wird doch nicht dazu gezwungen. Wobei, das Verwunderliche an der Sache ist nicht einmal so sehr die Tatsache, dass man etwas anderes tut als man tun sollte, sondern richtig krass ist eher, dass diejenigen dann noch angegriffen werden die sich erdreisten ganz dezent darauf hinzuweisen, dass da etwas falsch läuft und nichts mit der eigentlichen Thematik und Philosophie zu tun hat. Wenn ich ohne Fleisch nicht leben will, dann esse ich es eben, komme aber nicht auf die Schnapsidee mich vegan ernähren zu wollen und die Veganer oder Vegetarier dann dummdreist anzumachen, weil es zu deren Ernährungsweise eben nicht gehört und behaupte erst recht nicht, Fleisch gehöre zur veganen Ernährung, nur weil ich es nicht lassen möchte. Man könne es sogar noch anders vergleichen: Stellt euch mal vor, gesetzestreue Bürger würden von denen beschimpft und als Klugscheißer betitelt, die sich an keine Gesetze halten wollen oder können und dann noch mit der Begründung, jeder könne schließlich die Gesetze so auslegen, wie es ihm genehm sei! Da würde man sich echt an den Kopf langen und fragen, ob die noch alle auf dem Christbaum haben, bei LCHF ist das aber gängige und gelebte Praxis.

Besonders krass wird es dann, wenn es ums Abnehmen geht. Seine eigenen Erfahrungen behält man da am allerbesten für sich, denn diese scheinen gerade diejenigen, die wirklich davon profitieren könnten, nicht hören zu wollen. Bei gut gemeinten Ratschlägen aus eigener Erfahrung fühlen die sich dann gemaßregelt, wenn man dezent auf Dinge hinweist, die aller Wahrscheinlichkeit und Logik (und der eigenen Erfahrung) nach nicht funktionieren. Irgendwann kommt dann der Punkt an dem man seine Erfahrungen besser für sich behält und das Treiben lediglich aus sicherer Entfernung beobachtet und zuschaut, wie die Leute halt ins offene Messer laufen wie die Lemminge. Der Verlauf ist leider meist der gleiche, von 100 Einsteigern die ihre Ernährung umstellen wollen um endlich abzunehmen, tun es dann vielleicht 10% wirklich so, wie sie es tun sollten damit es auch funktioniert. Der Rest sucht sich das raus was ihm genehm ist und redet sich den Rest eben wie bisher schön. Langfristig wirklich abnehmen und das Gewicht dann auch noch beibehalten ist wieder eine andere Sache, das funktioniert eben nicht ohne das notwendige dafür zu tun, auch nicht bei LCHF. Dementsprechend gering ist dann auch die Erfolgsquote wenn man die Zahl derer vergleicht die anfangen, mit den Zahlen derer, die letztlich wirklich nennenswerten Erfolg haben und ihr Ziel erreichen. Die Fluktuation ist erschreckend hoch wenn nach wenigen Wochen festgestellt wird, dass ohne wirkliche Veränderungen in der Ernährung auch mit LCHF keine Wunder passieren. Wer nicht das Nötige bereit ist zu tun, wird auch mit LCHF nicht den erhofften Erfolg haben, dabei hat LCHF gerade wenn es ums Abnehmen geht ganz entscheidende Vorteile gegenüber anderen Ernährungsweisen.

Doch wie heißt es immer so schön: Wer nicht will, der hat schon und mein Großvater sagte immer: Wer nicht hören will, muss fühlen. Auf LCHF gemünzt bedeutet das soviel wie: Wer nicht bereit ist das Nötige zu tun, der kann sich sein Übergewicht auch weiterhin schönreden, von alleine und geschwollen daherreden purzeln auch bei LCHF nicht die Pfunde. Auch dann nicht, wenn man diejenigen, die eigentlich nur helfen wollen mit ihrer eigenen Erfahrung, als Spassbremsen ansieht und meint, man müsse sich an keine Regeln halten. Die Zustimmung derer, die selbst noch nichts auf die Reihe bekommen haben, hilft einem auch nicht wirklich weiter.

Doch warum ist das so? Warum entscheidet man sich für etwas, was man dann doch nicht bereit ist umzusetzen? Keine Ahnung, aber das kann ja auch jeder entscheiden wie er möchte. Was nur merkwürdig ist, ist eine andere Verhaltensweise, nämlich etwas zu behaupten, was nicht einmal ansatzweise den Tatsachen entspricht. Wer Fertigprodukte, Zucker und oder Süßstoffe verwendet (was ja sein gutes Recht ist), ernährt sich nun einmal nicht nach der Philosophie von LCHF oder einer gesunden, natürlichen Ernährung. Daran ändert auch nichts die alberne Behauptung, dies sei halt ein persönliches LCHF. Mancher wäre da eher gut beraten sich eine Ernährungsweise zu suchen, die besser zu ihm passt, statt sich LCHF zurechtbiegen zu wollen, dann wäre doch alles in Ordnung.

Allerdings muss man sagen, dass es Einsteigern auch nicht sonderlich leicht gemacht wird. Wenn aber sogar diejenigen, von denen man erwarten würde dass sie es richtig vermitteln, lieber Wasser predigen und dann doch Wein verkaufen, dann ist das nicht sonderlich hilfreich. Dass irgendwann auch die Industrie auf den LCHF Zug aufspringt war leider zu erwarten. In Schweden scheint dies bereits der Fall zu sein und die industriell hergestellten angeblichen LCHF Produkte schießen anscheinend wie Pilze aus dem Boden. Dass diese Produkte nicht viel mit wirklichem LCHF und gesunder, natürlicher Ernährung zu tun haben sollte jedem klar sein, der einigermaßen logisch denken kann. So wird zum Beispiel bereits in Deutschland im eigens geschaffenen LCHF Shop überwiegend das angeboten, was man nach den Regeln einer natürlichen Ernährung besser lassen sollte. Backmischungen, gekörnte Brühe und Süßstoffe sind keine Lebensmittel die man braucht oder verwenden sollte, wenn man sich natürlich und gesund ernähren möchte und erst recht nicht, wenn man auch noch abnehmen möchte. Merkwürdig ist dabei z.B., dass Kartoffeln wegen ihrem Stärkegehalt bei LCHF gemieden werden, dann aber im Shop Pofiber als "LCHF Lebensmittel" angeboten wird, ein Industrieprodukt, dass aus Kartoffelfasern hergestellt wird. Besonders lustig ist auch die Begründung, warum dies LCHF konform sei: In Schweden wird das sehr gerne verwendet, ah ja! Wenn ich hier in Deutschland mit Haschisch oder Marihuana von der Polizei erwischt werde wird es mir reichlich wenig nutzen, wenn ich die Beamten erstmal zurechtweise und ihnen erkläre, dass das Zeug schließlich in Holland gerne genommen wird. Vermutlich werden die mich gleich mitnehmen und mittels einer Blutprobe testen ob ich zuviel Alkohol getrunken habe, oder schon zuviel von dem Zeugs geraucht habe.

Das ist in etwa so, als wenn die Polizei einen Shop eröffnet in dem Einbruchswerkzeuge angeboten werden und gleichzeitig erklärt, dass mit diesen Werkzeugen verübte Einbrüche keine Straftaten seien im Sinne des Gesetzes und damit völlig legal. Oder die Polizei in ihrem Shop Hasch und Marihuana anbietet mit dem Hinweis, das würde in Holland legal und gerne verwendet. Ich denke mal, dass dies für allgemeine Erheiterung sogen würde und manch einer würde sich an den Kopf langen. Doch bei LCHF ist solch eine Logik und Argumentation ganz normal. Im Gegenteil, wer sich erdreistet auf Widersprüche hinzuweisen, oder darauf dass bestimmte Dinge nun einmal absolut nicht zu LCHF oder einer gesunden Ernährung gehören, der wird sofort zur Person non grata ernannt. Mal ehrlich, Ist ja auch eine bodenlose Frechheit und Ungezogenheit ohnegleichen, Fakten und Tatsachen zu verteidigen und auf Dinge hinzuweisen, die schlicht und ergreifend nicht richtig sind.

Einen Trost hat man allerdings bei dem ganzen Treiben: Weder die Natur, noch der Stoffwechsel oder eigene Körper lassen sich bescheißen oder für dumm verkaufen. Die Folgen seinen Tuns wird man am eigenen Körper erfahren, das war bei mir leider auch so. Ich habe mir meine Ernährung auch über einige Jahre schöngeredet und meinen Preis dafür bezahlen müssen. Zum Glück habe ich gerade noch die Kurve bekommen bevor es ganz zu spät war, das hätte auch anders ausgehen können. Diese für mich sehr lehrreiche (und auch schmerzhafte) Erfahrung hat dazu geführt, dass ich heute so lebe wie ich es tue und davon nicht mehr abweiche. Auch nachdem ich mein Übergewicht abgebaut hatte, habe ich daran aus guten Gründen nichts mehr geändert. Anscheinend ist es wirklich so, dass man erst selbst mit dem Kopf voll gegen die Wand fahren muss, bevor man auch nur halbwegs einsichtig wird. Erst wenn es richtig weh tut ist Schluss mit lustig, doch es darauf ankommen zu lassen birgt die große Gefahr, dass es dann vielleicht zu spät sein könnte. Aber es steht ja nicht besonders viel auf dem Spiel, nur die eigene Gesundheit und die scheint vielen nichts wert zu sein, da gibt es anscheinend andere Prioritäten.

Auch beim Abnehmen hat man bei LCHF sehr viele Freiheiten, so dass man LCHF auf seine eigenen Bedürfnisse anpassen und abstimmen kann. Doch es gibt bestimmte Regeln die man besser befolgen sollte, wenn man wirklich Erfolg haben möchte. Tut man das nicht, wird man sich weiter im Kreis drehen, aber auch diese Erfahrung muss wohl jeder für sich selbst machen. Ob mann alles richtig macht kann man dabei täglich auf der Waage ablesen. Erstaunlicherweise sind diejenigen, die am weitesten die Klappe aufreißen auch diejenigen, die die wenigsten Erfolge vorzuweisen haben, woran das wohl liegen mag?

Wichtigtuer oder Dummschwätzer?

Mehr als lächerlich machen kann man sich nicht …

Das Internet ist eine wahre Fundgrube an Wissen, es gibt kein Thema zu dem man nicht unzählige Ratschläge, Erklärungen und Tipps findet. Einerseits ist das eine tolle Sache, auf der anderen Seite muss das, was man so findet nicht immer richtig sein. Nicht immer entsprechen die Erläuterungen und Erklärungen den Tatsachen und nicht immer kommen die Beiträge von Sachkundigen. Die Fehlerquote ist schon recht hoch, das muss man einfach berücksichtigen, wenn man im Internet nach brauchbaren Informationen sucht.

Kochen und Rezepte machen da keine Ausnahme, auch hier findet man viel Unsinn, Halbwissen und Beschreibungen, die nicht wirklich weiterhelfen. Lustig wird es dann, wenn offensichtlich Ahnungslose diejenigen, die etwas mehr von der Materie verstehen, als Wichtigtuer bezeichnen. So bin ich kürzlich über ein Rezept von Mayonnaise gestolpert, das mich gleich in mehrfacher Hinsicht zum Schmunzeln brachte. Natürlich kann jeder seine Mayonnaise machen wie er möchte, wenn es funktioniert und schmeckt ist das völlig in Ordnung. Wenn aber jemand die Variante mit Eigelb statt Vollei als "Wichtigtuer - Rezept" bezeichnet, dann dokumentiert er / sie auf eindrucksvolle Art und Weise, wie wenig Fachwissen rund ums Kochen vorhanden ist. Da wird dann auch noch einer drauf gesetzt und die Ahnungslosigkeit richtig dokumentiert und auf die Spitze getrieben indem verkündet wird, dass mit ein paar Kräutern die Mayo flugs zur Remoulade wird. Mal abgesehen davon, dass zu einer Remoulade ein wenig mehr gehört als ein paar Kräuter (wie z.B. Gurke, Kapern, Sardellen etc.), ist dies ein klassisches Beispiel wie man mit genügend Ahnungslosigkeit so richtig dumm daherreden kann.

Ob Schnellmayonnaise mit Vollei oder die klassische Variante mit Eigelb, beide Versionen haben ihre Berechtigung und beide Herstellungsarten haben ihre Vorteile. Nun generell zu sagen diese oder jene Variante sei die bessere oder richtigere, ist schlicht und ergreifend falsch. Die Variante mit Eigelb als "Wichtigtuer - Rezept" zu bezeichnen ist jedoch einfach nur dumm (sorry, aber anders kann ich es nicht bezeichnen)! Doch wo liegt nun der Unterschied, wann macht die Variante mit Vollei Sinn und wann ist es besser, die Mayo nur mit Eigelb herzustellen? Dazu muss man sich zunächst einmal die Ergebnisse beider Varianten anschauen. Die Zutaten sind absolut identisch, einmal mit Vollei, einmal mit Eigelb:

1. Mayonnaise mit Vollei
Der Vorteil besteht darin, dass diese Variante etwas schneller und vielleicht (aber wirklich nur vielleicht) auch einfacher herzustellen ist, als die Variante nur mit Eigelb. Auch ist sie sehr schön cremig und hat eine fast weiße Farbe. Je nachdem welches Öl man verwendet, tritt der evtl. Eigengeschmack des Öles ein wenig mehr in den Hintergrund, als wenn man nur Eigelb verwendet. Das kann z.B. dann wichtig sein, wenn man ein Ölivenöl verwendet.
Wo Vorteile sind, findet sich meist auch ein Nachteil. Die Konsistenz ist hier das Problem, bzw. kann es sein. Durch den im Vergleich zum Eigelb doch sehr hohen Anteil an Eiweiß, hat die Mayo eine nicht ganz so stabile und feste Konsistenz als dies bei der Eigelb Variante der Fall ist. Verarbeitet man die Mayo nun weiter zu einer Soße, bei der noch Flüssigkeit benötigt wird, wird die gewünschte Soße sehr schnell zu dünn. Der fertige Dip oder die fertige Soße hat dann nicht die eigentlich gewünschte Konsistenz. Oft wird das dann eine zu "wässrige" Angelegenheit, was so nicht gewünscht ist.

2. Mayonnaise mit Eigelb
Hier ist der Vorteil ganz klar die kräftigere Konsistenz, was bei der weiteren Verarbeitung ganz klar von Vorteil ist. Es bieten sich mehr Möglichkeiten mit flüssigen Zutaten oder Zutaten die viel Wasser bzw. Feuchtigkeit enthalten als dies bei der Vollei Mayo der Fall ist. Nachteil ist die geringfügig schwierigere Herstellung, allerdings ist das nur am Anfang so. Wenn man einmal ein wenig Übung mit der Mayonnaise hat, geht auch diese Variante schnell und einfach von der Hand. Doch der Vorteil der Volleivariante (dass ein Eigengeschmack des verwendeten Öles nicht so durchschlägt), muss hier nicht unbedingt ein Nachteil sein. Nimmt man ein Öl, dessen Eigengeschmack im Endprodukt erwünscht ist, kann dies in dieser Variante eher oder auch als Vorteil verbucht werden.

Wir sehen also, das angestrebte Endprodukt ist maßgeblich dafür welche Variante letztlich die sinnvollere ist. Hier haben beide Varianten nun einmal andere Eigenschaften, die man sich bei der weiteren Verarbeitung zunutze macht. Will man lediglich eine leckere Mayonnaise als Endprodukt haben, ist es eine Frage des persönlichen Geschmacks, welcher Variante man letztlich den Vorzug gibt. Man sollte einfach beide ausprobieren und findet so sehr schnell heraus, welche man lieber mag. Geschmäcker sind verschieden, da entscheidet die persönliche Vorliebe.

Die eben angesprochene Remoulade ist übrigens ein schönes Beispiel für die weitere Verarbeitung der Mayonnaise und auch um deutlich zu machen, warum hier die Eigelb Variante vorzuziehen ist. Wirft man lediglich ein paar Kräuter in die Mayo und meint, dies sei eine Remoulade, dann macht es freilich keinen Unterschied. Doch das hat dann auch nichts mit einer Remoulade zu tun, sondern ist lediglich eine Kräuter Mayonnaise bzw. eine Mayonnaise mit Kräutern. Neben frischen, gehackten Kräutern gehören in eine Remoulade auch fein gehackte Gewürzgurken, Kapern, Sardellen sowie etwas Essig und / oder Zitronensaft. Und da sind wir beim Thema: Essig und Zitronensaft sind Flüssigkeiten, die die Konsistenz verdünnen. Gewürzgurke und Kapern beinhalten viel Flüssigkeit, auch das verändert die Konsistenz.

Ein anderes Beispiel wäre die klassische Cocktailsoße, auch hier hat es Zutaten die die Konsistenz beeinflussen bzw. verändern, wie Cognac, Zitronen- oder Orangensaft, oder auch Meerrettich und flüssige Sahne. Auch bei dieser Soße greife ich auf jeden Fall zur Vollei Variante weil die Soße sonst zu dünn wird.

Beim Kochen hat man sehr viele Freiheiten und viele Wege führen nach Rom. Über Geschmack lässt sich ebenso wenig diskutieren wie über Anspruch. Doch es hat gute Gründe, warum gewisse Grundtechniken in der Zubereitung nun einmal so sind wie sie sind. Wer nun solche Grundtechniken, die die Basis des Kochens darstellen als "Wichtigtuer - Rezepte" abtut dokumentiert damit nicht nur, wie wenig er oder sie vom Kochen versteht, sondern löst allgemeine Erheiterung bei denen aus, die ein wenig tiefer in der Materie zuhause sind. Man hat sich mit zuviel Halbwissen schnell mal ein Eigentor geschossen, Punkte sammeln kann man mit solchen Sprüchen nämlich nur bei denen, die noch weniger Ahnung von der Sache haben als man selbst! Es ist immer wieder verwunderlich, warum man nicht einfach die Klappe hält, wenn man keine Ahnung hat oder nur ein wenig Halbwissen. Aber nein, da werden rechtschaffend die beleidigt die es richtig machen, und das nur um sein eigenes Unvermögen und Unwissenheit unter den Teppich zu kehren. Dabei merkt man nicht einmal, dass der Schuss permanent nach hinten los geht. Aber Hauptsache man hat klug daher geredet ...

Braucht man bei einer natürlichen Ernährungsweise gekörnte Brühe?

Wenn man sich für eine natürliche Ernährungsweise entscheidet sollte man sich auch darüber im klaren sein, was dies in der Praxis und dem Alltag bedeutet: Man sollte sich seine Mahlzeiten auf natürlichen, frischen Lebensmitteln und Zutaten zubereiten. Hört sich sehr einfach an, scheint aber doch unendlich schwer zu sein. Aus welchem Grund wohl werden von vielen (oder sogar den meisten) permanent Fertigprodukte benutzt? Verblüffend ist auch, mit welch fadengründigen Behauptungen Fertigprodukte gerechtfertigt und legitimiert werden (zumindest versucht man dies). Besonders beliebt scheint neben Soßenpulver, Mayo aus der Tube oder Hollandaise aus dem Tetrapack die gekörnte Brühe zu sein.

Die Ausreden sind freilich immer die gleichen, meist sind es Zeitgründe die als Ausreden herhalten müssen. Da wird groß schwadroniert dass es Menschen gibt, die schließlich arbeiten müssten und daher keine Zeit hätten, solche Dinge selbst herzustellen. Daher sei es völlig legitim auf entsprechende Fertigprodukte zurückzugreifen (klar, man kann sich alles schönreden und für jeden Unsinn eine Begründung finden). Richtig ist, dass jeder tun und lassen kann was er will, traurig ist allerdings dass dann immer die, die nicht auf Fertigprodukte zurückgreifen regelrecht beschimpft und beleidigt werden. Da wird einem unterstellt man sei Arbeitslos oder Rentner und hätte einfach zuviel Zeit. Dabei haben derartige unflätige Angriffe in Wirklichkeit nur einen einzigen Hintergrund: Das eigene Unvermögen zu überspielen. Wenn ich persönlich von etwas keine Ahnung habe halte ich zu dem Thema einfach die Klappe, statt diejenigen dumm anzumachen, die wissen wie man es richtig macht und dies auch tun.

Fakt ist, gekörnte Brühe braucht kein Mensch, auch dann nicht, wenn man wirklich wenig Zeit hat. Voraussetzung ist natürlich, dass man weiß, wie man ohne auskommt und zumindest die Grundregeln des Kochens beherrscht. Hat man diese Kenntnisse nicht, sieht es natürlich sehr düster aus. Die ganzen Hilfsmittel, die von der Industrie so angeboten werden braucht kein Mensch und kein Koch der ein wenig Ehre im Leib hat, wird diesen Kram anfassen. Es gibt immer Situationen in denen es recht schnell gehen muss, aber da gibt es dann Möglichkeiten genug, aus frischen und natürlichen Zutaten eine sehr schnelle Mahlzeit zuzubereiten.

Dabei hat man in der Regel, wenn man sich denn wirklich mit natürlichen Lebensmitteln und Zutaten ernährt, Brühen sozusagen als Abfall ausreichend zur Verfügung. Da ich z.B. viel frisches Gemüse verwende, fallen da reichlich Abschnitte beim Putzen an, die fliegen natürlich nicht in die Bio Tonne oder auf den Kompost. Alles was so anfällt, wandert bei mir in einen Topf mit Wasser und wird zur Gemüsebrühe verarbeitet. Genauso fällt regelmäßig mehr Fleisch oder Hühnerbrühe an, als ich verbrauchen kann, selbst dann nicht, wenn ich sie einfriere. Wobei wir schon bei der nächsten Ausrede sind: Es gibt Menschen, die haben keinen Gefrierschrank oder nur ein kleines Tiefkühlfach. Nun, dem kann man sicherlich Abhilfe schaffen, denn ein Gefrierschrank ist eine sehr nützliche Angelegenheit, gerade wenn man sich mit natürlichen Lebensmitteln ernähren möchte. Ein finanzielles Problem kann es nicht sein, denn für Flachbildfernseher, Smartphones neuester Generation oder Laptop ist ebenso Geld vorhanden, wie für allen möglichen anderen Schnickschnak. Auch ein Platzproblem kann es nicht sein, denn es gibt heute Gefrierschränke in allen Größen, die auch in der kleinsten Lücke Platz finden. Es ist wie so oft viel mehr eine Frage des Wollens.

Was den Zeitfaktor angeht bekommt man dann ganz vorwurfsvoll und fast schon verächtlich an den Kopf geworfen, dass eine Gemüsebrühe schließlich 2,5 - 3 Stunden braucht. Das ist erst einmal richtig (bei mir steht sie sogar noch viel länger auf dem Herd), hier ist dann eine entsprechende Planung und Organisation gefragt. Eine Brühe, egal ob Gemüsebrühe, Hühnerbrühe oder Fleischbrühe kann man nicht in 5 Minuten herstellen, das ist so. Hier ist also etwas Vorausplanung angesagt. Lustig ist deshalb auch die Begründung, dass man ja meist nicht soviel Zeit habe, weil eben die Brühe so lange braucht. Auch diese Ausrede ist völliger Unfug. Klar steht die Brühe mehrere Stunden auf dem Herd, doch da muss ich nicht neben dran stehen und aufpassen, dass der Topf nicht vom Herd fällt. Der effektive Zeitaufwand eine Brühe anzusetzen beträgt zwischen 5 und max. 10 Minuten, ebenfalls nochmal 5 Minuten beim Passieren. Wer diese 10 - 15 Minuten nicht aufbringen kann, der sollte lieber einmal über sein Zeitmanagement nachdenken, als dumm und fresch daherzureden. Da werden Stunden am Tag in Internetforen verbracht, massenhaft Beiträge gepostet, jeder Pups in sozialen Netzwerken dokumentiert, aber um eine natürliche Ernährung richtig umzusetzen muss man angeblich arbeitslos oder Rentner sein. Da kann ich mich nur am Kopf kratzen und fragen: gehts noch? Früher haben die Menschen wesentlich mehr arbeiten müssen als heute, dennoch haben sie es auf die Reihe bekommen (bzw. auch müssen), ihre Mahlzeiten aus frischen und natürlichen Zutaten zuzubereiten. Es gab weder Fertigprodukte, noch all diese Hilfsmittel, die man heute zur Verfügung hat. Daher sollten gerade diejenigen, die mit immer neuen Ausreden und Ausflüchten um die Ecke kommen mal darüber nachdenken, ob nicht eigene Defizite die wirkliche Ursache des Problems sind.

Doch auch dann, wenn ich mal keine Brühe zur Hand habe (was auch bei mir vorkommt), brauche ich nicht auf irgendwelche Fertigprodukte zurückzugreifen, es geht auch anders. Wenn ich kein Fahrrad habe, kann ich keine Radtour machen, wenn ich keine Fleischbrühe habe, gibt es eben keinen Eintopf, so einfach ist das. Die Gerichte, bei denen eine Brühe unbedingt erforderlich ist mache ich dann, wenn ich Brühe zur Verfügung habe (oder Zeit und Muße habe eine zu kochen) und nicht dann, wenn gerade keine verfügbar ist und es noch dazu sehr schnell gehen muss.

Gekörnte Brühe, Soßenpulver und all die anderen Hilfsmittel die die Industrie heute anbietet, haben nur 2 Berechtigungen:

1. Wenn man nicht weiß, wie man ohne kocht
2. Wenn man zu bequem (oder sollte man besser sagen zu faul?) ist, um seine Mahlzeiten aus frischen und natürlichen Zutaten zuzubereiten

Weiß man nicht wie es geht ist das keine Schande, man kann es sehr schnell lernen und vor allem heute überall im Internet nachlesen. Unzählige Videos zeigen wie es gemacht wird, und Kochsendungen gibt es wie Sand am Meer, in denen Schritt für Schritt gezeigt und erklärt wird, wie es geht und auch wie einfach das ist.

Ist man allerdings zu bequem sich ausschließlich frischer und natürlicher Lebensmittel zu bedienen, dann sollte man vielleicht ernsthaft darüber nachdenken, ob LCHF oder eine andere Ernährungsweise die auf natürlichen Lebensmitteln basierten wirklich das Richtige ist, statt Tatsachen zu verdrehen, dämliche Behauptungen aufzustellen und diejenigen angreifen, die es richtig umsetzen.

Keiner wird gezwungen und jeder kann tun was er möchte, gar keine Frage. Nur sollten diejenigen, die es nicht richtig umsetzen wollen oder können aufhören mit mehr als unsinnigen Rechtfertigungen und Ausreden die Regeln einer natürlichen Ernährung zu verbiegen wie es denn gerade in den Kram passt. Vor allem wäre es wünschenswert, wenn nicht diejenigen, die es richtig machen wollen auch noch beleidigt und dumm angemacht werden. Wer nicht will, der soll tun was er möchte, aber zum Thema dann einfach nur seine große Klappe halten, das gilt erst recht für diejenigen, die keine Ahnung haben, aber die Raffel so weit aufreißen dass es zieht!

Interessant und unlogisch ist auch, dass bei manchen Dingen nichts gut genug ist, da wird ein riesen Theater gemacht. In der Regel sind dies aber Produkte wie Butter oder Öl, die man fertig im Laden kaufen kann. Da ist zum Beispiel Deutsche Markenbutter nicht gut genug, es muss unbedingt Butter vom Weiderind sei. Klar, kann man so sehen, jedoch ist es dann albern dass immer dann, wenn es an die Bequemlichkeit geht, die liederlichsten Fertigprodukt plötzlich völlig legitim sein soll. Da ist dann Mayo aus der Tube ebenso in Ordnung wie Hollandaise aus dem Tetrapack oder Fleisch und Wurstwaren, die vor Zusatzstoffen und Geschmacksverstärkern nur so strotzen. Spricht man diese Unlogik leise an, bricht ein wahrer Shitstorm vom Allerfeinsten los, da ist sich die Gemeinde der Verweigerer dann völlig einig. Da reicht es schon zu behaupten man benutze ausschließlich natürliche Zutaten um den Zorn der Möchtegern Gesundernährern auf sich zu ziehen.

Nicht falsch verstehen: Jeder kann tun was er will. Wenn jemand den Arsch in der Hose hat zu sagen: Ich schaffe es nicht oder ich kann bzw. will dies oder jenes nicht weglassen oder umsetzen ist das ja völlig in Ordnung. Niemand wird gezwungen die natürliche Ernährung zu 100% umzusetzen. Auch kann man über alles diskutieren. Aber es ist unterste Schublade statt dieser Ehrlichkeit diejenigen anzugreifen und zu beleidigen, die es richtig machen wollen und auch tun. Doch die Zahl derer, die diesen Mumm und dieses Rückgrat haben ist leider ziemlich gering. Da wird lieber diffamiert, gehetzt und beleidigt was das Zeug hält und das nur aus einem einzigen Grund, nämlich um das eigene Versagen und Unvermögen in der Sache unter den Teppich zu kehren. Wer sich erdreistet die heilige Süßstoffkuh zu beleidigen oder festzustellen dass LCHF keine Nachbauten Diät ist, der wird zum Ziel massiver Anfeindungen. Dabei kann natürliche Ernährung nicht nur sehr einfach sein, sondern auch sehr schmackhaft. Und dazu braucht man weder Fertigprodukte, noch Süßstoffe oder all die Hilfsmittel, die die Industrie so anbietet. Da flüchtet man sich dann lieber in Ausreden oder Rechtfertigungen und redet sich das eigene Unvermögen schön indem man diejenigen, die es richtig machen wollen und vor allem auch können, als die Deppen, Dogmatiker oder Hardliner hinstellt. Eigentlich ist das lächerlich und eher zum schmunzeln, doch stört es erheblich die Kommunikation derer, die sich wirklich gesund und natürlich ernähren möchten. Ich denke dass es an der Zeit ist, diesen Möchtegern LCHF-lern mal die Stirn zu bieten und nicht zu jedem Unsinn aus lauter Höflichkeit Ja und Amen zu sagen. Es ist an der Zeit einiges gerade zurücken und den Tatsachen und Fakten ins Auge zu blicken. Es kann nicht sein, dass LCHF in Deutschland zur Nachbauten und Süßstoff Diät verkommt, noch bevor es hier richtig angekommen ist, nur weil einige es nicht auf die Reihe bekommen oder auf die Reihe bekommen wollen.

Wer sich nicht natürlich ernähren möchte oder kann, der soll sich doch bitte eine Ernährungsweise suchen die zu ihm passt und ihm genehm ist, das ist ja überhaupt kein Problem. Aber diese Leute sollten bezüglich natürlicher Ernährung dann auch einfach mal die Klappe halten, denn das dämliche Gelabere nervt einfach nur. Macht und esst was ihr wollt, aber verschont einfach die Welt vor eurem dummen Geschwätz, wenn es um natürliche Ernährung geht und darum, wie man diese umsetzt.

Alles nur Reste

Alles nur Reste?

Irgendwann ist es immer soweit, der Kühlschrank muss mal wieder aufgeräumt werden. Doch wohin mit den Resten, wenn man sie nicht wegwerfen möchte? Reste haben immer so einen negativen Touch, jedoch völlig zu Unrecht, wie ich meine. Heute habe ich aus dem was so übrig geblieben ist, einfach einen leckeren Salat gemacht und der war einfach nur lecker!

So sah das aus:

Was war drin? Schweineschulter von gestern, Tomate, gekochte Ostereier (mussten auch weg), Spargel, Oliven und die Mayonnaise von vorgestern. Frisch dazu kam etwas Sahne und frische Kräuter aus den Garten: Bärlauch und Schnittlauch. Noch etwas Salz und Pfeffer aus der Mühle, das war es schon.

Ging schnell, war super lecker und der Kühlschrank ist auch wieder etwas leerer.

Salat von Aubergine und Zucchini

Dass ein Salat nicht immer kalt sein muss. zeigt dieser lauwarme Salat von Auberginen und Zucchini. Als Dressing habe ich eine einfache Vinaigrette aus Olivenöl, Essig, Dijon Senf und Zitronensaft genommen. Dazu noch Gewürze und frische Petersilie und Schnittlauch.

Die Aubergine und Zucchini habe ich in ca. 5 mm dicke Scheiben geschnitten und in etwas Olivenöl bei mittlerer Hitze vorsichtig gebraten bis sie eine schöne braune Farbe haben. Dann lege ich die gebratenen Scheiben auf ein Küchenkrepp. Auf einem Teller anrichten, die Vinaigrette drüber geben und mit den frischen Kräutern bestreuen.

Von nichts kommt nichts!

Nach nun fast 3 Jahren LCHF kann ich feststellen: Von nichts kommt nichts! Diese Erkenntnis hat sich während der ganzen Zeit immer wieder bestätigt. Dabei kann ich mittlerweile unterscheiden zwischen abnehmen oder einfach nur gesund ernähren und lediglich das Gewicht halten, denn das sind zwei verschiedene Baustellen.

Abnehmen mit LCHF ist sehr einfach, da man nicht hungern muss und sich satt essen kann. Hinzu kommt auch, dass man sich nicht einseitig satt essen kann wie das bei vielen Diäten der Fall ist, nein, man kann dies sehr abwechslungsreich tun. Worauf man lediglich achten muss ist die richtigen Lebensmittel zu verwenden. In einem Satz ausgedrückt kann ich sagen: Tut man das was getan werden muss um abzunehmen, funktioniert alles andere quasi von alleine. Man verliert überflüssiges Gewicht ohne Stress und ohne Hunger und das auf sehr schmackhafte Art und Weise. Funktionierte es mal nicht mit dem Abnehmen lag der Fehler immer bei mir selbst. Die Fehler waren dann immer die gleichen:

– zu viele Kohlenhydrate (in der Regel war ich da zu großzügig mit Gemüse, Obst, Zwiebel, Knoblauch oder z.B. Paprika)
– Geschmacksverstärker oder Zusatzsoffe in industriell verarbeiteten Lebensmitteln
– zu geringe Pausen zwischen den Mahlzeiten
– zu viele Kcal

Bei mir ist es so, dass zu viele KH gleich mein Hunger / Satt Gefühl durcheinander bringen und ich mehr esse als nötig. Dies hat dann zur Folge, dass ich mehr Kcal zu mir nehme als ich das tun sollte, wenn ich abnehmen möchte. Die gleiche Wirkung hat bei mir Zucher oder Süßstoffe, die in fast allen industriell verarbeiteten Lebensmitteln enthalten sind. Nun habe ich in der ganzen Zeit keinerlei Fertigprodukte verwendet, doch hin und wieder mal eine Wurst gegessen, oder Schinken oder Bacon / Bauchspeck. Leider sind auch hier reichlich Geschmacksverstärker und Zucker / Süßstoffe enthalten. Einwandfrei funktioniert es mit dem abnehmen, wenn ich die KH ganz flach halte und jegliche Zusatzstoffe und Zucker / Süßstoffe komplett weg lasse. Für mich gilt wirklich: Solange ich das richtige esse nehme ich ab, bin ich zu großzügig ist es vorbei mit der Abnahme.

Doch diese Erkenntnis ist für mich ja nicht neu, jedoch kann ich sie 1 : 1 übertragen wenn es darum geht, das Gewicht zu halten. Auch hier gelten die gleichen Regeln. Zwar kann ich da mit den KH etwas höher gehen, aber alle anderen Regeln bleiben gleich. Nachdem ich mein erstes großes Ziel von U80 erreicht hatte, habe ich es in den letzten Monaten dann auch etwas großzügiger angehen lassen, mit Teils fatalen Folgen! Dabei habe ich weiterhin nur natürliche Lebensmittel verwendet, jedoch die KH etwas nach oben geschraubt. Zwar kamen die KH aus Gemüse, Zwiebeln, Knoblauch oder Sahne, aber es waren aus heutiger Sicht einfach zuviele! Ich bin da mal locker auf 25 – 30 g KH am Tag gekommen und in Zeiten in denen ich zusätzlich noch Obst gegessen habe waren es auch deutlich mehr. Gerade in den Sommermonaten habe ich die eine oder andere Melone vernichtet, mal einen Apfel gegessen oder eine Birne, auch Zwetschgen waren dabei und reichlich Erdbeeren. Dies hat nicht nur dazu geführt dass ich nicht weiter abgenommen habe, sondern ich begann wieder langsam zuzunehmen.

Die Kohlenhydrate aus Obst und Gemüse haben einfach dazu geführt, dass der Appetit sich wieder gemeldet hat, die Portionen die ich gebraucht habe um satt zu werden wurden merklich größer. Außerdem meldete sich der Jieper schon nach 2 – 3 Stunden wieder, fast wie in alten Zeiten. Wenn man es nüchtern betrachtet war ich mit meiner Großzügigkeit kurz davor die Rückfahrkarte zu lösen, wenn ich so weiter gemacht hätte. Innerhalb von nur 5 Monaten hatte ich ganz schleichend 5 kg mehr auf der Waage. Dies hat mir sehr deutlich gezeigt dass ich sehr gut beraten bin, mich weiter an die Regeln zu halten wenn ich nicht langfristig wieder dort landen möchte, wo ich gerade erst hergekommen bin! Nachdem ich dann wieder geten habe was getan werden muss, kam ich wieder in die Spur und habe die 5 kg wieder abgebaut. Nun läuft alles wieder in der Spur und ich lasse wieder alles weg, was nicht gut für mich ist.

Zur Zeit nehme ich wieder recht zügig ab und will nun noch die letzte Etappe schaffen. Dabei visiere ich ein Zielgewicht von 72 – 74 kg an. Um dieses Ziel recht zügig zu erreichen habe ich derzeit auch den Konsum meines geliebten Butterkaffes eingeschränkt, denn zuiel Fett verhindert auch die Abnahme. Über Sommer habe ich zuviel Butterkaffe getrunken, nämlich meist 3 Tassen a 350 ml mit je 30 – 35 g Butter pro Tag. Das macht dann mal eben 90 – 105 g Butter pro Tag, was auch bedeutet dass ich alleine durch den Butterkaffe schon mal rund 1000 Kcal inne hatte, ohne dass ich etwas gegessen hatte. Nun bin ich dadurch gleich in eine doppelte Falle getappt:

1. Durch zuviel Butter kam ich in den Kcal viel zu hoch
2. Durch zu viele KH hat der körper erst einmal die KH verbraucht bzw. das überschüssige Fett auf die Hüften gepackt

Ein weiterer Fehler war die Art und Weise, wie ich den Butterkaffe getrunken habe. Morgens um 9:00 Uhr die erste Tasse. Allerdings habe ich bis 11:30 Uhr gebraucht bis ich die getrunken hatte. Gegen 13:00 Uhr kam die zweite Tasse und gegen 17:00 Uhr die dritte, ich war also weit davon entfernt 5 Stunden Pause einzuhalten. Hier haben sich gleich zwei meiner Erfahrungen bestätigt:

1. High Fat funktioniert nur mit Low Carb und das bedeutet bei mir deutlich unter 20 g pro Tag
2. Auch zuviel Fett verhindert eine Abnahme, da man in der Konsequenz mit den Kcal zu hoch kommt.

Hinzu kommt auch die Tatsache, dass zu viele KH bei mir das Hunger / Satt Gefühl aus der Balance bringen und ich in der Konsequenz mehr esse als ich an Energie benötige. Dies gilt auch in der Phase in der ich lediglich das Gewicht halten möchte, aber erst recht in Zeiten in denen ich abnehmen möchte. Die letzten Monate haben mir auch wieder bestätigt dass sich der Körper nicht überlisten oder verarschen lässt. Esse ich zuviel oder das falsche nehme ich zu, da beißt keine Maus den Faden ab. Das fatale ist dabei die Kettenreaktion die zu viele KH dabei auslösen. Die gleiche Wirkung haben Zucker und Süßstoffe, Geschmacksverstärker und jegliche Art von Zusatzstoffen. Das gefährliche an der Sache ist die Tatsache, dass das Hunger Satt Gefühl aus der Balance gerät und die Portionen größer werden. Dies setzt einen schleichenden Prozess in Gang, denn dieser Effekt wird einmal in Gang gesetzt immer schlimmer, wenn man nicht rechtzeitig die Notbremse zieht.

Ich habe viel gelernt in den letzten Monaten und vieles hat sich wieder mal bestätigt. Im Grunde läuft es bei mir immer wieder auf dasselbe hinaus: Lasse ich das weg, was nicht gut für mich ist funktioniert alles bestens. Tue ich das nicht und bin zu großzügig, geht der Schuss unweigerlich nach hinten los. Hieraus gibt es für mich nur eine Konsequenz: Ich konzentriere mich weiter auf die Dinge (Lebensmittel) die gut für mich sind. Alles andere wäre der falsche Weg und würde mich langfristig wieder dorthin bringen wo ich hergekommen bin, doch darauf habe ich absolut keine Lust.

Nun werde ich zunächst einmal die restlichen Kilos abbauen um mein endgültiges Ziel zu erreichen. Das könnte lange schon erreicht sein, meine Großzügigkeit über den Sommer hat mich hier aber 6 – 8 Monate Zeit gekostet. Allerdings hatte diese Zeit auch einen großen Vorteil, sie hat mir die Bestätigung geliefert dass mein Vorgehen sich an die richtigen Lebensmittel zu halten richtig ist. Und sie hat mir bestätigt dass ich gut beraten bin all die Dinge zu meiden, die nicht gut für mich sind. Auch wurde mir in eindrucksvoller Art und Weise die Tatsache bestätigt:

Von nichts kommt nichts! Wer abnehmen und sein Gewicht halten möchte muss das nötig dazu tun, alles andere funktioniert nicht!

 

 

 

 

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1487 km mit LCHF

Immer wieder wir es zum Thema gemacht: LCHF auf Reisen! Und sehr oft wird auch ein großes Problem daraus gemacht, als sei eine Ernährung nach LCHF etwas derart exotisches, was man nicht überall bekommen könnte. Dabei ist LCHF nichts anderes als frische, natürliche Lebensmittel und Zutaten. Zugegeben, in Fertigprodukten sind in der Regel all die Zusatzstoffe enthalten, die wir bei LCHF nicht haben wollen und ablehnen. Doch dieser Umstand macht es nicht zu einem Problem, wenn man einmal unterwegs ist.

Am letzten Samstag hatten wir einen Termin quasi am anderen Ende der Republik, nahe der polnischen Grenze, Dies bedeutete ein Weg fast 750 km, hin und zurück waren es dann genau 1487 km. Insgesamt waren wir rund 18 Stunden unterwegs, wovon wir die meiste Zeit im Auto verbracht haben. Ernährungstechnisch war das allerdings überhaupt kein Problem! Am Freitag habe ich vorbereitet:

– Frikadellen
– Rindfleischsalat
– Eiersalat
– kalter Braten

Alles in Frische-Boxen verpackt und fertig war der Proviant. Getränke dazu (Kaffee und Mineralwasser) und der Fisch war geputzt. Auch war es kein Problem an Raststätten etwas geeignetes zu finden. Ein gegrilltes Steak gibt es überall und Kräuterbutter ist auch kein Thema. Ich habe mich da bewusst einmal gezielt umgeschaut und festgestellt, dass es absolut kein Problem darstellt geeignete Nahrung zu finden.

Also diese Diskussion kann ich daher nicht wirklich verstehen (konnte ich noch nie). Aufgefallen ist mir in diesem Zusammenhang allerdings, dass meist diejenigen ein Problem daraus machen, die sich zuhause zu 80% mit Fertigprodukten ernähren. Das passt irgendwie nicht zusammen: Man lebt eher Pseudo LCHF und macht einen riesen Aufriss wenn es darum geht was man unterwegs, bei Einladungen oder im Restaurant essen soll. Das kann ich absolut nicht verstehen, wie auch, denn es ist völlig unlogisch.

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Für mich war auswärts essen noch nie ein Problem, von Anfang an nicht. Warum sollte es das auch sein? Wirkliches LCHF besteht aus natürlichen Lebensmittel die man überall bekommen kann. Und für lange Strecken wie an diesem Wochenende gibt es unzählige Möglichkeiten. Ob man nun etwas vorbereitet und mitnimmt, oder unterwegs einkehrt bleibt jedem selbst überlassen. Machbar ist beides, wie bei jeder anderen Ernährungsform auch. Auch wenn die Fertigprodukte nicht geeignet sind gibt es dennoch an jeder Ecke geeignetes „Futter“. Zum Problem wird es nur dann, wenn man eines daraus macht.

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LCHF Rezepte Vielfalt

Wenn man es genau nimmt, braucht man für eine Ernährung nach LCHF keine speziellen LCHF Rezepte. Man nimmt einfach frische, natürliche Lebensmittel und bereitet diese zu, das ist eigentlich schon alles. Geschmacksverstärker, Zucher und Zuckerersatz lässt man einfach weg, ebenso wie Weizenprodukte, stärkehaltige Produkte, Fertigprodukte und schränkt die Kohlenhydrate entsprechend ein. Übrig bleibt ein riesiges Spektrum an Möglichkeiten, eine davon besser als die andere. Es gibt nichts, was man aus frischen Lebensmitteln nicht herstellen könnte.

Wie LCHF konformes Essen aussehen kann, zeigen die folgenden Beispielbilder. Ein kleiner Überblick wie vielseitig man nach LCHF kochen kann und auch ein kleines Beispiel dafür, dass LCHF nie langweilig wird. Alle Gerichte bestehen ausschließlich aus frischen, natürlichen Lebensmitteln. Es wurden keinerlei fertige Produkte oder fertige Zutaten verwendet.

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Man sieht, dass es sich um ganz normale Gerichte handelt, so wie man sie kennt. Dass die Zutaten, die nicht LCHF konform sind fehlen, bemerkt man nicht bis auf die Tatsache, dass Kartoffeln, Nudeln oder auch der Reis als Beilage fehlen. Die Gerichte wurden alle von mir selbst gekocht in einer ganz normalen Haushaltsküche. Auch wurden keine Geräte oder Küchenhelfer verwendet, die nicht in jeder Haushalsküche vorhanden sind.

Die meisten der Gerichte sind in wenigen Minuten zubereitet, erfordern keinen außergewöhnlichen Arbeitsaufwand und auch keinerlei Zutaten, die nicht in jedem Laden oder auf jedem Markt erhältlich sind. Exotische Zutaten wurden bei diesen Beispielen keine verwendet. Da ist nichts dabei, was nicht jeder in den eigenen vier Wänden selbst auf einfache Art und Weise selbst zubereiten kann.

Übrigens: Bei allen Gerichten ist der SK im grünen Bereich und der KH gehalt ist sehr niedrig. Bei vielen dieser Beispiele sind nicht mehr als 3 g KH enthalten. Wieder mal ein Beweis für meine Feststellung: Geschmack braucht keine Kohlenhydrate.

Man bekommt doch ein wenig eine Übersicht, wie schmackhaft und abwechslungsreich man sich mit LCHF ernähren kann. Dabei sind diese Beispiele nur ein winzig kleiner Teil dessen, was man alles machen kann.

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Sind wir zu bequem um uns gesund zu ernähren?

Vor einigen Tagen hatte ich ein sehr interessantes Gespräch mit einer älteren Dame. Telefoniert hatte ich mit ihr wegen einer ganz anderen Thematik, aber irgendwie kamen wir auf das Thema Ernährung und Gesundheit, natürlich auch auf den Umstand dass die Menschen immer dicker und fetter werden. Im Laufe des Gespräches unterhielten wir uns darüber wie einfach es doch sein kann abzunehmen und dann auch schlank zu bleiben. Es ging dabei nicht einmal speziell um LCHF, sondern lediglich darum sich richtig zu ernähren mit frischen natürlichen Lebensmitteln. Wir waren uns weitgehend einig darüber, mit welcher Ernährung man zurückfinden kann zum Normalgewicht und einem schlanken und gesunden Leben. Dann sagte diese Frau zu mir (ich zitiere hier wörtlich):

@Zitat: Seien wir und doch einmal ehrlich: Die meisten Menschen heute sind doch viel zu bequem geworden um sich gesund zu ernähren. Denen ist es doch egal ob sie dick und fett sind, Hauptsache sie haben keine Arbeit mit ihrer Ernährung!

Ich muss zugeben dass ich ein wenig baff war, nicht etwa weil die Frau etwas falsches gesagt hat, sondern weil ich regelmäßig Prügel einstecke wenn ich selbst das so offen sage. Aber sie hatte recht, denn auch ich war nicht zu dick geworden weil ich mich gesund und richtig ernährt hatte und mit Sicherheit auch nicht weil ich zuwenig gegessen hatte. Auch ich hatte mich völlig falsch ernährt, auch ich war im Laufe der Jahre zu bequem geworden mich gesund zu ernähren. Das Ergebnis ist euch allen bekannt, 133 kg, Gesundheit im Eimer so dass ich nicht einmal mehr richtig laufen konnte. In der Zeit war ich mir durchaus bewusst dass ich etwas ändern muss, dass ich meine Ernährung umstellen muss, aber auch ich war sehr lange viel  zu bequem dafür. Dabei hatte ich Ausreden genug warum ich nichts ändern kann, denn die Ausreden und Rechtfertigungen gingen auch mir wirklich nie aus.

Wenn man sich heute einmal umschaut ist es tatsächlich so, dass viele weder die Notwendigkeit erkennen dass es sinnvoller wäre sich gesund zu ernähren, noch die Notwendigkeit vielleicht doch einmal abzunehmen. Zugegeben, ich war da keine Ausnahme und hätte mich meine Gesundheit nicht wachgerüttelt, vermutlich würde ich mir mein Gewicht heute noch schönreden! Doch für mich waren die gesundheitlichen Probleme und insbesondere der Blutzuckerspiegel von fast 500 eine spürbare Tatsache. Hier habe ich buchstäblich am eigenen Leib die Auswirkungen meiner falschen Ernährung erstmals gespürt. Gespürt – das ist für mich das Stichwort an der Sache, denn heute denke ich dass genau da das Problem liegt, warum ich vorher nichts unternommen habe, meine Ernährung nicht geändert habe: Die falsche Ernährung hatte keine spürbaren Folgen! Mein Übergewicht war lediglich eine sichtbare Folge, das hat aber nicht weh getan. Wenn ich zurückblicke muss ich sagen, dass ich mir vieles hätte ersparen können, wenn ich gesunde Ernährung früher ernst genommen hätte. Doch auch ich war voll der Ausreden, habe mir alles schön geredet, denn die Fertigprodukte waren ja so bequem. 

Das Problem ist wirklich dass man erst einmal einsehen muss, wie wichtig eine gesunde Ernährung ist. Doch mit dieser Einsicht ist es nicht weit her, zumindest solange nicht, solange es nicht weh tut. Erst wenn spürbare gesundheitliche Probleme auftauchen, werden wir (vielleicht) wach. Dabei ist es ja heute nicht unbekannt, welche Auswirkungen falsche Ernährung haben kann und auch hat. Dazu braucht man nur mit offenen Augen durch die Straßen zu gehen und sich die Statistiken über die entsprechenden Erkrankungen anschauen. Manchmal muss ich da an einen Alkoholiker denken. Alkoholiker sehen meist erst ein dass sie ein Alkohol Problem haben, wenn sie Quasi in der Gosse liegen. Vorher besteht keinerlei Einsicht, es wird verdrängt und schön geredet. Nun landet man bei falscher Ernährung sicherlich nicht in der Gosse, aber vermutlich einige Jahre früher auf dem Friedhof. Da muss ich immer an einen Onkel von mir denken, der im Alter von 64 Jahren viel zu früh an einem Infarkt verstorben ist. Wie oft wurde der Mann vom Arzt gewarnt, wie oft wurde er aufgefordert, seine Ernährung zu verändern. Doch als Saarländer meinte er immer: Lieber 10 Jahre früher sterben, dafür aber „gudd gess“ (wie wir Saarländer sagen). Der Mann ist schon 25 Jahre tot. Damals war das Essen noch lange nicht so industrialisiert wie das heute der Fall ist. Die Gefahr sich völlig falsch zu ernähren hat sich ja in den letzten 30 Jahren um ein Vielfaches gesteigert.

Nun stellt sich die Frage, was kann man tun. Klar kann der Einzelne seine Ernährung umstellen, doch nur sehr wenige sehen hierzu die Notwendigkeit und noch viel weniger tun es. Wenn man wie ich die Konsequenzen am eigenen Leib gespürt hat möchte man die Menschen warnen, sie davor bewahren in die gleiche Falle zu laufen. Doch das ist wirklich nicht einfach, von gesunder Ernährung wollen die meisten nichts hören. Man fragst sich manchmal, warum die Menschen sich so wenig um ihre Gesundheit kümmern, doch ich habe es ja viele Jahre auch nicht getan. Zum Glück bekam ich einen Warnschuss vor die 12, das hat mich endlich wach gerüttelt. Ich bin da ehrlich genug zuzugeben, dass auch ich anders die Kurve nicht bekommen hätte, nicht zu einer gesunden Ernährung gefunden hätten. Und ich habe mich in den letzten Monaten sehr oft gefragt, warum nicht? Nur weil es bequemer und einfacher war? Weil ich nichts gespürt habe, mir nichts weh tat? Oder etwa der Herdentrieb, weil es alle tun und uns selbst die DGE   ungesundes Essen empfehlen und gut heißen? Vermutlich war es die Summe aus alle dem.

Umso glücklicher bin ich, dass ich de Kurve noch gekriegt habe, dass ich zurück gefunden habe zu einer gesunden und natürlichen Ernährung.Das diese Entscheidung richtig war kann ich jeden Tag an meinem Wohlbefinden und meiner wiedererlangten Gesundheit erleben. Ach ja, auf der waage kann ich es auch ablesen …

Doch mehr als den Ratschlag geben die Ernährung ernst zu nehmen und auf gesundes Essen umzusteigen, kann ich nicht tun und das ist ganz schön frustrierend …

 

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LCHF für Gäste …

Oft taucht die Frage auf, was man denn servieren soll, wenn man einmal Gäste hat. Offen gesagt: Die Frage kann ich nicht so richtig verstehen, denn die Gäste bekommen das gleiche wie ich auch. Wer mag kann gerne Reis oder Kartoffeln dazu haben, wenn er meint das gehöre für ihn dazu. Ansonsten gibt es ja nichts exotisches, was der eine oder andere vielleicht nicht essen mag. Auch ist das Essen nach den Grundsätzen von LCHF ja nicht schlecht oder minderwertig, so dass man es Gästen nicht vorsetzen könnte. Vielmehr ist das Gegenteil der Fall: LCHF Gerichte sind hochwertiger als jedes Fertigprodukt und besser schmecken tut es sowieso. Allein durch die Frage könnte man schon den Eindruck gewinnen Gerichte nach LCHF wären für andere nicht geeignet und ich frage mich eher, wieso diese Frage überhaupt auftaucht. LCHF besteht aus frischen, natürlichen Lebensmitteln und Zutaten, man lässt lediglich die KH, den Zucker und Weizen- bzw. Stärkehaltige Produkte wie Kartoffeln oder Nudeln weg. Und die bei LCHF vermiedenen Geschmacksverstärker wie Glutamat oder sonstige Zusatzstoffe vermisst sicherlich kein Gast. Abgesehen davon, dass die Kartoffeln oder der Reis bzw. die Nudeln fehlen, wird kein Gast überhaupt einen Unterschied bemerken bis auf die Tatsache, dass es besser schmeckt. Wollen die Gäste auf Kartoffeln oder Reis nicht verzichten, können sie ja gerne eine Beilage haben, ich muss sie ja nicht essen.

In der Konsequenz sieht der Unterschied dann so aus:

Ganz normales Schweinelendchen mit Pfifferlingen:

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Ob ich nun als Beilage Salat oder Gemüse reiche, beides sind frische Produkte und LCHF konform. Auch hier wird kein Gast einen Unterschied zum gewohnten Essen bemerken, außer auch hier, dass es besser schmeckt.

Die einzige Frage die sich nun wirklich stellt ist die, ob ich meinen Gästen Kartoffeln, Reis oder Nudeln serviere oder nicht und diese Frage ist individuell immer schnell beantwortet. Wenn man Fragen oder Diskussionen aus dem Weg gehen will, macht man halt eine Beilage dazu, selber essen muss man sie ja nicht. Falls die Frage auftaucht warum nicht, ist die mit einem Satz beantwortet: Das ist nicht gut für mich!

Selbst in Zeiten in denen man abnehmen möchte und die KH besonders flach hält, wird kein Gast das bemerken, wenn ich die richtigen Lebensmittel auswähle. Das Schweinelendchen mit Pfifferlingen ist ein schönes Beispiel, da stecken weniger als 1 g KH drin. Selbst mit Gemüse oder Salat bliebe ich da unter 3 g KH, also auch kein Problem, wenn ich gerade abnehmen möchte.

 

Wenn es denn sein soll, sieht der Teller für die Gäste z.B. so aus:

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Ein Rösti (oder andere Beilage) dazu und alle sind glücklich. So einfach ist das!

Man sollte auch einmal darüber nachdenken, dass die Gerichte in der Spitzengastronomie alle LCHF konform sind, wenn man die KH und den Zucker weglässt. Oder umgekehrt: LCHF ist ganz normales Essen, das halt aus natürlichen frischen Lebensmitteln besteht. Man lässt lediglich die Dinge weg, de nicht gut für uns sind.

Wir sehen also, es scheint Probleme zu geben, wo gar keine Probleme sind. Zumindest dann nicht, wenn man LCHF richtig umsetzt.

Und wenn nun einer der Gäste eine Scheibe Brot oder ein Brötchen zum Essen haben möchte, dann bekommt er auch das. Wie gesagt, ich muss es ja nicht essen und ich verkneife mir da auch jeglichen Kommentar oder Diskussionen. Die Leute sind ja alle erwachsen und können selbst entscheiden, was für sie gut ist und was nicht.

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