Posts By Schnitzel

Cordon bleu von der Putenbrust

Cordon bleu von der Putenbrust in Kokos paniert

Cordon bleu gehört schon seit Jahrzehnten zu meinen absoluten Lieblingsgerichten. Klassisch macht man ein Cordon bleu aus Kalbfleisch, aber auch Schweinefleisch ist möglich und eben Putenbrust. Putenbrust bietet sich an, da sie vom Geschmack dem Kalbfleisch doch sehr nahe kommt. Nun wird ein Cordon bleu paniert, und Paniermehl verwende ich nicht mehr in meiner Küche. Deshalb nehme ich einfach ganz feine Kokosraspeln, die bringen ein optimales Ergebnis und passen sehr gut zum Putenfleisch. In meinen LCHF - Anfangszeiten habe ich auch Versuche gemacht mit Mandeln zu panieren, doch das brachte für mich nicht das erhoffte Ergebnis, deshalb ist das für mich keine Option.

Ob man nun für das Cordon Bleu gekochten oder rohen Schinken nimmt, bleibt jedem selbst überlassen. Roher Schinken ist etwas würziger, der gekochte etwas milder im Geschmack. Gerade bei Pute würde ich gekochten Schinken bevorzugen. Das scheitert jedoch daran, dass man wirklichen Kochschinken ohne Zusatzstoffe nur sehr selten findet. Wenn man rohen Schinken verwendet, sollte man nur noch sparsam salzen, da der Schinken oft schon genug Salz mitbringt. Außer Salz würze ich noch mit weißem Pfeffer aus der Mühle und einem Hauch frisch geriebener Muskatnuss.

pute-cordon-bleu-kokos-1000-004

pute-cordon-bleu-kokos-1000-005

Als Käse habe ich jungen Gouda genommen und davon reichlich, wie man auf den Bildern sehen kann. Auch andere Käsesorten sind machbar, einfach mal austesten! Was ich auch sehr gerne mag bei Schnitzel oder in dem Falle Cordon bleu, ist ein wenig braune Soße (Jus) dazu. Als Gemüse gab es Broccoli, aber auch andere Gemüse oder Salat passen sehr gut zu dieser Leckerei.

Frischfleisch

Frischfleisch

Fleisch spielt in meiner Ernährung eine große Rolle und ich esse es sehr gerne. Da wurde es mal wieder Zeit den Gefrierschrank aufzufüllen. Diesmal waren Kalbskamm und Schweinekamm jeweils mit Knochen angesagt, insgesamt rund 10 kg. Der Kalbskamm freut mich ganz besonders, denn den bekommt man nicht immer.

Kalbskamm und Schweinekamm

Mit Knochen hat den Vorteil, dass ich gleich Knochen habe um eine Grandjus (das Rezept dazu findet ihr bei den Rezepten unter den Saucen) herzustellen. Die Knochen sind auch schon verarbeitet und die Soße köchelt bereits auf dem Ofen vor sich hin. Die Sauce wird auch eingefroren, so habe ich immer was zur Hand wenn es benötigt wird. Aus dem Kalbfleisch werde ich unter anderem ein Rahmragout machen, da freue ich mich schon darauf!

Vorfreude auf den ersten Bärlauch

Wer meinen Blog verfolgt weiß, dass frische Kräuter in meiner Küche einen hohen Stellenwert haben. Daher bin ich immer sehr froh, wenn der Winter sich verabschiedet und im Garten die Kräutersaison beginnt. Bärlauch ist dabei das erste Kraut, dass sozusagen die Saison eröffnet. Bärlauch mag ich sehr, aus diesem Grund werde ich mir dieses Jahr auch wieder ein Bärlauchöl anlegen.

baerlauch-800-01

Mit den anderen Kräutern wird es noch ein paar Wochen dauern, bis die ersten geerntet werden können. Dieses Jahr habe ich im Garten: Bärlauch, Petersilie (kraus und glatt), Rosmarin, Thymian, Salbei, Koriander, Kerbel, Dill, Lavendel, Liebstöckel, Sauerampfer, Oregano, Majoran, Minze, Zitronenmelisse und Schnittlauch. Hinzu kommt noch ein kleines Lorbeerbäumchen.

Letztes Jahr schon hatte ich dermaßen viele Kräuter, dass ich gar nicht alle gleich verbrauchen konnte. Einen Teil habe ich zu Kräueressig und Kräuteröl verarbeitet, einen Teil habe ich getrocknet. So hatte ich auch über die Wintermonate immer Kräuter zur Hand.

essig-oel

Auch wenn ich mir mit getrockneten Kräutern, Kräuteröl und Kräuteressig, sowie zugekauften, frischen Kräutern aus dem Supermarkt ganz gut über den Winter helfen kann, freue ich mich jedes Jahr auf die frischen Kräuter aus dem eigenen Garten. Aus eigener Erfahrung kann ich jedem, der die Möglichkeit dazu hat wärmstens empfehlen, Küchenkräuter selbst anzupflanzen. Optimal ist es natürlich, wenn man einen kleinen Garten hat, aber auch in Blumenkästen funktioniert das sehr gut auf dem Balkon. Der Aufwand ist wirklich sehr gering.

Share Button

Eduard Becker ist tot

Eduard Becker (*23.11.1927 - † 16.04.2015)

Eduard Becker (*23.11.1927 – † 16.04.2015)

 

Am 16.04.2015 verstarb nach schwerer Krankheit mein Vater, der Hotelier und Gastronom i.R. Eduard Becker im Alter von 87 Jahren in Merzig / Saar.

Eduard Becker war mit Leib und Seele Gastronom. Zusammen mit seiner Frau Else übernahm er Ende der 50er Jahre die elterliche Gastwirtschaft in Steinbach an der Saarschleife. Unter dem Namen „Haus Becker“ machte er das Hotelrestaurant weit über die Grenzen des Saarlandes hinaus bekannt. 1988 gab er den Betrieb auf und ging nach über 30 Jahren harter Arbeit in den wohlverdienten Ruhestand. Es ist ihm nicht leicht gefallen, sein Lebenswerk zu verpachten und in fremde Hände geben zu müssen. Über 25 Jahre konnte er zusammen mit seiner Frau den wohlverdienten Ruhestand nach einem sehr arbeitsreichen Leben genießen.

In den Abendstunden des 16.04.2015 ist er für immer von uns gegangen. Er war ein sehr liebenswerter, gütiger und hilfsbereiter Mensch mit dem Herzen am rechten Fleck. Er wird uns allen sehr fehlen und hinterlässt eine Lücke, die man nicht schließen kann.

Wo immer Du jetzt auch bist, mach´s gut Papa, in meiner Erinnerung lebst Du weiter und wirst für immer ganz tief in meinem Herzen sein.

Share Button

Würzbutter

Es muss nicht immer Kräuterbutter sein!

Kräuterbutter ist ja zu Recht sehr beliebt, doch es muss nicht immer Kräuterbutter sein, oder doch? Es gibt ja unzählige Zutaten, die auch hervorragend in die Butter passen. Ob Sardellen, Oliven, Gewürze und sonstige Zutaten, der Phantasie sind da recht wenig Grenzen gesetzt. Eigentlich wollte ich gestern lediglich eine Kräuterbutter machen, doch dann habe ich einfach noch ein paar Zutaten mehr hinein getan und fertig war die Würzbutter.

Da bei uns der Verbrauch recht hoch ist, habe ich dieses mal gleich ein ganzes Kilo gemacht, damit auch etwas übrig bleibt für in den Gefrierschrank. Dieses Jahr musste ich ja nach dem Umzug einen neuen Kräutergarten anlegen. Dieser hat sich prächtig entwickelt und wir haben frische Kräuter satt, da brauche ich nicht sparen und kann reichlich Kräuter in die Butter geben. Diesmal waren es: Petersilie, Dill, Liebstöckel, Thymian, Rosmarin, und Schnittlauch. Dann habe ich eine Schalotte und 3 Zehen Knoblauch hinein getan. Den Knoblauch und die Schalotte habe ich mit dem Mixerstab fein püriert. Dann noch Senf, etwas geriebenen Ingwer, Curry, Paprikapulver, Chilipulver, Zitronensaft, Salz und Pfeffer aus der Mühle.

 

wuerzbutter-800-001

 

Ein Teil davon wandert portioniert gleich in den Gefrierschrank, damit ist der Vorrat wieder gesichert. Der Rest wird im Kühlschrank aufbewahrt, alt wird die Butter bei uns nicht.

Share Button

DEUTSCHLAND IST WELTMEISTER 2014 !!!

Unsere Jungs sind Fußball Weltmeister 2014!

HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH!

Welch großartiges, spannendes Finale.
Dieser Sieg ist hart erkämpft und die Jungs haben ihn verdient!

Share Button

Gehts noch oder bin ich im falschen Film?

Seltsame Welt der gesunden Ernährung …

Stellt euch doch einmal mal folgendes Szenario vor:

Ich entscheide mich für die vegane Ernährungsform, weil ich das für gut und richtig halte und ich mich in Zukunft gesund und vegan ernähren möchte. Nun melde mich auch gleich im Forum der Veganer an und mache auch noch einen Blog über meine neue Ernährungsweise, schließlich möchte ich das ja auch dokumentieren. Dann verkünde ich voller Stolz meine ersten Schritte, berichte dass ich heute beim Metzger war und lecker Kotelett, Schnitzel und Haxe eingekauft habe, ebenso Salat, Gemüse und Sprossen. Natürlich poste ich auch gleich die erste Mahlzeit und beglücke die Veganer auch mit meinem ersten veganen Rezept: Kalbskotelette mit Spiegelei und extra viel veganem Salat dazu! Da ich mich intensiv mit der veganen Ernährungsweise beschäftigt habe ist mir ja schon klar, dass das nun mal gar nichts mit einer veganen Ernährungsweise zu tun hat, aber schließlich möchte ich mir weder Eier noch Fleisch versagen! Nun wird mich vermutlich jeder Veganer der seine Ernährungsform auch nur halbwegs ernst nimmt, etwas verwundert darauf aufmerksam machen, dass mein Essen absolut nichts mit einer veganen Ernährungsweise zu tun hat und das mit vollem Recht. Man könnte es den Veganern nicht einmal verübeln, wenn sie sich von mir richtiggehend verarscht vorkommen würden.

Wie jetzt? Was jetzt? Von wegen! Was sind denn das für arrogante Affen? Was bilden die sich denn überhaupt ein? Traut sich doch so ein Schnösel mir zu sagen, mein Kotelette wäre nicht vegan? Das ist ja wohl der Gipfel der Unfreundlichkeit und eine Dreistigkeit, wie ich sie noch nicht erlebt habe! Schließlich entscheide ich höchstpersönlich was vegan ist und was nicht, schließlich bin ich erwachsen und muss mich schon gar nicht maßregeln lassen. Und überhaupt, wenn ich Fleisch esse ist das eben veganes Fleisch, ich muss mir doch nicht von einem eingefleischten Veganer sagen lassen, was denn nun vegan sei und was nicht (auch dann nicht, wenn ich überall nachlesen kann, dass er die Wahrheit sagt).

Vermutlich hätte ich nun sehr gute Chancen für Kopfschütteln und allgemeine Erheiterung zu sorgen und wäre schneller wieder aus dem Forum der Veganer draußen, als ich rein gekommen bin. Jeder Veganer würde sich vermutlich am Kopf kratzen und sich eventuell fragen ob ich was getrunken habe oder einfach nur das falsche Kraut geraucht. Eventuell würde der ein oder andere nicht ganz unbegründet an meinem gesunden Menschenverstand zweifeln.

Bei LCHF scheint dies allerdings ganz anders zu sein, da liest man solche oder ähnliche Geschichten dauernd und am laufenden Band. Als Einstieg in die neue Ernährungsweise werden in der Regel nämlich gleich mal voller Stolz die Dinge konsumiert und präsentiert, die überhaupt nicht zur Philosophie gehören, bzw. wird sich gerade auf die Dinge gestürzt, die man eigentlich aus guten Gründen besser lassen sollte. Warum das so ist, muss man nicht wirklich verstehen. Nun, eigentlich ist das ja nicht weiter tragisch, schließlich ist noch kein Meister vom Himmel gefallen und jeder hat mal klein angefangen. Doch wehe man erdreistet sich bei LCHF ganz dezent darauf hinzuweisen, dass Fertigprodukte ebensowenig zu dieser Ernährungsweise gehören wie Geschmacksverstärker, Zucker oder Süßstoffe, dann ist aber mal richtig der Teufel los! Dann ist man unfreundlich, will die Leute maßregeln, ist arrogant, besserwisserisch und wird mal gleich mal rechtschaffend runtergemacht und zusammengefaltet.

Langsam fragt man sich da wirklich: Gehts noch?

Sicher kann jeder tun und lassen was er möchte, nur lauthals verkünden ich ernähre mich jetzt gesund und natürlich und dann genau das Gegenteil tun macht irgendwo absolut keinen Sinn , ist nicht logisch und passt mal überhaupt nicht zusammen. Da wird voller Stolz verkündet dass man das Gegenteil von dem macht was man tun sollte und die Gemeinde derer, die es auch nicht besser machen (wollen oder können) spendet beidhändigen Beifall! Warum entscheidet man sich für etwas, was man dann doch nicht umsetzen oder tun will, das muss mir mal einer erklären? Wenn man nicht dazu bereit ist (egal aus welchem Grund) dann kann man es doch einfach bleiben lassen, man wird doch nicht dazu gezwungen. Wobei, das Verwunderliche an der Sache ist nicht einmal so sehr die Tatsache, dass man etwas anderes tut als man tun sollte, sondern richtig krass ist eher, dass diejenigen dann noch angegriffen werden die sich erdreisten ganz dezent darauf hinzuweisen, dass da etwas falsch läuft und nichts mit der eigentlichen Thematik und Philosophie zu tun hat. Wenn ich ohne Fleisch nicht leben will, dann esse ich es eben, komme aber nicht auf die Schnapsidee mich vegan ernähren zu wollen und die Veganer oder Vegetarier dann dummdreist anzumachen, weil es zu deren Ernährungsweise eben nicht gehört und behaupte erst recht nicht, Fleisch gehöre zur veganen Ernährung, nur weil ich es nicht lassen möchte. Man könne es sogar noch anders vergleichen: Stellt euch mal vor, gesetzestreue Bürger würden von denen beschimpft und als Klugscheißer betitelt, die sich an keine Gesetze halten wollen oder können und dann noch mit der Begründung, jeder könne schließlich die Gesetze so auslegen, wie es ihm genehm sei! Da würde man sich echt an den Kopf langen und fragen, ob die noch alle auf dem Christbaum haben, bei LCHF ist das aber gängige und gelebte Praxis.

Besonders krass wird es dann, wenn es ums Abnehmen geht. Seine eigenen Erfahrungen behält man da am allerbesten für sich, denn diese scheinen gerade diejenigen, die wirklich davon profitieren könnten, nicht hören zu wollen. Bei gut gemeinten Ratschlägen aus eigener Erfahrung fühlen die sich dann gemaßregelt, wenn man dezent auf Dinge hinweist, die aller Wahrscheinlichkeit und Logik (und der eigenen Erfahrung) nach nicht funktionieren. Irgendwann kommt dann der Punkt an dem man seine Erfahrungen besser für sich behält und das Treiben lediglich aus sicherer Entfernung beobachtet und zuschaut, wie die Leute halt ins offene Messer laufen wie die Lemminge. Der Verlauf ist leider meist der gleiche, von 100 Einsteigern die ihre Ernährung umstellen wollen um endlich abzunehmen, tun es dann vielleicht 10% wirklich so, wie sie es tun sollten damit es auch funktioniert. Der Rest sucht sich das raus was ihm genehm ist und redet sich den Rest eben wie bisher schön. Langfristig wirklich abnehmen und das Gewicht dann auch noch beibehalten ist wieder eine andere Sache, das funktioniert eben nicht ohne das notwendige dafür zu tun, auch nicht bei LCHF. Dementsprechend gering ist dann auch die Erfolgsquote wenn man die Zahl derer vergleicht die anfangen, mit den Zahlen derer, die letztlich wirklich nennenswerten Erfolg haben und ihr Ziel erreichen. Die Fluktuation ist erschreckend hoch wenn nach wenigen Wochen festgestellt wird, dass ohne wirkliche Veränderungen in der Ernährung auch mit LCHF keine Wunder passieren. Wer nicht das Nötige bereit ist zu tun, wird auch mit LCHF nicht den erhofften Erfolg haben, dabei hat LCHF gerade wenn es ums Abnehmen geht ganz entscheidende Vorteile gegenüber anderen Ernährungsweisen.

Doch wie heißt es immer so schön: Wer nicht will, der hat schon und mein Großvater sagte immer: Wer nicht hören will, muss fühlen. Auf LCHF gemünzt bedeutet das soviel wie: Wer nicht bereit ist das Nötige zu tun, der kann sich sein Übergewicht auch weiterhin schönreden, von alleine und geschwollen daherreden purzeln auch bei LCHF nicht die Pfunde. Auch dann nicht, wenn man diejenigen, die eigentlich nur helfen wollen mit ihrer eigenen Erfahrung, als Spassbremsen ansieht und meint, man müsse sich an keine Regeln halten. Die Zustimmung derer, die selbst noch nichts auf die Reihe bekommen haben, hilft einem auch nicht wirklich weiter.

Doch warum ist das so? Warum entscheidet man sich für etwas, was man dann doch nicht bereit ist umzusetzen? Keine Ahnung, aber das kann ja auch jeder entscheiden wie er möchte. Was nur merkwürdig ist, ist eine andere Verhaltensweise, nämlich etwas zu behaupten, was nicht einmal ansatzweise den Tatsachen entspricht. Wer Fertigprodukte, Zucker und oder Süßstoffe verwendet (was ja sein gutes Recht ist), ernährt sich nun einmal nicht nach der Philosophie von LCHF oder einer gesunden, natürlichen Ernährung. Daran ändert auch nichts die alberne Behauptung, dies sei halt ein persönliches LCHF. Mancher wäre da eher gut beraten sich eine Ernährungsweise zu suchen, die besser zu ihm passt, statt sich LCHF zurechtbiegen zu wollen, dann wäre doch alles in Ordnung.

Allerdings muss man sagen, dass es Einsteigern auch nicht sonderlich leicht gemacht wird. Wenn aber sogar diejenigen, von denen man erwarten würde dass sie es richtig vermitteln, lieber Wasser predigen und dann doch Wein verkaufen, dann ist das nicht sonderlich hilfreich. Dass irgendwann auch die Industrie auf den LCHF Zug aufspringt war leider zu erwarten. In Schweden scheint dies bereits der Fall zu sein und die industriell hergestellten angeblichen LCHF Produkte schießen anscheinend wie Pilze aus dem Boden. Dass diese Produkte nicht viel mit wirklichem LCHF und gesunder, natürlicher Ernährung zu tun haben sollte jedem klar sein, der einigermaßen logisch denken kann. So wird zum Beispiel bereits in Deutschland im eigens geschaffenen LCHF Shop überwiegend das angeboten, was man nach den Regeln einer natürlichen Ernährung besser lassen sollte. Backmischungen, gekörnte Brühe und Süßstoffe sind keine Lebensmittel die man braucht oder verwenden sollte, wenn man sich natürlich und gesund ernähren möchte und erst recht nicht, wenn man auch noch abnehmen möchte. Merkwürdig ist dabei z.B., dass Kartoffeln wegen ihrem Stärkegehalt bei LCHF gemieden werden, dann aber im Shop Pofiber als "LCHF Lebensmittel" angeboten wird, ein Industrieprodukt, dass aus Kartoffelfasern hergestellt wird. Besonders lustig ist auch die Begründung, warum dies LCHF konform sei: In Schweden wird das sehr gerne verwendet, ah ja! Wenn ich hier in Deutschland mit Haschisch oder Marihuana von der Polizei erwischt werde wird es mir reichlich wenig nutzen, wenn ich die Beamten erstmal zurechtweise und ihnen erkläre, dass das Zeug schließlich in Holland gerne genommen wird. Vermutlich werden die mich gleich mitnehmen und mittels einer Blutprobe testen ob ich zuviel Alkohol getrunken habe, oder schon zuviel von dem Zeugs geraucht habe.

Das ist in etwa so, als wenn die Polizei einen Shop eröffnet in dem Einbruchswerkzeuge angeboten werden und gleichzeitig erklärt, dass mit diesen Werkzeugen verübte Einbrüche keine Straftaten seien im Sinne des Gesetzes und damit völlig legal. Oder die Polizei in ihrem Shop Hasch und Marihuana anbietet mit dem Hinweis, das würde in Holland legal und gerne verwendet. Ich denke mal, dass dies für allgemeine Erheiterung sogen würde und manch einer würde sich an den Kopf langen. Doch bei LCHF ist solch eine Logik und Argumentation ganz normal. Im Gegenteil, wer sich erdreistet auf Widersprüche hinzuweisen, oder darauf dass bestimmte Dinge nun einmal absolut nicht zu LCHF oder einer gesunden Ernährung gehören, der wird sofort zur Person non grata ernannt. Mal ehrlich, Ist ja auch eine bodenlose Frechheit und Ungezogenheit ohnegleichen, Fakten und Tatsachen zu verteidigen und auf Dinge hinzuweisen, die schlicht und ergreifend nicht richtig sind.

Einen Trost hat man allerdings bei dem ganzen Treiben: Weder die Natur, noch der Stoffwechsel oder eigene Körper lassen sich bescheißen oder für dumm verkaufen. Die Folgen seinen Tuns wird man am eigenen Körper erfahren, das war bei mir leider auch so. Ich habe mir meine Ernährung auch über einige Jahre schöngeredet und meinen Preis dafür bezahlen müssen. Zum Glück habe ich gerade noch die Kurve bekommen bevor es ganz zu spät war, das hätte auch anders ausgehen können. Diese für mich sehr lehrreiche (und auch schmerzhafte) Erfahrung hat dazu geführt, dass ich heute so lebe wie ich es tue und davon nicht mehr abweiche. Auch nachdem ich mein Übergewicht abgebaut hatte, habe ich daran aus guten Gründen nichts mehr geändert. Anscheinend ist es wirklich so, dass man erst selbst mit dem Kopf voll gegen die Wand fahren muss, bevor man auch nur halbwegs einsichtig wird. Erst wenn es richtig weh tut ist Schluss mit lustig, doch es darauf ankommen zu lassen birgt die große Gefahr, dass es dann vielleicht zu spät sein könnte. Aber es steht ja nicht besonders viel auf dem Spiel, nur die eigene Gesundheit und die scheint vielen nichts wert zu sein, da gibt es anscheinend andere Prioritäten.

Auch beim Abnehmen hat man bei LCHF sehr viele Freiheiten, so dass man LCHF auf seine eigenen Bedürfnisse anpassen und abstimmen kann. Doch es gibt bestimmte Regeln die man besser befolgen sollte, wenn man wirklich Erfolg haben möchte. Tut man das nicht, wird man sich weiter im Kreis drehen, aber auch diese Erfahrung muss wohl jeder für sich selbst machen. Ob mann alles richtig macht kann man dabei täglich auf der Waage ablesen. Erstaunlicherweise sind diejenigen, die am weitesten die Klappe aufreißen auch diejenigen, die die wenigsten Erfolge vorzuweisen haben, woran das wohl liegen mag?

Was für ein grandioser Sieg!

Deutschland gewinnt gegen Brasilien im Halbfinale 7:1

Ein großer Fußballfan war ich noch nie und war auch in meinem ganzen Leben noch in keinem Stadion. Fußball schaue ich meist nur bei Weltmeisterschaften und da habe ich schon so manches Spiel gesehen, das auch mich begeistert hat. So habe ich auch gestern das Halbfinale angeschaut in der Hoffnung, dass es ein spannendes Spiel werden könnte. Klar, Brasilien im Halbfinale zu schlagen wird nicht einfach, erst recht nicht im eigenen Land. Doch nachdem was unsere Jungs bisher gezeigt haben in dieser Weltmeisterschaft war ich guter Dinge, dass sie diese Aufgabe meistern werden!

Doch dann das:

7:1 muss man sich erst einmal auf der Zunge zergehen lassen! Das war eines der geilsten (sorry, aber ein treffenderer Ausdruck fällt mir nicht ein) Spiele, die ich je gesehen habe und das liegt nicht nur am Ergebnis! An der Stelle ganz herzliche Glückwünsche an unsere Jungs und ein Danke für dieses tolle Spiel! Das hat selbst mich als absoluten Fußballmuffel begeistert.

Nun bleibt nur noch die Daumen zu drücken für das Endspiel! Ob gegen Holland oder Argentinien, diese Mannschaft kann es schaffen, nach 24 Jahren wieder einmal den Titel zu holen!

Burger de Luxe

Burger de Luxe

Dieses labberige Brötchen um einen Burger dient ja lediglich dazu, dass man ihn in die Hand nehmen kann. Allerdings ist ja an diesen Brötchen nicht wirklich Geschmack dran, so dass es kein Verlust ist, sie einfach wegzulassen. Der wesentliche Bestandteil des Burgers ist ja das Hacksteak aus Rindfleisch. Wobei im Gegensatz zur Frikadelle das Hackfleisch lediglich gepresst wird und dann auf dem Grill oder in der Pfanne gebraten. Da kommen weder Gewürze noch sonstwas rein, nach dem Braten wird mit Salz und Pfeffer gewürzt. Bei den weiteren Zutaten ist man dann sehr flexibel, es muss nicht immer nur Zwiebel, Gurke und Mayo sein, hier sind der Phantasie keine Grenzen gesetzt.

So habe ich hier einmal ein paar frische Champignons, genommen, geschälte und entkernte Tomate, knusprig gebratenen Zwiebelringe. Dazu noch etwas Schnittlauch und als Krönung eine Sauce Bernaise drüber gegeben.

Nun auf ein paar Salatblättern anrichten und fertig ist der Burger! Diese Kombination schmeckt einfach klasse, Rindfleisch und Sauce Bernaise passen ja hervorragend zusammen. Der Burger ist sehr schnell gemacht, preiswert und enthält keine nennenswerten Kohlenhydrate, durch die Bernaise aber ausreichend Fett. Die gezeigte Portion reicht daher auch bei mir völlig aus, dass ich für die nächsten 5 - 6 Stunden (mindestens) satt und zufrieden bin.

Neue Erkenntnisse oder LCHF endlich richtig verstanden?

Neue Erkenntnisse oder LCHF endlich richtig verstanden?

Eine scheinbar völlig neue Erkenntnis scheint die LCHF Gemeinde zu erschüttern: Auch mit zuviel Fett nimmt man zu! Wer hätte das gedacht? Jeder, der der Realität ins Auge blickt ist sich im Klaren darüber, dass man zunimmt, wenn man mehr Energie zuführt über den Tag, als man verbraucht, dabei spielt es keine Rolle ob diese überschüssige Energie nun aus Kohlenhydraten stammt oder aus Fett. In diesem Fall ist Energie nun mal Energie und zuviel davon führt nun einmal dazu, dass der Überschuss in den Fettspeichern landet. Das ist nicht erst seit gestern so und dürfte so ziemlich jedem klar sein, der einigermaßen logisch denken kann.

Doch warum geht momentan solch ein Aufschrei durch die Szene? Warum wird eine uralte Tatsache als völlig neue Erkenntnis dargestellt? Dass man auch bei LCHF mit zuviel Fett nicht nur nicht abnimmt, sondern auch zunehmen kann habe nicht nur ich schon vor über 3 Jahren geschrieben, bzw. mehrfach in den letzten 3,5 Jahren (unter anderem kann man das auch in meinem Buch "Schlank & gesund durch mehr Fett" nachlesen). Diese Tatsache war jedoch bisher für mich nichts besonderes, da es nun einmal ein Fakt ist, über den man nicht diskutieren braucht. Auch wenn man sich die Philosophie von LCHF richtig anschaut wird man nirgends eine Aussage finden, die dieser Tatsache entgegen spricht!

Nun ja, nirgends ist vielleicht nicht ganz richtig, in Foren wird da oft etwas anderes behauptet. Wenn ich da an meine Anfangszeiten denke, auch ich bin in den ersten Tagen auf den Unsinn hereingefallen. Da fielen Sprüche wie: Fett kann man nie zuviel essen, iss fettisch und viele weitere solcher Phrasen. Da ich als Neuling das erst einmal geglaubt habe, habe ich mir in den ersten Tagen bis zu 250 g Fett (!) am Tag in die Backen geschoben mit dem Ergebnis, dass mir nach dem Essen immer schlecht war. Im Forum wurde beharrlich darauf bestanden, dass zuviel Fett nicht in den Fettspeichern landet, sondern in Form von Wärme verbraucht würde. Der Unsinn hatte sogar einen Namen: Glühwürmcheneffekt! Nur spürte ich davon nix, mir wurde nur heiß, wenn ich am nächsten Morgen auf die Waage stieg und ich schon wieder zugenommen statt abgenommen hatte. Nachdem ich die Fettmenge dann entsprechend reduziert hatte war die Welt in Ordnung. Ich hatte (zu meinem Glück) recht schnell verstanden, dass diese Aussagen zuviel Fett würde nicht auf den Hüften landen schlichtweg falsch sind und auch mit wirklichem LCHF absolut nichts zu tun haben.

Nun scheint man auch im Forum langsam auf den Trichter gekommen zu sein. Zumindest mehren sich die Stimmen derer, die diese Tatsache langsam anerkennen bzw. nicht weiter verleugnen. Neu ist diese Tatsache nicht, zumindest nicht für diejenigen, die sich an Fakten und Tatsachen halten. Vielleicht spricht es sich ja nun langsam rum auch bei denen, die lieber ihre eigenen Theorien aufstellen und sich so ziemlich jeden Unsinn schönreden, statt einmal der Realität ins Auge zu blicken!

Auch bei einer Ernährung nach LCHF nimmt man nur dann ab, wenn man weniger Energie zuführt als man verbraucht. An diesem Punkt führt auch bei LCHF kein Weg vorbei. Der Vorteil von LCHF liegt darin, dass man durch den erhöhten Fettanteil in der Nahrung schneller und länger satt ist. Hält man sich an die Regeln und hält während einer Abnahme die KH entsprechend niedrig, dann ist es wesentlich einfacher als bei anderen Diäten mit einem Defizit an Energie auch längerfristig klar zukommen.

Aber wie gesagt: Alles nichts Neues ...